Journal20260706
Ingeborg Bachmann – Jemand, der ich einmal war.
Das Publikum in der Sonntagsvorstellung am Mittwoch war zu 98% weiblich und zu gefühlt 80% über 80 Jahre alt. Einige von den Frauen, waren sicher schon lange nicht mehr im Kino gewesen und haben sich in den Saal geschleppt, um den Film mit Sandra Hüller über Ingeborg Bachmann zu sehen.
Auf mich wirkte er sehr berührend und genauso wie ich es mir gewünscht hatte, nachdem ich den Trailer dazu so oft sah.
Die Mischung aus Spielszenen und dokumentarischem Material war gelungen und die Atmosphäre des ganzen Films war intensiv ohne düster zu werden. Viele der Zitate, die im Film vorkamen kannte ich. Das schuf bei mir eine große Vertrautheit. Es war schön, dass der Film ohne Klatsch auskam. Ich hätte ihn umgehend noch ein zweites Mal anschauen können, so sehr war ich im Bann dieses Films. Für diesen Film, die besten Szenen und Zitate auszuwählen ist sicher ein schwieriges Unterfangen. Es hat sich gelohnt.
Für mich auf jeden Fall und ich bin sicher, dass es den Ü 80 Frauen, die sich am Sonntag ins Kino schleppten ähnlich ging.
Einmal muss das Fest ja kommen.

