Ist Technologie gut oder schlecht für die Demokratie

Ist Technologie gut oder schlecht für eine Demokratie!
Wer weiß ganz sicher eine Antwort auf diese Frage: Edward Snowden.

Eine tricky Videoantwort.

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Heimstraße 52

Geld verdienen, um ein sorgenfreies Leben führen zu können, das ist die Motivation von Gül und ihrem Mann Foat, um sich in den 1970ern von der Türkei aus nach Deutschland aufzumachen.
Gül, die Tochter des Schmieds, steht im Mittelpunkt dieses Buchs. Sie leidet unter der anfänglichen Trennung von ihren Kindern und an deren Entfremdung. Sie beobachtet die neue Kultur, die sie umgibt genau und weiß doch schnell, dass sie nicht gewollt ist.
Ein Leben, das zwischen zwei Welten stattfindet. Nicht mehr hier und noch nicht dort.

Geschrieben ist das Buch in einer ruhigen, klaren Sprache.

Mir hat es sehr gut gefallen.

Vorräte als Teil der Zivilverteidigung

Öffentlichkeitswirksam ist die Nachricht vom neuen Zivilverteidigungskonzept mit einem fetten Rumms mitten im Sommerloch gelandet. Vorräte sollen wir uns anschaffen. Wenn ich es recht verstehe dann deshalb, um die Haftung vom Kollektiv auf die Individualebene zu verschieben. Haben wir ja gelernt in den letzten Jahren. Die Risiken der kleinen Menschen werden auf deren Schultern abgeladen, die Ruinen der großen Banken werden vom Staat saniert.

Alles klar. Vorratshaltung durch den Staat ist viel professioneller und nachhaltiger. Wie sollen die Ein-Personen-Haushalte das hinbekommen? Lebensmittel, die im Notfall ohne Energie zu verarbeiten sind? Alles klar.

Der Staat kümmert sich halt lieber um die Vorratsdatenspeicherung als um die Vorräte. Wo kämen wir da hin, wenn der Staat sich um seine originären Aufgaben kümmern würde?

Wir gehen seltsame Wege in einer merkwürdigen Zeit.

Unendliches Spiel

Das größte Hörspiel aller Zeiten.

„Unendlicher Spaß“ heißt der Roman von David Foster Wallace und nun wurde daraus ein wunderbares Hörspiel. Jede der 1404 Seiten von einem anderen Menschen eingelesen und dazu Musik von der „Goldenen Maschine“, die eine sich ständig wandelnde Musik komponiert.

Im Moment ist das Hörspiel noch im Aufbau.

Die Idee und die Umsetzung ist ganz fantastisch!

Verbote

Viele Menschen mögen Verbote. Habt ihr das mal beobachtet? Wie manche Menschen aufblühen, wenn es wieder ein neues Verbot gibt?
Das ist ihre Vorspeise. Das Rezitieren der Verbote. Gut, dass sie nicht in einer Zeit geboren wurden, wo es nur Gebote gab. Grauslig. Ganz grauslig. Kein einziges Verbot und nur zehn Gebote.
Zum Glück sind wir über diese Vorzeiten hinweg und verfügen über ein etabliertes Rechtssystem und eine Verwaltungsbürokratie, die die Verbotskultur sorgfältig und nachhaltig pflegt.
Ah, was ist es doch schön, andere auf ihre Verbotsübertretungen aufmerksam zu machen! Was für ein schmackhaft es Hauptgericht.

Es gibt Menschen, die machen ein Hobby für sich daraus. Jeden Tag ein paar Verbotsübertreterinnen dingfest machen! Das ist ein Spass!

hinhalten

die leichte Schulter
an die Wange
halten

die hingehaltene
nie schlagen

Eine treue Frau

„Eine treue Frau“ von Jane Gardam stellt mich vor ein Problem. Es ist ein Buch, das ich gut finden wollte. Ich hatte schon viel über die Schriftstellerin gehört und immer nur Gutes. Große Namen wie Jane Austen, Emily Brontë und Charles Dickens fallen in den Rezensionen. Aber mich hat das Buch enttäuscht.

„Eine treue Frau“ ist der zweite Teil einer Trilogie, die mit „Ein untadeliger Mann“ beginnt. Da es nicht als Fortsetzung, sondern als Perspektivwechsel angelegt ist – die Ehe wird hier aus Sicht der Frau beschrieben – habe ich gleich zu der Perspektive der Frau gegriffen.

Die Geschichte einer langen Ehe muss schon sehr gut erzählt werden, damit sie gute Literatur wird. Davon finde ich in diesem Text wenig. Die Sprache ist blass, die Figuren gewöhnungsbedürftig bis ärgerlich. Die Figur des kleinwüchsigen Anwalts Albert Loss durchgehend als unheimlichen, dämonischen Zwerg auftauchen zu lassen, ist übel. Zumal er für den Verlauf der Geschichte kaum von Bedeutung ist.
Mag sein, dass mich auch die Thematik der klassischen Dreiecksgeschichte in Verbindung mit dem melodramatischen Kinderbezug nicht anspricht.

Selbstbild

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Durch Snapchat verändert sich meine Sicht auf mich. Nur langsam lebe ich mich ein und schon sind andere dabei es zu verlassen und zu Instagram Stories zu wechseln.
Mir macht es immer noch großen Spaß auf Snapchat und langsam gewöhne ich mich daran, mich selbst zu betrachten.

Als introvertierte Frau konfrontiere ich mich nicht oft mit meinem äußeren Erscheinen. Ich bin so beschäftigt mit meinen Gedanken, mit Lesen, mit meinem Innenleben und muss meine mir verbleibende Aufmerksamkeitsspanne für das Äusserliche bei der Arbeit bis an den Anschlag belasten, dass für die Freizeit meine Priorität fast immer auf Intro eingestellt ist.

Mit snapchat ändert sich das ein bisschen. Vielleicht ist snapchat für mich das, was für andere PokemonGo ist?

Auf einem anderen Extro-Level, aber so ähnlich.

Womansart

Womansart – ein wunderbares Blog über Werke von Künstlerinnen aus allen Kontinenten

Ich habe es über Twitter entdeckt. Es ist so faszinierend sich an purer Frauenkunst statt zusehen.

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