Länderdomino bei ACTA

Bisher haben Lettland, Polen, Slowakei und Tschechien einen Stop der Ratifizierung des ACTA-Abkommens angekündigt. Das ist zwar nicht das Ende von ACTA, aber die Proteste werden von den dortigen Regierungen wahr- und ernst genommen. Währenddessen laufen die Vorbereitungen für den großen Anti-ACTA-Aktionstag am kommenden Samstag, den 11. Februar, weiter. In mehr als 50 deutschen Städten sind Aktionen und Demonstrationen angekündigt, zu denen sich zumindest auf den jeweiligen Facebook-Seiten insgesamt zehntausende Menschen angemeldet haben.

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Ein einsamer Titel

der seinen Text sucht.
Und ich suche ihn heute, den Text. Ich suche ihn, wie ich ihn so oft suche, hier, in der Sammelmappe und auch für’s Leben. Aber ganz besonders hier.
Die Sammelmappe ist der Stamm an dem ich mich wetze. Sie ist der Spiegel in dem ich mich ansehe, sie ist das Maß der – nicht aller Dinge – aber der Dinge, die für mich sagbar sind. Der Dinge, die erzählbar und beschreibbar sind. Sie ist das Maß an dem ich mich messe, wenn ich wissen will, ob das Innere nach außen taugt und ob das Außen auch wirklich noch ich bin.
Ich suche meinen Text wie ich mein Leben untersuche, es mir durchdenke. Ich suche meinen Text von dem ich weiß, dass er ursprünglich nicht für Worte geeignet ist, nicht für Sätze, nicht für Seiten.
Hier wird der Lebenstext gesucht, manchmal der Liebestext. Ein hoher Anspruch, wie ich selbstverständlich weiß und fühle. Die Traumtänzerin tritt in ihre Wort-Fußstapfen. Versteckt sich hinter kryptischem Code, und hält dann doch die Maske hoch, die ihre Identität verrãt.
Ich suche meinen Text, wie der Titel seinen sucht.

Und finde immer wieder: Liebe.

Hoffnungsvoll

Es war einmal eine Biene
die kam unter eine Lawine
da dachte die Biene voller Vertrauen

???

Lebensangst

In Erwägung, daß ihr uns dann eben
Mit Gewehren und Kanonen droht
Haben wir beschlossen: nunmehr schlechtes Leben
Mehr zu fürchten als den Tod

Hab es notiert und weiß nicht mehr von wem es ist.

Literaturpreis

Ein Literaturpreis wird auf der Insel vergeben. Herzlichen Glückwunsch!
literaturpreis isla volante

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Schnee
Kaum legt sich der Schnee über die Straße, die Laternen und über den zugefrorenen Fluss, beginne ich mich wie ein Kind zu fühlen. Mein Herz erfreut sich am Weiß, das die Welt bedeckt und an der ungewohnten Dämpfung, die die Laute erfahren. Schnee – das ist genau das richtige für Leisetreterinnen und Traumtänzerinnen. Nur beim Schlittschuhlaufen muss ich passen.
Das überlasse ich anderen.

Abgewürgt

Ich erzähle mir selbst eine Geschichte, bin die Haupterzählerin, die Strippenzieherin meines Gemüts, die Regiseurin meiner Liebesträume. Alle meine Liebesträume sind auf Happy End angelegt und erreichen doch nie ihr Ziel, weil sie ins Stottern kommen; lang bevor das Ende in Sicht ist.

Eingegrenzt

goldenes Licht
strahlt durch die Äste
die dir die
Aussicht verbergen

Feierabend

Der Blick von der Brücke auf die zugefrorene Lahn. Noch bin ich nicht angefroren oder eingefroren, aber mein Atem lies heute morgen schon den Schal gefrieren. Wer weiß, was mich morgen erwartet. Die Abgase der Autos sind beim morgentlichen Berganstieg besonders störend und fühlen sich ganz und gar nicht schadstoffarm an. Das was da in meiner Lunge landet kratzt ganz schön.
gefrorene Lahn

Bloggend leben

Ich weiß, daß es einige wenige Leser gibt, die fast jeden Eintrag meines Blogs lesen und immer schon auf den nächsten warten. Irgendwie ist es ein seltsames, aber auch gutes Gefühl, wenn das eigene Leben für andere so interessant ist. Und da macht man gerne den Unterhalter, aber natürlich schreibe ich nicht nur, um zu unterhalten, sondern auch für mich selbst. Doch manchmal wird die Tatsache, Leser zu haben, auch zu einem verpflichtenden Selbstläufer, wegen dem man fälschlicherweise meint, in den Einträgen immer noch humorvoller, poetischer, brisanter und intelligenter sein zu müssen.
Zur Träumerin zwischen den Welten