Vielleicht auch Frühling

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Immer noch Weihnacht

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Sehen – Fotos von Blinden

Wie nimmt man Räume wahr, wenn man sie nicht sehen kann? Ein Fotograf hat Blinde gebeten, vertraute Orte zu fotografieren – und zu erzählen, was die Aufnahme ihrem Gefühl nach zeigt. Bilder eines beeindruckenden Experiments.

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Traumfrei

aber was wird
wenn die einzige
Rettung
die Realität
bleibt?

Die Fotos

Die Fotos vergesse ich immer noch. Bin so schnell überfordert von den visuellen Eindrücken und doch so geblendet davon. Würde sie gerne zeigen. Herzeigen. Zur Not auch eine Audiodatei einspielen: Hört ihr das auch?
So klingt das Leben.

(Und so und so und so. – ich nehme es zur Kenntnis und bin gleichzeitig gerührt davon.)

Immer noch Weihnacht

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Hach

Hach, sagen die jungen Mädels auf Twitter. Kann sein, dass es das Lebensgefühl ist, das ich meine, wenn ich „Ach ja“ seufze.

So viel gehört gar nicht dazu, dass das Leben rund und fließend ist. Diese Tag fühlen sich stimmig an. Außen und innen. In der Ferne und Zuhause.

Lebensglück?

Unberührbar

die Hand
kann ich nicht
so weit reichen

nicht bis zum rettenden
Ufer
nicht bis zu
dir

nicht mal dein
Schatten
ist berührbar

Angekommen

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Brief an D.

»Du wirst zweiundachtzig. Du bist sechs Zentimeter kleiner geworden, du wiegst nur noch fünfundvierzig Kilo, und immer noch bist du schön, graziös und begehrenswert. Seit achtundfünfzig Jahren leben wir nun zusammen, und ich liebe dich mehr denn je. Wieder trage ich eine verzehrende Leere in meiner Brust, die einzig die Wärme deines Körpers an dem meinen auszufüllen vermag.«

So beginnt die Liebesgeschichte von André Gorz, die er seiner Frau Dorine widmet.

Gute Zitate dürfen gerne auch mehrfach in die Sammelmappe. Oben der Beginn von Brief an D. und nun der Schluss:

Ich will nicht bei Deiner Einäscherung dabei sein; ich will kein Gefäß mit Deiner Asche bekommen. Ich höre die Stimme von Kathleen Ferrier, die singt: ” Die Welt ist leer, ich will nicht leben mehr.”, und wache auf. Ich lausche auf deinen Atem, meine Hand berührt Dich. Jeder von uns möchte den anderen nicht überleben müssen. Oft haben wir uns gesagt, dass wir sollten wir wundersamerweise ein zweites Leben haben, es zusammen verbringen möchten.”

Geschrieben hat André Gorz den Text zwischen März und Juli 2006. Im September 2007 nahm sich das Ehepaar gemeinsam das Leben.