Die Liebe zum Meer

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Die Liebe zum Meer im Sprachgewirr.

So ein Innenminister

So ein Innenminister – der darf das. Das ist sein Job sozusagen. Der muss geradezu dafür plädieren, dass sein Geheimdienst geheim agieren kann. (Nicht dass das richtig wäre, aber das ist eine andere Geschichte.)
Sein Job ist es aber nicht, für die Kultur und die Wissenschaft zu sprechen.
Und es ist nicht Job der ZEIT einen Innenminister dafür eine Plattform zu geben.

Ich wiederhole mich – und werde es noch ganz oft tun – es kann keine Demokratie mit Massenüberwachung geben. Das schließt sich aus und deshalb ist Massenüberwachung  auch so gefährlich.
Mindestens genauso wie die meisten Innenminister.
Die Leute sollen nicht so viel von sich bloß geben im Internet, meint so ein Innenminister. Allerdings spricht er nicht vom Homebanking, vom Medikamentenversand, von Wissensbeschaffung  … Er streut erfolgreich Sand in die Augen derer, die es nicht wissen wollen. Die Massenüberwachung  trifft längst nicht mehr nur die, die sich bloss stellen wollen. Sie betrifft uns alle, bis in den intimsten Bereich und es bedarf ziemlich durchorganisiertem konspiraten Verhaltens um ihr zu entgehen.

Habe ich etwas zu verbergen? Die Frage lautet immer auch: vor wem? Selbst wenn ich vor meinem Liebsten nichts zu verbergen habe, gibt es viele Adressaten vor denen das nicht zutrifft.

Wenn ich nicht mehr das Recht habe etwas zu verbergen, ist mir die Freiheit genommen. Mit allen Konsequenzen.

Graffiti in Strick und Häkeldesign

Llanca begrüßt mich mit dem schicksten Strickgraffiti und ich fotografiere die Straße.

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Ein Indikator für Regen im Süden: ich bin in der Nähe.
Die Regengöttin liebt mich und ich bin glücklich, obwohl ich die Liebe der Regengöttin nicht erwidere.

Wenn eine ihre Privilegien je genossen hat, dann muss ich das gewesen sein.

So viele Gedanken, so viel im Kopf, so viel Liebe, so viel Glück.
Seid achtsam, es ist wichtig.

Außer Reichweite

Anne hat eine Facebook-Seite gegen Massenüberwachung angelegt.
Ein Widerspruch?
Aus meiner Sicht nicht. Ich betrachte Facebook als einen virtuellen, öffentlichen Raum. Er ist genauso von Überwachung betroffen, wie die öffentlichen Räume des Reallife – falls der Begriff noch angebracht ist. Aber er ist eben auch der Raum, in dem auf das Thema aufmerksam gemacht werden kann.

Außer Reichweite – wir brauchen viele Menschen, die sich dafür interessieren und das Thema weiter verbreiten.

Massenüberwachung und Demokratie schließen sich gegenseitig aus.

Die wahren Verfassungsschützer

Auf Twitter gefunden:

der Punkt ist doch dass in der gegenwärtigen Situation die #Whistleblower die wahren Verfassungschützer sind

Privilegien

Ich lese mich voller Pietät durch die Nachrufe von Frank Schirrmacher. Die alte und neue Bundesrepublik ein einziger Herrenclub. Das typisch deutsche daran: dass sich sogar eine Angela Merkel in den Herren Club einfügen kann.

Erleichterung kommt durch den Tweet von Antje: Warum etwas, wofür wir bei Marie Antoinette den Kopf schütteln, bei Schirrmacher plötzlich cool ist, verstehe ich allerdings nicht.

Genau das ging mir seit zwei Tagen durch den Kopf. Ich bin nicht radikal genug. Sie spielen mit ihren Privilegien und mit uns. Frank Schirrmacher am Besten. Er war einer der besten Jongleure in diesen Spieldisziplinen.

Und sie werden weiter mit uns spielen, wenn wir es zulassen. Sie spielen WM auf allen Kanälen und in allen Sendungen, für das Brot sind die Tafeln da und Demokratie wird in 90 Sekunden Gesetzeslesungen gemacht.
Zauberer sind sie alle.

Ich bin nicht so radikal, dass ich meinen moralischen Ansprüchen genüge. Das ist bedauerlich.

Kriegsführung

Trolle sind Kriegswaffen.

Krieg wird durch das Wort geführt.
Damals wie heute. Waffen alleine reichen nicht, erst die passenden Worte dazu sorgen für Unterstützung.
Den Krieg der Bevölkerung schmackhaft machen. Bis sie ohne ihn nicht mehr leben kann. Bis alle Menschen nach ihm rufen: Sicherheit, Ehre, Ordnung oder weil wir die Guten sind – das sind die Ziele, die die Sprache uns weiß machen will. Geld und Macht sind meistens die einzigen Ziele, die bleiben, wenn die Fassade fällt.
Sprache spielt immer eine große Rolle beim Krieg und so wundert es nicht, dass es Truppen-Trolle gibt. Oder auch Troll-Truppen, die Facebook und andere Social-Media-Diskussionen kapern.
Dass Putin dabei erwischt wird und die anderen nicht, ist vielleicht kein Zufall. Zum einen weil er gerne seine Macht demonstriert, zum anderen weil die Gerechten gerne mit dem Finger auf ihn zeigen, auf dass wir ihnen eine Oligarchie als Demokratie abkaufen.

Erfolgreich

Der Tag heute war sehr erfolgreich für mich. Nicht äußerlich, eher innerlich. Ich hab viel mentale Energie in diesen Arbeitstag gesteckt – und eher wenig Hoffnung gehabt, dass sie sich auszahlt.

Aber es hat sich gelohnt. Es fühlt sich gut an. Obwohl es so viel Kraft gekostet hat.

Sexistische Drohnen

Sexistische Drohnen oder doch eher Drohnen, die im Auftrag des Sexismus unterwegs sind. Sexuelle Belästigung aus der Luft.

Wahrscheinlich wieder mal: als Kompliment gedacht.
Hat aber leider mehr mit frauenverachtenden Gewaltverbrechen zu tun als mit Komplimenten.

Sicher bloggen

Sicher bloggen im Sinne von ungefährdet bloggen.

Sicher bloggen im Sinne von ganz bestimmt bloggen.
Sicher bloggen im Sinne von kompetent bloggen.

Oder vielleicht einfach nur bloggen?

Die Sammelmappe und ich, wir sind ein bisschen auf Abstand gegangen. Unsere Beziehung ist von emotional auf sachlich, technisch gewechselt. Vielleicht lag das daran, dass ich in den letzten Monaten nicht zu viel von mir preisgeben wollte. Den geheimen, inneren Schatz hüten, damit die Götter nicht eifersüchtig werden.