Feierabend

Mich müde seufzen
bis der Staub der Arbeit
von meiner Seele bröckelt

Zustandsbeschreibung

Der Tag ist über mich hereingebrochen wie eine Lawine im Abgang.
Bin früh aus dem Haus und hab mich am vollen Mond orientiert. Im Morgengrauen sorgfältig meine ToDo-Liste verfasst und mich in die Arbeit eingebuddelt.

Das ging nur ansatzweise gut.
Der Tag überhäufte mich mit Unwägbarkeiten. Mit Möglichkeiten und Optionen, die dann doch nicht zur Verfügung stehen.

Übrig bleibt die angefangene Liste. Die Energie hat sich in Rauch aufgelöst, Der Weg verleugnet sein Ziel. Morgen bleibt keine Zeit für einen Neustart. Keine Zeit.

Das sagen wir alle.
Wer Zeit hat, muss was verbergen. Sollte sich verstecken.
Wir schützen unsere Werte und handeln mit Lebenszeit.

kein Krieg

„Ich wollte mithelfen, dass die Welt keinen Krieg mehr erleben muss.“
Annemarie Renger

„Meine Worte sind meine Waffen.“
Rigoberta Menchú

Homöopathie-Debatte

In meiner Timeline poppt die Homöopathie-Debatte hoch.
Konkret die Fragestellung, dass viele Krankenkassen homöopathische Produkte bezahlen und meine Timeline das als ein Skandal empfindet.
Homöopathische Wirkungen seien nicht bewiesen, deshalb dürften sie von der Krankenkasse nicht bezahlt werden. Die Timeline schreit auf. Die Fakten seien auf ihrer Seite.

Sie sind laut, sehr laut. Aber nicht so laut, dass sie die Schmerzen und Leiden, der von traditionellen Methoden geschunden Körpern und Seelen, übertönen könnten. Für die haben sie keine Lösung. Sie wissen halt was richtig und falsch ist und wofür „ihr“ Geld ausgegeben werden soll und wofür nicht.

Mich verwundert immer wieder die Heftigkeit, mit der diese Diskussionen ausgetragen werden. Wie einfach ein Standpunkt gefunden wird – in dem Fall aus der Perspektive der relativ guten Gesundheit – und dann losgepoltert wird.

Es gäbe so viele andere Ausgangspunkte, um zu poltern. Gerade bei den Krankenkassen. Gerade über die Ungereimtheiten des Sozialversicherungssystems. Aber die sind halt etwas kompliziert anzugehen. Außerdem gäbe es da – außer schwarz und weiß – noch graue Schattierungen im Meinungsaustausch. Die wollen wir lieber nicht.

Es geht offensichtlich mehr ums Recht haben, Recht behalten.

Frühlingserwachen

Die Vögel sind nicht zu überhören. Singen, kann eine den Lärm, den sie verbreiten, nicht nennen. Es geht um Sex. Zunächst um Sex. Sie müssen sich beeilen. Die Zeit vergeht schnell. Allerdings dürfen sie auch nicht zu früh dran sein. Timing ist alles, wenn du ein Vogel bist und deinen Nachwuchs großziehen willst.

Jedes Frühjahr ein Neubeginn. Jedes Frühjahr eine Ansammlung historischer Ereignisse.
Immer wenn mein Leben bebte, war es Frühling.

Das Frühjahr ist eine gute Zeit um neu anzufangen. Oder sich zu besinnen.

Im Frühling erwacht die Sehnsucht.

feministische Demokratie

Die Zukunft der Demokratie wird feministisch sein oder sie wird sterben.

Wir stehen am Scheideweg und werden Zeitzeuginnen sein. Untergehen oder die Prioritäten der Gesellschaft neu sortieren?
Die Arbeit mit den Menschen und für die Menschen wertschätzen.

Wirtschaft ist Care – oder die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen

Care Revolution

Alles Gute zum Frauentag

As we go marching, marching
In the beauty of the day
A million darkened kitchens
A thousand mill lofts grey
Are touched with all the radiance
That a sudden sun discloses
For the people hear us singing
Bread and roses, bread and roses

grauer Morgenhimmel

Wer tröstet den grauen Himmel?

Ich ziehe mir die Decke über den Kopf und lese noch eine Runde. Ich lese, lese, lese.
Muss das Haus nicht verlassen. Stell die Heizung an und mache es mir warm.
Ich habe einen weiteren Lampenschirm bekommen.
Kann also weiterarbeiten an einem neuen Projekt. Muss jetzt erstmal wieder neues Garn spinnen und verzwirnen.

Meine Bedürfnisse sind überschaubar. Das liegt am Lebensalter und der Lebensfülle.

erleuchtet

Seit gestern hängt die Lampe. Das Foto zeigt sie leider nicht in ihrer vollen Pracht. Sie ist nach mir geraten und nicht sehr fotogen.
Jetzt leide ich an Projektentzug und muss mir ein weiteres Lampendrahtgestell suchen.
Hat jemand von euch noch zufällig eins übrig? Die Drahtgestelle sind still und leise ausgestorben. Aber vielleicht hat bei euch ja noch ein Exemplar überlebt?

In der Nacht ist mir etwas eingefallen, das ich unbedingt bloggen wollte. Heute morgen wusste ich auch noch, was es war, aber die Sammelmappe war wieder durch den Angriff blockiert und jetzt ist der Anlass für immer in meinem Unbewussten verschwunden. Verdrängt und vergessen.

So schnell geht’s.

Too much suicide

Hier ein Link zu einem umfangreichen Artikel über Virginia Woolf. Es geht vor allem darum, wie sie wahrgenommen wird. Die Verzerrung der Sicht auf ihre Person durch die Selbsttötung.
Die eingeschränkte Perspektive auf ihr Leben und ihre Persönlichkeit.

Hier ein zweiter Link auf eine animierte Einführung in ihr Leben und Werk auf Open culture.