Lichtblicke

Dass ich am gleichen Tag wie Nelson Mandela geboren bin, ist mir eine große Freude.
Gerade jetzt in dieser Zeit in der wir sehenden Auges wieder in ein faschistisches Zeitalter schlittern, sind mir die Lichtblicke, die Hoffnungsschimmer so wichtig.

Es geht auch anders, zeigt mir das Schicksal.

Es fühlt sich ein bisschen an, wie Rückenwind aus dem Universum.

Danke für euch alle, die ihr nicht aufgegeben habt.

Danke für den Lichtblick.

Danke für die gute Saat.

Nachts zwischen zwei und drei

Nachts zwischen zwei und drei nehme ich es der Zeit übel, dass sie vergeht. Mit all meiner Gedankenkraft versuche ich die Welt anzuhalten, sie davon abzuhalten sich mit diesem Schwung immer weiter zu drehen.

Es heißt, unsere Zeit sei schnelllebig.

Schwindelerregend schnell pustet sie uns mit sich fort. Nachts zwischen zwei und drei wird sie ganz langsam.
Da trägt sie die Hoffnung mit sich, ein Jetzt zu sein.

Ein Hier und Jetzt.

Tröstlich

Für mich ist es jeden Tag ein Trost zu wissen, dass es Menschen wie das Fräulein Read On gibt.

Abwägen

„Es kommt der Zeitpunkt im Leben, an dem Du aufhören solltest ganze Ozeane für Menschen zu überqueren, die noch nicht mal über eine Pfütze für Dich springen würden.“
So spricht die Travelling Lady.
Und die muss es schließlich wissen.

Ins Herz geschaut

Mich rührt dieser Blick.
Für einen Moment hab ich dir
Ins Herz geschaut.

Mit steigendem Lebensalter weiß ich diese Momente immer mehr zu schätzen. Kann sie öfters deuten, bin viel aufmerksamer, wenn der Zeitpunkt sich ergibt. Manchmal ist es der Blick, das Zögern mitten im Satz, die Bewegung der Hände, die Körperhaltung.

Traurig daran ist nur, dass der Blick in die Herzen von manchen Menschen, direkt zur Mördergrube führt. Mittenhinein ins Fegefeuer.

Wahre Worte

Moralische Insolvenz.

Wie treffend ausgedrückt.
Sie ist abgesoffen, die Moral.

Im kackbraunen Sumpf erstickt.

Mitgemeint oder angesprochen

Dieses Ansprechen ist ein Punkt, den ich mir merken möchte. Immer wenn die Diskussion auf den Punkt kommt, dass dieses Mitgemeint ausreichend sei. Willst Du mich „mitmeinen“ oder mich ansprechen? Will eine Firma ihre Kundin mitmeinen oder ansprechen?
Bin ich dir wichtig genug, dass Du mich ansprichst?
Empörst Du Dich über meine Sichtbarkeit? Oder geht sie dir sonst wo vorbei?

Es gibt ganz viele Bereiche, in denen es sich lohnt, diese Frage zustellen.
Aber vor allem sollte ich mir die Frage auch selbst stellen. Will ich immer im Dunkeln tappen, ob ich mitgemeint bin oder möchte ich angesprochen werden? Wahrgenommen werden?

Es stimmt schon, ich kann auch mit unhöflichen Menschen und Institutionen klar kommen. Mache ich oft, wenn ich das Gefühl habe, dass die Wertschätzung dann auf einem anderen Level stattfindet. Ich nehme das in Kauf.
Aber ich muss es nicht! Das ist der Punkt. An vielen Stellen muss ich das nicht hinnehmen. Kann mich einfach selbst fragen, was ich möchte:

Mitgemeint sein oder angesprochen.

Ansteckungsgefahr

Satz des Tages: Verzweiflung ist ansteckend, aber Hoffnung zum Glück auch.

Vielleicht weinen

Vielleicht weinen
Das Leben schmerzt

Immer wieder hoffen
Das Licht am Horizont herbei phantasieren

Zum Glück
Die Hände ringen

Am Ende den Sternen vertrauen

Reputation

Wenn Teilen und Schenken ein besseres Image hätte als “andere Menschen übers Ohr hauen“ dann wäre schon viel gewonnen in dieser Gesellschaft.
Aber was erwarte ich denn? Es sind schon so viele Züge abgefahren und all diese Zügen waren mit vertanen Chancen beladen. Wir driften ab und gleiten aus.

Für mich bleibt dieses Kratzen auf der Seele. Abgerieben und aufgerauht.

Die Zeit heilt längst nicht mehr alle Wunden. Sie fügt neue hinzu.
Aber das ist ein Geheimnis, das niemand mit dir teilt.