Wir kommen

Wir kommen von Ronja von Rönne ist ein dunkles Buch. Ein Buch über die dunklen Seiten der Menschen. Es handelt vom Traurigsein, vom Alleinsein, von Langeweile, Ziellosigkeit und Entscheidungsschwäche. Vielleicht handelt es auch von der nichtendenwollenden Pubertät der Generation der Nullerjahre – und ein bisschen handelt es auch vom Tod.

Der Plot ist zunächst – bis auf die Viererbeziehung – unspektakulär. Vier erwachsene Menschen, ein Kind und eine Schildkröte verbringen einige Zeit in einem Strandhaus. Die Protagonistin Nora möchte dort ihre Panikattacken kurieren. In einem Tagebuch notiert sie für ihren Therapeuten die Ereignisse und ihre Erinnerungen an die Kindheit.
Auf dem Cover ist ein Streichholz zu sehen. „It’s a match“, sagt der Therapeut, als er ihr das Notizbuch zum Reinschreiben gibt.

Bei mir löst das Streichholz die Assoziation aus, dass hier eine mit Sprache zündelt. Hier weiß eine genau, wie sie ein Feuer entfacht.

Die Sprache in diesem Roman ist wendig und voller Pointen, die mal passen und mal daneben landen.

Augenhöhe

Ruhig bleiben und die Fassung bewahren. Egal was passiert, die Linie nicht verlieren. Gerade aus, wo es möglich ist.

Aber nie
ins offene Messer

Lust am Frust

Die Motivation ist mir unter den Tisch gefallen, jetzt versuche ich es mit der Lust am Frust.

Wieder der Versuch eine Lebensrichtung zu bestimmen.
Nachjustieren und feines Tuning.

Wichtiges steht hinten an.
Oben stehst drei Mal du.

Die Welt reparieren

Coverbild des Buchs "Die Welt reparieren"

Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis

Wenn wir alle ein bisschen mithelfen die Welt zu reparieren, dann wird das vielleicht noch was. Ein Kapitel über Freifunk ist auch dabei.
Das Buch ist als e-Paper auf der Seite verfügbar.

Umtauschmöglichkeit

Diese Arbeitswoche sollte eine Umtauschmöglichkeit anbieten. Ich hätte sie gestern schon zurücktauschen sollen. Mir meine Lebenszeit wiedergeben lassen sollen.

Hessisches Trumpland, wie hast du es so schnell geschafft, das Original zu kopieren?

Verzweifelt versuche ich, den Verstand nicht zu verlieren. Dafür leide ich an einem dauerhaften Kopfschüttel-Syndrom. Das kann nicht sein, das darf nicht wahr sein.
Doch, es ist wahr. Alle diese Geschichten sind wahr. Die Zeiten der Gerüchte sind vorbei. Die Realität ist absurder als erfundene Geschichten sein könnten.

Das kostet Kraft. Viel Kraft. Viel Energie.
Ich halte dagegen, indem ich spinne. Einfach immer weiter vor mich hin spinne, sobald ich Feierabend habe.
Nicht darüber nachdenken. Bloss nicht darüber nachdenken. Sonst reißt der Faden. Jedes Mal.

Alle Schutzschilde aktivieren und den Trumpsinn nicht aus Versehen reinlassen. Sie schaffen sich ihre eigene Welt.
Aber das ist nicht meine.

Was für ein Glück!

Was für ein fucking Glück.

Feierabend

Mich müde seufzen
bis der Staub der Arbeit
von meiner Seele bröckelt

Zustandsbeschreibung

Der Tag ist über mich hereingebrochen wie eine Lawine im Abgang.
Bin früh aus dem Haus und hab mich am vollen Mond orientiert. Im Morgengrauen sorgfältig meine ToDo-Liste verfasst und mich in die Arbeit eingebuddelt.

Das ging nur ansatzweise gut.
Der Tag überhäufte mich mit Unwägbarkeiten. Mit Möglichkeiten und Optionen, die dann doch nicht zur Verfügung stehen.

Übrig bleibt die angefangene Liste. Die Energie hat sich in Rauch aufgelöst, Der Weg verleugnet sein Ziel. Morgen bleibt keine Zeit für einen Neustart. Keine Zeit.

Das sagen wir alle.
Wer Zeit hat, muss was verbergen. Sollte sich verstecken.
Wir schützen unsere Werte und handeln mit Lebenszeit.

kein Krieg

„Ich wollte mithelfen, dass die Welt keinen Krieg mehr erleben muss.“
Annemarie Renger

„Meine Worte sind meine Waffen.“
Rigoberta Menchú

Homöopathie-Debatte

In meiner Timeline poppt die Homöopathie-Debatte hoch.
Konkret die Fragestellung, dass viele Krankenkassen homöopathische Produkte bezahlen und meine Timeline das als ein Skandal empfindet.
Homöopathische Wirkungen seien nicht bewiesen, deshalb dürften sie von der Krankenkasse nicht bezahlt werden. Die Timeline schreit auf. Die Fakten seien auf ihrer Seite.

Sie sind laut, sehr laut. Aber nicht so laut, dass sie die Schmerzen und Leiden, der von traditionellen Methoden geschunden Körpern und Seelen, übertönen könnten. Für die haben sie keine Lösung. Sie wissen halt was richtig und falsch ist und wofür „ihr“ Geld ausgegeben werden soll und wofür nicht.

Mich verwundert immer wieder die Heftigkeit, mit der diese Diskussionen ausgetragen werden. Wie einfach ein Standpunkt gefunden wird – in dem Fall aus der Perspektive der relativ guten Gesundheit – und dann losgepoltert wird.

Es gäbe so viele andere Ausgangspunkte, um zu poltern. Gerade bei den Krankenkassen. Gerade über die Ungereimtheiten des Sozialversicherungssystems. Aber die sind halt etwas kompliziert anzugehen. Außerdem gäbe es da – außer schwarz und weiß – noch graue Schattierungen im Meinungsaustausch. Die wollen wir lieber nicht.

Es geht offensichtlich mehr ums Recht haben, Recht behalten.

Frühlingserwachen

Die Vögel sind nicht zu überhören. Singen, kann eine den Lärm, den sie verbreiten, nicht nennen. Es geht um Sex. Zunächst um Sex. Sie müssen sich beeilen. Die Zeit vergeht schnell. Allerdings dürfen sie auch nicht zu früh dran sein. Timing ist alles, wenn du ein Vogel bist und deinen Nachwuchs großziehen willst.

Jedes Frühjahr ein Neubeginn. Jedes Frühjahr eine Ansammlung historischer Ereignisse.
Immer wenn mein Leben bebte, war es Frühling.

Das Frühjahr ist eine gute Zeit um neu anzufangen. Oder sich zu besinnen.

Im Frühling erwacht die Sehnsucht.