Es regnet

Es regnet in der Berger Straße.

Gasthof „Zur Sonne“ in der Berger Straße im Nieselregen

Journal18052019

In der Blink-App tauchen nacheinander Bücher auf, die sich mit der finanziellen Selbstbestimmung von Menschen beschäftigen. Gestern war das Buch von Madame Moneypenny dran, die sich speziell an Frauen wendet. Gut verdienende Frauen, so schätze ich ihre Zielgruppe ein. Mich macht es immer ein bisschen traurig, wenn ich sehe, wie wenig finanzielles oder wirtschaftliches Grundwissen verbreitet ist. Der Konsum fegt alle andere Prioritäten hinweg. Alles ist wichtiger. Dabei ist eine wichtige Säule der Existenz unseres Daseins in dieser Gesellschaft doch unsere finanzielle Basis.

Für alle, die nicht zu den Drittel der Erbenden gehören, sieht es eher schlecht aus mit der Altersvorsorge. Also besser jetzt genauer hinschauen als später.

Journal17052019

Kalt war der Mai bisher, das soll sich ändern. Die Wettervorhersage verspricht Wärme. Warm im Herzen ist mir längst. Ich lese in den Aufzeichnungen der vergangenen Jahre und merke gerade, was für einen Schatz ich mir damit bereitet habe. Da liegt sie ausgebreitet vor mir: meine Vergangenheit.

Besonders die wunden Punkte berühren mich.

Die Zweisamkeit tut mir gut, denke ich beim Gang durch das Treppenhaus. Die Zweisamkeit ist ein Genuss.

Journal14052019

Jammern auf jedem Niveau. Das ist die hohe Kunst, die ich perfekt beherrsche. Immer gibt es etwas, das mich zum Fürchten bringt. Manchmal zum Befürchten.

Atypical – das ist zur Zeit meine liebste Netflix-Serie. Ich mag die Stimmen der Figuren so gerne und überlege, warum sie so besonders sind.

Journal13052019

Der Tag in Zahlen

Wecker 5:15

Display an der Apotheke zeigt sechs Grad an.

Duolingo 66 spanisch/portugiesisch/türkisch

13.500 Schritte

82

31 Jahre Partnerschaft

Ein herabschauender Hund und 10 Katzendingens

1001 Träume

Acht Stunden Erwerbsarbeit.

Journal12052019

Der Montag kommt immer schneller als du denkst. Im Galopp holpert das Wochenende vorüber. Ein verregneter Samstag, ein Sonntag mit unterkühlter Sonne. Und schon kündigt sich das Büro wieder an und hisst die Arbeitsflagge.

Alles wird gut, sage ich mir und glaube es kaum.

Journal11052019

Duolingo meint, ich hätte bisher 824 türkische Worte gelernt. Meine persönliche Einschätzung liegt bei 18. Seit Kuba liegt mein Strike bei 64 durchgehenden Tagen spanisch, portugiesisch und türkisch. Die Übungen sind immer nur kurz. Trotzdem bleibt die Herausforderung, den täglichen Anschluss nicht zu verlieren. Ich liebe es.

Es ist es gut, dass in den vergangenen Jahren immer die kubanische Offlinezeit als Strike-Brecher dazu kam. Denn manchmal kann ich gerade zu manisch-besessen sein. Ein rechtzeitig Cut schützt davor.

Zur Entspannung dann den #landart kucken, da gibt es spannende, atemberaubende oder poetische Sachen zu sehen. Im nächsten Leben werde ich bestimmt Landart-Künstlerin.

Kirre

Mich macht der #llanca auf Instagram kirre. Wie kann das sein, frage ich mich. Wie kann das sein, dass dieser Ort so präsent ist? Einfach da. Dabei bin ich nicht dort.

Die Wehmut kratzt mich ein bisschen. Vielleicht sogar etwas wie Heimweh. Ich sehe die Bilder und sehne mich.

Nur zurückkehren möchte ich nicht.

Zusammensein

Aus dem gefährlichen Abgrund der alten Tagebuchaufzeichnungen:

Zusammensein – es ist ein schönes Gefühl, wenn man es durchgehend spürt; dieses Zusammensein.

Nichts kann uns trennen. Nichts auseinanderreißen. Eine Einheit bilden. Dieses große Bedürfnis ein Teil vom Ganzen zu sein.

Ein abgeschlossenes Ganzes zu sein.

Und das Gefühl nicht alleine sein zu wollen, weil sonst etwas fehlt. Weil du dann unvollständig bist. Ständig auf der Suche nach dem zweiten Teil, dem dritten Teil. Unruhig und immer mit dem Bedürfnis dich zu verändern.

Meine Mutter ist ein Fluss

“Wir schweigen lange, vermeiden, das unsere Blicke sich kreuzen, um uns nicht im Schmerz des anderen zu spiegeln.“

Donatella Di Pietrantonio

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