Gewaltig

Die Welt in der wir Leben. Das Menschenbild mit dem wir sozialisiert wurden.

Nachtrag zu gestern:

Durch das am 2.11.2000 verabschiedete Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung wurde Deutschland zum 13. Staat der diesen Schritt wagte.

(Ich lese das Buch „Gegen die Gewalt “ von Christian Pfeiffer)

Das „angeschlagene Selbstbewusstsein“ erhält eine ganz besondere Bedeutung.

Schläge

Zum 1. Oktober 1979 trat in Schweden ein Gesetz in Kraft, das Schweden zum ersten Land der Welt machte, in dem jegliches Schlagen von Kindern gesetzlich verboten wurde.

1979!

Lehrkräfte in der Bundesrepublik Deutschland durften bis in die 1980er Jahre schlagen und sich dabei auf „Gewohnheitsrecht“ berufen.

Sehr scharf

“Ich kann nur beschreiben, was ich kenne, darum muss ich oft lügen, denn ich sehe sehr scharf und will niemandem weh tun.“

Marlen Haushofer

Journal10012020

Der Himmel klart auf. Rechtzeitig zur Wochenendstimmung. Hab tatsächlich diese erste vollumfängliche Arbeitswoche schon hinter mich gebracht. Es ist ruhig im Büro. Die Ferien sind noch nicht vorbei. Mir kommt die Ruhe entgegen. Der leere Büroflur fühlt sich an wie ein Schutzgebiet. Ein Schutzgebiet für gestresste Arbeit-Mimosen-Seelchen.

Nächste Woche geht es wieder rund. Dann stürze ich mich rein ins Getümmel.

Journal09012020

Ein bisschen Wehmut.

Ein bisschen Demut.

Ein bisschen Vermissen.

Ein bisschen Präsenz.

Lass uns fliegen.

Lass uns glücklich sein.

Journal08012020

„Ich interessiere mich sehr für die Zukunft, denn ich werde den Rest meines Lebens mit ihr verbringen.“ Milva

Bei mir ist es etwas anders. Ich interessiere mich sehr für die Vergangenheit, vorallem für die Erinnerungen, die ich in mir trage. Mit ihnen verbringe ich den Rest meines Lebens und weil ich so gierig bin, häufe ich immer weiter Erinnerungen an.

Das ist die richtige Strategie, denn Erinnerungen tendieren dazu in einen Strudel des Verschwindens zu geraten und dem gilt es entgegenzutreten. Mit einer Erinnerungswelle. Sie darf über das schwarze Loch des Verschwindens hinüberschwappen. Mit Kraft.

Ein Ozean des Lebens.

Strom und Vorurteil

„Kaum jemand wirs sich dafür interessieren, das Neue vor schlechten Entscheidungen in Schutz zu nehmen, wenn nicht vorher gelegentlich erklärt wird, was an diesen Neuerungen überhaupt unterhaltsam oder nützlich sein soll.“

An mir sind die Kolumnen von Kathrin Passig in der FR aus unerfindlichen Gründen vorbei gegangen. Aber zum Glück für mich, hat sie daraus ein e-book gemacht. Leider nicht bei mojoreads.

Aber ich bin ja flexible.

Titelbild von „Stom und Vorurteil“ von Kathrin Passig

Tausend Fragen 91-100

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch? Echt? Ein Lieblingsbuch? Ich habe ganz viele Lieblingsbücher. Stadt der Engel von Christa Wolf, Das Alphabet der Frauen von Clara Pinto Correia, alle Tagebücher und Briefe von Virginia Woolf oder von Franz Kafka, In den Sibirischen Wäldern von Sylvain Tesson, Die hellen Tage oder Schlafen werden wir später von Zsuzsa Bánk und noch viele mehr.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über SMS? Mit der Packstation?

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein? Eindeutig nein.

94. Gibt es Gerüchte über dich? Bisher sind mir noch keine zu Ohren gekommen.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest? In den Tag hineinleben.

96. Kannst du gut Auto fahren? Nein.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden? Ja, sehr. Aber nicht alle. In dieser Hinsicht bin ich wählerisch.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders? Das Schicksal hat es in dieser Hinsicht gut mit mir gemeint. Allerdings ist sein Timing etwas schlecht. Aber das kann ich nicht gegeneinander aufrechnen.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? Essen gehen, mit Freundinnen reden.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen? Wer hat bitte noch nie gegen ein Gesetz verstoßen? Ich nehme also an, auch ich habe schon gegen Gesetze verstoßen. Aber eine Heldinnen-Geschichte dazu gibt es nicht.

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.

Journal05012020

Menschen das Gefühl geben, dass wir vor ihrem Schmerz nicht flüchten.

Dasein und nah sein.

Freundschaftdienst ist Lebenskunst.

Hey Babys,

ich hab euch zum Fressen gern.

Bildbeschreibung: Gefrorene Sepia