Beklemmende Vergangenheit

Das Klapperfeld in Frankfurt war früher ein Abschiebegefängnis. Auf mich wirkt es immer sehr beklemmend.
Es atmet seine Vergangenheit richtig aus. IMG_20150830_201422
Andere Menschen empfinden das anders. Die erfreuen sich am Sommerfest, der Flüchtlingsinitiative im Innenhof. Mit Musik und Luftballons wird gegen den schlechten Atem der Vergangenheit angegangen.

Sommer 2001

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Aus dem Jahr 2001 gibt es keine persönlichen Aufzeichnungen mehr von mir. Nur ein paar wenige Mails. Vereinzelt. Das Foto zeigt viel von meiner Persönlichkeit. Jedenfalls ist das mein Eindruck, aber die Erfahrung zeigt, dass zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung Welten liegen können.

2001 – so viele Erinnerungen. So viel Freude, so viel Schmerz, so viel Leben, so viel Tod. In meiner kleinen Welt und in der großen.

In Bezug auf die große Welt war ich sehr pessimistisch im Herbst nach dem magischen Datum. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Welt wieder so werden könnte wie vorher. Und so kam es ja auch. Allerdings etwas anders als ich es mir vorstellte.
Die große Welt krachte danach wie die Zwillingstürme zusammen. Heimlich still und leise fiel sie unter dem Gewicht dessen, was sie Sicherheit nennen in sich zusammen.
Meine eigene kleine Welt rollte sich zu meinen Füssen zusammen. Ich hab sie gelüftet, ausgeklopft und wieder in Form gebracht. Mir mein Schneckenhaus wieder angezogen und auf bewährtes Mass gebracht.
Die Trauerfahne gehisst und vorher neu eingefärbt. Schwarz reicht nicht aus, um zu trauern.
Nein, schwarz reicht nicht aus.

Fortsetzung

Es gibt jetzt einen vierten Millennium-Band um die Protagonisten Mikael Blomqvist und Lisbeth Salander. Geschrieben hat ihn der Schwede David Lagercrantz.
Die Wellen schlagen jetzt hoch, denn es stellt sich die Frage, wie respektlos das ist.
Abgesehen von der Frage, wie respektlos und unanständig es überhaupt ist, so eine Menge Geld mit Markenrechten und anderem Kram zu verdienen, sowie der Unverschämtheit, die Lebensgefährtin von Stieg Larsson so abzuservieren, könnte es nach meiner Ansicht ganz, ganz viele verschiedene Fortsetzungen geben. Lisbeth ist eine Figur, die viel hergibt. Sie hat noch viele Facetten, die noch gut ausgemalt werden könnten.

Ein bunter Strauß Lisbeth-Fortsetzungen wäre mein Traum.

Kackbraun

Sachsen in kackbraun. Einfach mal die Gegen-Rechts-Veranstaltungen verbieten und Polizeinotstand ausrufen. Alles was sich falsch machen lässt wird falsch gemacht. Eine Region versinkt im kackbraunen Sumpf.
Es stinkt gewaltig aus der Richtung Polizei und Politik. Die Trendfarbe ist längst durch gesichert.
Angst ist kein guter Ratgeber.

Pause

Die Pause als soziale Errungenschaft.

Wir sollten sie nicht auf den Opfertisch der Arbeit legen.

Symbole

Mein linkes Auge tränt.
Psychosomatisch bin ich sehr einfach gestrickt.
Der Körper reagiert so gut er kann auf die Leiden der Seele.

Die Würde des Menschen ist verhandelbar in diesen Tagen. Antastbar. Austauschbar.

Jedenfalls in der Praxis. Auf dem Papier ist sie unantastbar.

Seit wann ist das Grundgesetz ein Stück Papier geworden?

Es ist wie in einer Zaubershow: Einmal nicht richtig aufgepasst und schon werden Menschenrechte in den Zylinder gesteckt und herausgezogen werden bunte Girlanden nichtssagendes Papier.

Spaß

Mein Unterbewusstsein amüsiert sich köstlich über mich. Das lassen meine Träume vermuten. Allerdings bin ich darüber etwas beleidigt und frage mich, warum es sich nicht mit meinem Bewusstsein gemeinsam amüsiert. Sie ja öde sonst. Und etwas überheblich.
Aber ich will nicht meckern, wenn ich schon die Spaßbremse verkörpern soll.

Immerhin: mein Unterbewusstsein rebelliert auf charmante Art.

Selbstbildnis

Selbstbildnis als gestresste Erdbeerpflanze.

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Heute Weltschmerz und Schwermut im Angebot. Bloß nicht in homöopathischen Dosen genießen, sie entfalten sonst ihr Aroma nicht genügend.

Rein und raus

Was meint ihr: Wie viele Menschen sind 2013 aus Deutschland ausgewandert?

Zahlen, die erden und meine Vermutung bestärken, dass die Zeltlager im Zusammenhang mit der unterlassenen Hilfeleistung zur medialen Inszenierung gehören. Ziemlich schäbig das Ganze.
Und brenzlig.
Im wahrsten Sinn des Wortes. Des Flirt mit dem rechten Rand führt leicht zum Flächenbrand.

Vorboten

Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung
Bei Telepolis schreibt ein ehemaliger Asylrichter über die zunehmenden Flüchtlingsströme.

Eine Lösung dagegen? Militärische Abenteuer einstellen.
Tja, die NATO wütet sich durch die Welt und hier sorgt der braune Sumpf für Angst und Schrecken. Passt irgendwie gut zusammen.

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