Journal12092020

Heute morgen wieder zu Fuss durch das Viertel gestreift. In dieser Wohngegend packt die Obdachlosigkeit ihre Armut in ein gefälliges Gesicht. Eine halbe Stunde später, dann ist von ihren Schlafplätzen nichts mehr zu sehen. Kein Krümmelchen, kein Müll, kein unangenehmer Geruch. Sie können nur bleiben, wenn sie unsichtbar sind. Den Sinnen nicht zugänglich.

Und sie beherrschen das alle auf ihre Art. Die große Gruppe Sinti und Roma, die traumatisierte Frau, die beiden Wandervögel.

Wie viel mehr Obdachlosigkeit noch da sein mag, die ich komplett nicht sehe, weiß ich nicht. Die Statistik sagt: ne ganze Menge.

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