Mich erklären

Ich mache es nicht gerne: Mich erklären. Mein Verhalten, meine Gefühle. Jedenfalls nicht, im Konfliktfall. Wenn das Zusammenkommen nicht klappt.
Es scheint eine allgemein anerkannte Standardreaktion zu sein. Dieses Sich-Erklären. Immer wieder wird es eingefordert. Massiv und hartnäckig, aber ich habe nicht einmal erlebt, dass es sinnvoll gewesen wäre. Jedenfalls nicht für mich. Missverständnisse wachsen, Verletzungen wiederholen oder vermehren sich.
Vielleicht ist es bei anderen Menschen anders. Aber bei mir wirkt es nicht.
Wenn ich einen Konflikt anspreche oder ihn erwähne, hab ich ihn innerlich schon seziert. Ihn in seine Details zerlegt, meinen Anteil und den Anteil der anderen Seite genau angesehen und geprüft. Und mehrfach gegengesteuert.

Mich erklären – das hilft höchstens bei einem Missverständnis, doch das passiert nicht so häufig. Jedenfalls übersehe ich es nicht häufig.

Tatsache ist doch, dass es einen Bodensatz von Konflikten gibt, die sich nicht mit Erklärungen oder Erläuterungen wegreden lassen. Sie sind da und bleiben da. Bis eine Seite sie leugnet bzw. bis sich die Rahmenbedingungen oder die Machtverhältnisse ändern.

Mir macht das nichts aus. Ich verstehe nur nicht, warum so viele Menschen meinen, das könne sich durch Erklärungen glattziehen.

Datenflut

Vom #wastun zur Aktion Datenflut.

Schade, ich hätte mich gerne mehr eingebracht. Ging aber leider nicht.

Berlin-Zentriert, eine schnell getaktete Mailingliste, wenig Orientierung. Muster wiederholen sich. Sprüche auch, aber die Netzwerke knüpfen immer wieder die gleichen untereinander.
Erinnert mich an andere Erfahrungen der letzten Jahre, die ähnlich für mich abliefen.

Wie auch immer: der Anlass ist wichtig. Seht euch die Seite und das Anliegen an.
Es geht uns alle an, wenn die Demokratie durch die Massenüberwachung – und Massenmanipulation – vor die Hunde geht.

Gierig

Die Ode an die Gier. Es könnte auch eine Ode auf die Beiläufigkeit folgen.
Der Wollust wurden höchst wahrscheinlich schon viele Oden gewidmet. Hoffe ich wenigstens.

Feine Post

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Gutes Gefühl beim Öffenen des Briefkastens.

Cognitve Hacking

Schlimmer geht immer. Bei den Geheimdiensten sowieso.
Wer da noch an die Funktionalität der Demokratie glaubt, verschließt Augen und Ohren.

verplant

mit Wucht
in die Zukunft
gestürzt

um das Leben zu überrumpeln
das nur müde darüber

lacht

Sommerregen

Mit dem Regen kommt sofort die Erleichterung, das Leben zurück. Die Hitze vergessen, die Energie wieder da, als wäre sie nie weg gewesen.

Ich atme. Ich genieße.
Ich bin wieder da.

Noch ein Zombie

Das Kapital ist so viel wert, wie es Elend produzieren kann.

Der untote Kapitalismus produziert nicht mehr krisenhaft, er produziert Krisen; die Krise ist sein eigentliches Produkt. Nach jeder dieser Krisen ist die Arbeit weiter entwertet und das Kapital zugleich weiter (fiktiv aber unwiderruflich) aufgewertet.

Weckrufe

Ich finde ja, erwachsene Menschen können sich selbst wecken. Oder anders ausgedrückt: es ist sehr unhöflich sich anzumassen, jemanden zu wecken, der nicht darum gebeten hat.
Da kommt dann so was dabei raus. Rechtfertigungen, die unnötig sind. Aber es schürt sich so amüsant am Generationenkonflikt.

Ganz langweilig

Ganz, ganz langweilig. Ich hab euch schon lange nicht mehr gelangweilt. Pardon! Wenn es um’s Glück geht, dann geht es um Langeweile.
Denn Glück, das ist einfach nur schön. Unbeschreiblich.
Eintönig.
Gleichförmig.

Eigentlich – kann ich heut gar nicht glücklich sein – …. dieser Teil des Artikels ist aus dienstlichen Gründen gesperrt  … – ich bin aber dennoch glücklich.
Auf ein langatmige, langweilige Art.

Alles Glück dieser Welt: für mich und für euch.

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