Sicherheit

Alle Begriffe, auf die sich #Maaßen beruft, hat die #NSA doch längst pervertiert: #Geheimnis, #Staat, #Verrat @netzpolitik #landesverrat
(Twittet Carolin Emke)

Wer braucht schon Demokratie im Paradies der Sicherheit?

Aber zum Glück sind wir die Insel.

Hier und dort

Zum Wochenende die Mützenfalterin lesen.
Und mit der Stattkatze leiden.

Über Geschichten nachdenken. Wie lebensnotwendig sie sind. Das Leben ausmalen, damit es lebendig wird.

Letzte Zuflucht: Deutungshoheit.

Landesverrat

Was mich so traurig macht, an dieser Landesverrat-Sache ist, dass die Betroffenen immer noch so stark an die Demokratie- und Rechts-Strukturen der Bundesrepublik Deutschland glauben.

Sie glauben wirklich, dass wir und dieser Staat mit Transparenz zu retten sind. Aber hätten dann die Geheimdienste diese Macht?

Die Macht der Geheimdienste ist tödlich. Millionenfach erprobt – nicht nur für unprivilegierte Flüchtlinge aus Ländern, die ihre Bürgerinnen und Bürger nicht schützen können oder wollen.

Mir kommt das manchmal vor, als spielt da jemand mit einem Löwen und hält es für eine Wildkatze. Das geht nicht gut aus. So oder so.

Nicht, dass ich es mißbillige, den Löwen zu provozieren. Im Gegenteil. Das ist notwendig, wenn sich was ändern soll. Aber ich befürchtete, dass die Konsequenzen nicht so gut durchdacht sind, wie sie es sein müssten.
Sich einsetzen für Netzpolitik heißt sein Leben und seine Freiheit zu riskieren.
Der Macht pinkelt eine nicht ungestraft ans Bein.

Quellen schützen ist eine Kunst. Wenn du es nicht schaffst, ist ihr Leben in Gefahr.

Es ist alles so viel schlimmer, als der Mittelstand es sich vorstellen kann. Die Wiege der Demokratie ist schon lange gekidnappt.

Bilderkämpfe

War mit Jutta im Museum und bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen.
Freundschaften sind schon etwas ganz Besonderes. Sie stabilisieren nicht nur das Gemüt und die Seele, sorgen für Unterhaltung und Abwechslung, sie erweitern mir auch den Horizont und bringen Perspektiven und Sichtweisen in mein Leben, die ich sonst nicht kennen würde.

Mir gefällt es sehr, mich durch mir fremde Gedanken- und Ideenwelt tragen zu lassen. Sollte ich öfters machen.

Drecksarbeit

Es gab sie schon immer, die Arbeit, die die machen mussten, die keine Wahl hatten.

Virginia Woolf oder ihre Schwester Vanessa Bell zum Beispiel hatten immer mehrere Angestellte. Dienstboten oder Dienstmädchen wie sie früher hießen. Diese Arbeitsverhältnisse waren nicht gerade spannungsfrei und die Tagebücher von Virginia Woolf sind voll von Geschichten, Klagen oder gemeinen Bemerkungen über sie.
Oder vom endlosen Suchen nach Personal für die Kinderbetreuung ihrer Schwester.

Hier ist ein Artikel dazu, der den Finger in die Wunde legt.

Überforderungen

Diese anhaltenden Überforderungen.

Wie viele Tote passen denn in das Herz und den Verstand einer durchschnittlichen Tagesschau-Zuschauerin pro Sendung?

Bei mir sind es eindeutig weniger als üblich in 15 min verwurschtelt werden.

Diese Überbetonung von Gewalt, Macht und wirtschaftlichen Interessen nährt in mir Ohnmachtsgefühle. Einer der Gründe, warum ich kaum noch Nachrichtensendungen ansehe.

Es ist ganz eindeutig: ich werde mit dem Alter empfindlicher. Zum Glück wächst mit dem Alter in meinem Fall auch die Akzeptanz dieser Mimosenseele.

es ist wie es ist
sagt die Liebe

Lebenslautstärke

Meine Lebenslautstärke mag ich lieber leise.
Zart und sanft.
Zu viel Leben war schon immer schädlich für mich. Im-Zeichen-der-Schnecke-Geborene brauchen einen besonderen Schutzraum. Einen schallgeschützen Raum, der geeignet ist für die abgedämpfte Lebenslautstärke.
Von der Lebensgeschwindigkeit will ich jetzt erst gar nicht anfangen.

(Alte Erfahrungen – immer wieder neu ins Gedächtnis gerufen.)

Regen

IMG_20150719_181043Symbolbild.
Ohne Durchblick.
Aber abgekühlt.

Für einen Augenblick.
Das Gewitter, das die Luft doch nicht reinigt.
Viel Hoffnung.
Immer wieder.
Hoffnung.

Was vom Tage blieb

Heiß, viel zu heiß.
Schwül und drückend. Bin mir nicht sicher, ob dieser Zustand noch unter die Wertung „lebendig“ fällt.

IMG_20150718_221412

Denke darüber nach, ob nicht grundsätzlich ein Strategiewechsel in meinem Arbeitsleben angesagt ist. Zu viel vertane Energie in den Wind gesetzt. Aber das ist eindeutig ein Frevel. Den Energieeinsatz minimieren, wäre ein brauchbares Ziel. Mit Mitte 50 eine Lebensnotwendigkeit.

Ist nur die Frage, ob es mir gelingt den Impuls zu unterdrücken, der alles besser und anders und mindestens perfekt machen will.

Barmherzigkeit

Die tägliche Dosis öffentlich-rechtliche Propaganda führt schleichend zum Tod der Menschlichkeit. Anstelle der Menschlichkeit treten eine lästige Besserwisserei, Überheblichkeit, Entsolidarisierung und eine für mich merkwürdige Überempfindlichkeit bei alltäglichen Vorkommnissen.
Ein Vogel, der gegen eine Glaswand fliegt, bekommt mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung als Kinder, die unter unzumutbaren Rahmenbedingungen aufwachsen. Überhaupt findet Mitgefühl fasst überhaupt nur noch statt, wo es kein – oder nur privates – Handeln erfordert.
Die Erforderlichkeit von politischem Handeln wird von vielen nur bei abstrakten Themen erkannt.
Armut wird wie in alten Zeiten als Schicksal angesehen. Pech gehabt, wenn es Dich betrifft.

Seltsam in einer Zeit in der die Religionen so viel Macht ausüben. Barmherzigkeit ist eine der Haupttugenden all dieser gängigen Religionen.

Mir würde ein bisschen Menschlichkeit schon genügen. Menschlichkeit. Solidarität mit den Schwachen.

←Older