Journal20260625
Diesen Tag hatte ich mir anders vorgestellt. Den Morgen des 100sten Geburtstag von Ingeborg Bachmann wollte ich eigentlich im Studio verbringen. Aber das hat nicht sein sollen. Die Umstände erspare ich der Sammelmappe, mein Körper zeigt mir manchmal Grenzen auf und dann hilft nur: mich darauf einstimmen und weitermachen. Schade, aber nicht zu ändern. Jedenfalls konnte ich dann trotzdem noch drei Texte und drei Diskussionen im Fernseh-Garten verfolgen. Schon beim ersten Text ging es mir an und unter die Haut, den zweiten Text betrachtete ich mit einer Abstandsbrille und den dritten Text fand ich witzig und das will was heißen.
Der Nachmittag führte zu einem Ausfall meinerseits und gegen Abend konnte ich wieder einsteigen beim Geburtstagsfest in der Henselstraße, wo Ingeborg Bachmann als Kind und Jugendliche aufwuchs.
Jetzt bin ich wieder da, wo ich schon öfter war: Es gilt Kräfte einteilen und vorsichtig sein. Nicht über die Stränge schlagen. (Kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das zum letzten Mal tat.)

