Das Internet ist ja immer noch ein Ort an dem sich Menschen so richtig einbringen können. Sie stecken dann Zeit und Energie in einem unvorstellbaren Umfang in Lösungen von Problemen und manche sind so freundlich und teilen ihre Lösungen. Wie ihr ja wisst, bestehen die sogenannten Epstein Files aus Millionen von Dokumenten. Emails, Fotos, Videos, Protokolle und Gerichtsakten. Unfassbar viel Material, das als Beweismittel den Strafverfahren gegen Jeffrey Epstein und seine Komplizen gesammelt wurden. Dieses Material liegt sehr unstrukturiert vor und es wird eine Ewigkeit dauern, bis sich die Profis da durch gekämpft haben.
Jetzt hat jemand aus diesem Material die Emails so aufbereitet, dass jede sie so lesen kann, als würde sie direkt im Postfach von Jeffrey Epstein lesen. Das ist so faszinierend. Alle die kleinen, bedeutend-unbedeutenden Nachrichten, die da hin und her gingen. Seht es euch an.
Leider weiß ich nicht, wer diese Seite erstellt hat. Aber sie ist faszinierend, weil sie wirklich einen guten Einblick gibt.
claudia Februar 10th,2026
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Bald steht eine weite Reise an. Die längste Zugreise meines Lebens. Die erste auch im Schlafwagen, denn bisher bin ich immer nur in den Liegewagen gereist. Dreißig Stunden wird die Reise dauern, wenn alles nach Plan läuft. Eine Überfahrt mit der Fähre ist auch dabei. Vor vierzig Jahren hatte ich schon einmal eine Überfahrt mit dem Zug auf der Fähre, damals in die andere Richtung. Da fuhr ich mit dem Nachtzug nach Kopenhagen. Daran habe ich nur noch sehr blaße Erinnerungen.
Es sind noch ein paar Wochen, bis es losgeht und bis dahin muss die Proviant- und die Gepäckfrage gelöst sein. Was nehme ich mit auf die Reise? Was brauche ich unbedingt und darf es auf keinen Fall vergessen?
Mehr strahlend als stochernd,
mehr Stich als Glanz,
schwebend zärtlich.
Ein Strich, keine Linie,
gemalt, nicht gezeichnet,
mit Kreide
in den Sand.
claudia Februar 8th,2026
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Es wäre schon lange notwendig gewesen, aber ich habe es doch nie getan. Meine letzten Angelegenheiten zu regeln. Bisher bin ich immer nur davon ausgegangen, dass das recht unkompliziert ist. Schließlich bin ich ein unkomplizierter Mensch in dieser Hinsicht. Bei kurzem Nachdenken merke ich, dass diese Unkompliziertheit sich unvermittelt in eine Belastung verwandeln könnte, wenn Menschen nach meinem Tod die Organsisation und die finanzielle Abwicklung meines Lebens übernehmen müssen, ohne Anhaltspunkte zu haben. Wie sie denn vorgehen können.
So ein Menschenleben besteht eben doch auch nach dem Tod noch aus Bürokratie, Finanzen, Organsisation. Mir wäre es lieber, mein Leben würde ausgehaucht. In Stille gedacht und danach leben alle ihr Leben weiter. Aber in der Realität ist es eben ein bisschen komplizierter.
Vielleicht könnt ihr mir ja auch noch schreiben, welche Dinge auf keinen Fall vergessen sollte zu erwähnen. Bisher habe ich die Themen Bestattung, Finanzen, Patientenverfügung und Benachrichtigungen im Todesfall dokumentiert.
Seit ich in Rente bin, muss ich viel weniger Seelenaussauger ertragen als früher. Was habe ich unter ihnen gelitten! Es war wie eine toxische Nebenwirkung des Berufslebens. Dieses Ausgeliefertsein an Menschen, die ihre Energie daraus ziehen anderen Menschen die Seele auszusaugen.
Heute entscheide ich selbst und frei, welchen Menschen ich meine Zeit widmen und was ich ihnen geben möchte. Dafür bin ich jeden Tag dankbar. Überhaupt ist Dankbarkeit ein Gefühl, das mich ständig begleitet, seit ich im Ruhestand bin. Die Tage fühlen sich an, wie ein großes Geschenk.
Der Wind nimmt mit,
was nicht mehr bleiben will.
Das Altern besteht aus Veränderung. Stetiger Veränderung. Jeder Tag eine neue Herausforderung. So würde ich heute das Leben von Hochbetagten beschreiben. Der andere Aspekt ist die Gelassenheit, die notwendig wäre, mit den ständigen Veränderungen klarzukommen. Nicht jeder ist mit Geduld gesegnet. Fehlt sie, zerrt das an der Lebensqualität. Wirbelt Unglück auf.
Die Kunst des geduldigen Alterns wird also darin bestehen, sich in Gelassenheit zu üben. Zulassen, dass der Wind des Lebens die Dinge verweht, deren Laufzeit abgelaufen ist. Vertrauen, dass der Wind freundlich aufräumt. Das Leben leichter zurück lässt.
Langsam werden die Tage länger, aber die Kälte fährt dennoch durch mich hindurch. Die Frühblüher bahnen sich ihren Weg durch die Erde, strecken ihre grünen Knospen dem Licht entgegen. Es gibt Licht, es gibt Schatten. Die Winterlinge kommen zum Vorschein.
Ich versuche krampfhaft die Sammelmappe politikfrei zu halten. Sie vor den Aufregerthemen zu verschonen. Von allen Seiten prasseln die Unvorstellbarkeiten auf mich ein. Die obskuren Reden und Taten. Wie ein trotziges Kind, denke ich: Ich will das alles nicht.
Ich will das nicht und weiß sehr gut, dass die schlimmsten Dinge in meiner Lebenszeit nicht mehr überwunden werden.
Caretag. Im Prinzip ist jeder Tag ein Caretag, aber manchmal sind die Caretage lang und anstrengend. Das gehört dazu. Ist eben so. Manche Aspekte daran schwanken zwischen lächerlich und ärgerlich. Meistens ist das der bürokratische Kleinscheiss. Wenn wir Boomer in den Pflegekreislauf hineingeworfen werden, wird sich kaum noch jemand dem organisatorischen Mikromanagment der Pflegeleistungen widmen können. Bin sehr gespannt, was zuerst zusammenkracht: die Pflege oder die Bürokratie der Pflege.