Stimmungen
Da sind sie wieder. Diese fremden Stimmungen, die in mir walten. In Besitz genommen. Mitgenommen. Ich werfe mich ihnen entgegen, wie den Wellen in einem aufgewühlten Ozean. Vorher bin ich fast ertrunken, so rasch kamen sie über mich. Sie rissen mich um, ohnmächtig und wehrlos treibe ich dahin bis sich mein Überlebenswille meldet. Er klopft immer zaghaft an, was etwas lächerlich wirkt im lauten Getöse des Ausgeliefertseins. Aber er verschafft sich mit Beharrlichkeit Gehör. Er drängt sich konsequent nach vorn.
Erschöpfung breitet sich aus. Innen und außen. Eine existentielle Erschöpfung. Ganz leise vernehme ich die Schwingungen. Da ist etwas, das ich nicht zu fassen kriege.
Wieder und wieder werfe ich mich dem Ozean der Stimmungen entgegen.
Die Hoffnung nicht zu verlieren ist wichtig.


„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…