Geschafft!
Jetzt nur noch nach vorne schauen und die Anstrengungen der letzten Woche hinter mir lassen.
Jetzt nur noch nach vorne schauen und die Anstrengungen der letzten Woche hinter mir lassen.
Der Flugzeugabsturz ist jetzt out. Reden wir doch über das Wetter.
Diese Welt macht mir Angst. Dieses Potential sich über alles und nichts zu empören und nach drei Tagen mit der nächsten Empörungswelle weiterzuschwimmen.
Ein Empörungs-Wanderzirkus mit einer corporate identity: Wir wissen alles ganz genau.
Dem Sturm die Stille entgegensetzen.
Die Groschenphilosophin über das persönliche Journalismus-Gedöns.
Gaga Nielsen fotografiert im Museum.
Iris sucht die Offline-Stille.
Die Stattkatze lässt sich ein Kleid auf den Leib nähen.
Die deutsche Gesellschaft weiß alles über ihre Armen, ganz wenig über ihre Reichen. Die reichen Menschen wissen wie sie vermeiden, dass ihre Zahlen Teil der Statistik werden.
Daher wissen wir fast gar nichts über die zwei bis vier Billionen ( das sind 2000 bis 4000 Milliarden) die in den nächsten 10 Jahren vererbt werden.
Das sind 250 Milliarden pro Jahr.
Julia Friedrichs hat ein gutes Buch zu diesem Thema geschrieben. Und mir wird langsam klar, dass diese Schieflage tatsächlich die Demokratie stark gefährdet.
Den Tweet habe ich dann doch noch gelöscht.
Wahrscheinlich besser so. Nach 48 Stunden sinkt der Betroffenheitsstatus der kollektiven Trauer, der Empörungsstatus hält vielleicht noch weitere 48 Stunden an.
Wichtig ist das, was nach dieser Zeitspanne zu sagen bleibt.
So viel.
Jetzt scheint es nichts mehr zum Kaschieren zu geben. Netzpolitik vom Feinsten. Lobbyarbeit der neuen Art.
Ich würde es so deuten: Sie sind sich sehr sicher. Die Goldgrube Netz muss jetzt endlich ausgehoben werden.
Ich werde alt und verstehe nicht mehr alles in dieser Welt.
Z.B. nicht warum sich ganze Schulen samt Kindern und Lehrkräften bei einer Sonnenfinsternis versammeln müssen.
Die deutsche Politik tut sich schwer mit der IT-Sicherheit. Allerdings gilt das auch für die deutsche Wirtschaft. Unfähigkeit? Naivität?
Oder vielleicht doch Überheblichkeit?
Hab die Sonnenfinsternis auf dem schwarzen Handy-Display gesehen. Ging ganz gut. Schade nur, dass mir so wenig Zeit blieb. Irgendwas läuft schräg im Leben, wenn immer die Arbeit, die Arbeit und noch mal die Arbeit wichtig ist. Das soll sich bald ändern. Aber selbst das ist nicht neu. Immer gab es einen Zeitpunkt an dem sich das ändern sollte. Und jedes mal ist eine neue Baustelle aufgetaucht.
Vielleicht wird es dieses Mal anders sein?
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…