Vincent – Freiheit

Manchen Blogs möchte man am Liebsten die kalte Schulter zeigen; oberlehrerhaft scheint ein Schlagwort zu sein, unter dem sich so viele einordnen lassen. Wir wissen alles besser – wir wissen was richtig ist – wir wissen, wer im Unrecht ist – und vor allem wissen wir wie es weiter geht und was wir uns für euch alle wünschen.
Nun ja, so bloggen sie sich gegenseitig hoch.

Ich versenke mich weiter in die Vincent-Lektüre.

Das gelbe Haus in Arles - Vincent van GoghDas gelbe Haus in Arles – Vincent van Gogh

“Wenn man aus einem Gefängnis herauskommt, in dem man lange gewesen ist, gibt es Momente, wo man sogar nach dem Gefängnis Sehnsucht hat, weil man sich ohne Halt fühlt in dieser sogenannten Freiheit.”

” … aber wir spüren bitter wirklich, wie wenig wir sind, und daß wir, um ein Glied in der Kette der Künstler zu sein, wir einen harten Preis zahlen mit unserem Blut, unserer Jugend, unserer Freiheit, deren wir niemals froh geworden sind …”

Wetterwendig

Das Wetter bläst mich ziemlich durch. Auf dem Spazierweg am Neckar entlang lagen gestern dicke Äste, der Sturm hat die Bäume sehr zerrupft. Auch heute morgen war es noch frisch und stürmisch, aber langsam setzt sich die Sonne durch und wärmt.

Ich gehe noch ein bisschen in mich, lasse mich durchpusten und durchwärmen.

Sternenhimmel

Sternenhimmel - Vincent Van GoghSternenhimmel – Vincent Van Gogh

Vincent. Ich hatte ihn schon erwähnt und meine Leidenschaft mich durch seine Briefe an Theo zu lesen:
” Gerade im Umgang mit Frauen lernt man so viel für die Kunst.”
” … wir stecken noch in Bedrängnis, die künftigen Geschlechter werden freier atmen können.”
“Man muß im kleinen etwas beginnen, ausharren, viel produzieren mit einem kleinen Kapital, Charakter haben statt Geld, mehr Kühnheit als Kredit.”

Schulbücher sind zu teuer

Stimmt. Dass da noch keiner drauf gekommen ist: Schulbücher sind doch viel zu teuer, wenn sie in gedruckter Form vorliegen – und so altmodisch. Sie veralten ja viel zu schnell. Computer sind viel günstiger und veralten überhaupt nie und man kann sie immer und überall einsetzen, weil sie immer stabil laufen – und überhaupt: Was für ein schönes Gefühl das ist, wenn man über den Bildschirm streichelt.
Ja, das ist doch mal eine gute Idee Geld zu sparen:

Gouverneur Schwarzenegger speckt ab: Nur mehr digitale Lehrbücher für kalifornische Schulen

Arnold Schwarzenegger verordnet den Schülern Kaliforniens mehr digitales Training. Wie der kalifornische Gouverneur ankündigte, soll künftig jeder Schüler in Kalifornien eine “Weltklasse-Ausbildung” erhalten – durch digitale statt gedruckte Schulbücher. Die Initiative, die als US-Premiere vorgestellt wird, entspringt in erster Linie Finanznöten: Die kalifornische Regierung will damit mehrere Millionen Dollar sparen.
weiter bei Heise

I have a dream

Ganz ohne Bezug zu einem historischen Jahrestag, will ich erinnern an den Träumer. Als bekennende Träumerin bin ich eine große Anhängerin diese Träumers, der viel bewegt hat.
Nein, ich bin keine Sozialromantikerin und ja, es lohnt sich zu träumen. Jederzeit. Immer. Die Welt wurde oft verändert, weil Menschen einen Traum hatten. Den Traum von der sozialen Gerechtigkeit.

Eigenes Fenster
Das Video zeigt die vollständige berühmte Rede von Martin Luther King: I have a dream

Sternenhimmel

Eigenes Fenster
Heute nutze ich meine Sammelmappe mal für eine versteckte literarische Anspielung und einen Appell an mich selbst, das Leben nur in den Aspekten ernst zu nehmen, die von Bedeutung sind.

Ich sehe den Sternenhimmel und in ein liebendes Herz – und Menschen, die eine Show veranstalten. Ob alle dabei so viel Spaß haben, wie Hubert Kah bei seinem Nonsens-Auftritt?
Ist nicht wirklich wichtig. Wichtig ist mein Glück, meine Freude und nicht zuletzt mein Auftritt.

Sterne zählen

Draußen regnet es Bindfäden und drinnen sitze ich bei Tee und Müsli und mache mich fertig für die Dienstfahrt. Vieles geht mir durch den Kopf. Durch Kopf und Herz trifft es besser. So ist das Leben, es besteht aus Kopf, Herz, Liebe, Lust, Angst und noch zwei Millionen anderen Zutaten. Mindestens zwei Millionen, aber wahrscheinlich so vielen wie es Sterne am Himmel gibt.
Ich habe als Kind nie versucht die Sterne zu zählen, fällt mir gerade ein. Jedenfalls nicht die am Himmel, höchsten die auf einem Bild. Wahrscheinlich war schon als Kind mein Respekt oder die Ehrfurcht vor der Unendlichkeit des Himmels so ausgeprägt, dass mir das Sterne zählen wie Frevel vorgekommen wäre.
Sterne sind zum Leuchten da. Zum Glitzern und zum Funkel.
Sie sind da, damit uns Menschen nicht unwohl wird, denn fühlen wir uns nicht ein bisschen beschützt, wenn wir in den Sternenhimmel sehen?
Draußen regnet es Bindfäden – und hinter den Wolken funkeln die Sterne.

schweigen

Heute will ich schweigen. Die Stille geniesen. Sie aushalten. Eine Wippe. Tiefes Schweigen. Ratloses Schweigen. Schreiende Seele. So leise. Leise, wispernd. Ssss.
Heute will ich schweigen. Mein Herz einschweigen. Es umschweigen. Hämmernd schweigend. Im Takt. Immer schneller schweigen. Schneller, schneller.
Heute will ich schweigen. Die Worte ersticken. Mit Haut und Haar die Seele erdrücken. Mit Kraft. Bis sie untergeht.

Auf den Kopf gestellt

Es gibt Tage, die stellen alles auf den Kopf. Einfach so. Zack, wird alles um 180 Grad auf den Kopf gestellt. Was wahr war, wird falsch. Was falsch ist, wird wahr. Was gerade begann, wird sofort beendet und was abgeschlossen war, wird neu fortgesetzt.
Alles steht Kopf.

Tee erleben

  • Shui Tang 水堂 bedeutet in Chinesisch:
    Wasser und Ansammlungsort. Ort des Wassers. Ort der Quelle.
    Shui (sui) 美 Tang 堂 bedeutet in Taiwanesisch (meine Muttersprache, die in der Tangzeit als Mandarin gesprochen wurde):
    Schöner Ort.
    Shui水 Tang 湯 bedeutet in Japanisch:
    Heißes und kaltes Wasser
    Ein Ort des schönen Wassers, ein Ort der Ansammlungen von schönen Dingen, ein Ort der Quelle!
    水美堂, Shui Tang in Zürich!