Preise

Wolfgang Herrndorf hat den Buchpreis der Leipziger Messe verliehen bekommen. Für den Roman Sand. An dem laufe ich seit Tagen oder besser gesagt Wochen vorbei. Vorbei an den Stapeln und kucke aufmerksam, ob sie auch hoch genug sind. Sie sind es, jedenfalls die, die in den Bahnhofsbuchhandlungen liegen, denn das sind die einzigen Buchhandlungen, die ich von innen sehe.
Ich gehe vorbei, weil ich den Inhalt fürchte. Die Gewalt, die Folter, die mich vielleicht erwarten könnte. Die ich erahne aus den Andeutungen, die er in seinem Blog machte.

In einer Beilage zu einer Tageszeitung meinten ein paar Verlagsmenschen er schriebe ein Blog über sein Sterben.
Sind die denn blöd, dachte ich mir.
Verstehen die denn nicht? Er schreibt ein Blog über sein Leben!

Comments (7)

englMärz 15th, 2012 at 22:45

.

claudiaMärz 15th, 2012 at 22:49

Danke. Ich nehme an, der Punkt gilt ihm. Ihm und seinem Blog über das Leben.

( naja, und dem Preis und allem was dazugehört selbstverständlich auch)

piri ulbrichMärz 16th, 2012 at 07:44

…und er schreibt ein sehr eindrucksvolles Blog.

claudiaMärz 16th, 2012 at 08:29

Das eindrucksvoll haben sie ihm ja gelassen, nur mit dem Thema haben sie sich vertan.

StefanMärz 16th, 2012 at 22:16

Arbeit und Struktur ist ergreifend.

claudiaMärz 16th, 2012 at 22:19

Das ist es.

englMärz 18th, 2012 at 23:06

ja, ihm galt der punkt. und deinem letzten satz.

Leave a comment

Your comment

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.