Tödlicher Irrtum

dem Bösen die
Schulter zuwenden
im fatalen Unwissen
dass die kalte Schulter
der beste Platz zum
Umklammern ist

Taktik X

das Böse in die
Wolken geschrieben
in der Hoffnung
dass es mit
ihnen weiterzieht

Kein Krieg

Ich will keinen Krieg!

Was kann ich sonst noch sagen? Ich will keinen Krieg. Will keine Toten. Keine Schwerverletzten. Keine traumatisierten Menschen.

Ich will Frieden. Keine Verbrecher, die mich regieren. Wie soll das überhaupt funktionieren? Mich regieren? Mit Gewalt. Gewaltandrohungen. Überwachung. Mafiöse Strukturen. Wählen zwischen den sprichwörtlichen Teufel und Beelzebub.

Ich weiß: es interessiert niemanden, was ich will. Aber ich werde ihnen nicht zugestehen, dass sie jemals in meinem Namen töten, verletzen oder traumatisieren.

Klingt pathetisch. Ist auch so gemeint.
Und gilt gerade und besonders auch für die Europawahl.

Verschlafen

Die Allergie setzt mir zu. Bin gar nicht sicher, ob dieser Zustand noch zu den bewussten zählt. Die Zeit läuft ab und fühlt sich nicht lebendig an. Schlechte Träume als Zugabe. Auch die Nacht gehört den Dämonen.

Jammer. Jammer. Jammer. Sinnlos verpulvere ich meine letzte Energie. Dabei weiß ich doch genau:
Was sich nicht ändern lässt, nimmst du besser hin. Das spart Kraft.

Aber wann hätte ich jemals auf Ratschläge gehört. Gegen die bin ich auch allergisch.

In kleinen Häppchen

Meine ersten Schritte zur digitalen Selbstverteidigung bzw. gegen zu viel Überwachung ist ein kleines Papier-Notizbuch mit ToDos und Stichworten zu der Thematik.
Ich hab mir darauf auch den Tipp von Helga gesetzt, um der Abfrage meiner Religionszugehörigkeit durch Banken zu widersprechen.

Was aus den vielen Inputs, die ich da sammle, wird und ob das alles für mich praktisch umsetzbar ist, weiß ich noch nicht und kann es mir auch noch nicht vorstellen. Ich merke, dass mir Menschen fehlen, mit denen ich diese Themen angemessen diskutieren kann.

Bisher verwirklicht: Ich zahle noch mehr mit Bargeld als früher und hab mir wieder ein Papierheft für meine Kontakte angeschafft.

Der Artikel über den “Zivilen Tod” hat mich sehr nachdenklich gemacht. Allein dass keine Personen bzw. Institutionen, Firmen oder Organisationen mehr mit einer betroffenen Person Zahlungsverkehr ausüben dürfen, ist unvorstellbar in seinen Auswirkungen. Wenn dann noch eine Kappung sämtlicher Plattformen dazu käme: kaum auszudenken.

Mentales Alter

Wenn es Facebook nicht gäbe, ich wüsste manchmal nicht, wie weltfremd ich in alltäglichen Dingen bin.
Das lerne ich dann z. B. durch die undifferenziert, aber leidenschaftlichst geführten Achselhaardebatten.

Auf Facebook erzählen auch manche Menschen in den Fünfzigern sehr erfreut, dass ihr mentales Alter 29 oder 23 sei. Hmm, denke ich. Was sollte jetzt daran so toll sein? Wo sollen dann die verlorenen Jahre versickert sein?

Aber dann fiel mir ein, dass ich als Kind mit einem mentalen Alter von über 100 ausgestattet war. Das verringerte sich nach und nach und mit dem Übergang ins Erwachsenenlebens synchronisierte es sich mit meinem biologischen Alter.

Medizintourismus

Die Welt in der wir leben. Unvorstellbar unbarmherzig.

Feiertagsmelancholie

Hab mich dem Pollenalarm schon lang ergeben, aber sie greifen weiter an.

Also einfach fallen lassen und kraftlos in den Seilen hängen, dachte ich mir. Inspiration und Kreativität ist leider keine Nebenwirkung der Allergie. So bleibt mir nur, der Melodie der Feiertagsmelancholie zu lauschen.

Faschismus bleibt faschistisch

Faschismus bleibt faschistisch und Frieden geht nur ohne Waffen.
Das ist mein Statement, aber die Nachrichten sagen etwas anderes. Die Kulturnachrichten noch mehr.
Krieg liegt in der Luft. Krieg, Gewalt und Blut.

(Mir gehen noch viele Formeln durch den Kopf, aber wer würde sie verstehen – und lesen wollen?)

Traurig-schön

Lässt sich nur mit angehaltenem Atem lesen.

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