Die Geheimdienste streben unverblümt nach der Macht. Wenn sie die Verschlüsselung besiegen, ist es vorbei mit der Demokratie.
Ich kann gerade nicht sagen, was mir mehr Angst macht: die Geheimdienste oder die besorgten Bürger.
Gewaltpotential steckt in beiden Bedrohungen.
Der Chaos Computer Club antwortet mit einem starken Statement auf die Bestrebungen diverser Politiker zur Einschränkung verschlüsselter Kommunikation und Daten:
Der CCC fordert daher ein striktes Verbot unverschlüsselter Kommunikation. Jedes Bit und jedes Byte, das von Providern transportiert und von Banken oder dem Finanzamt verarbeitet wird, muß verschlüsselt sein. Wer Daten seiner Kunden unverschlüsselt überträgt, archiviert und damit deren Sicherheit gefährdet, muß mit empfindlichen Strafen belegt werden. Und das nicht erst, wenn der Mißbrauch der Daten zufällig bekanntgeworden ist
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Im „hier und jetzt“ leben wird überschätzt. Eindeutig. So nett sich der Vorschlag anhört, er eignet sich hauptsächlich für den Sprüchekalender, den Notfalleinsatzplan und die Meditationsstunde.
Wer immer im „hier und jetzt“ lebt verpasst was. Stehen uns nicht tausend Traum- und Phantasiewelten offen? Ist es nicht toll, ab und zu in Erinnerungen zu schwelgen? Sich Traumschlösser zu bauen, sie wieder abzureisen und neue herzuzaubern?
Macht es nicht so viel Freude, sich in der Literatur, im Museum oder im Konzert zeitweilig zu verlieren?
So viele Welten, so viele Wirklichkeiten, so viele Träume.
Plausibel leugnen will gelernt sein. Jedenfalls meint das die NSA und bringt es ihren Leuten bei. Der neue Artikel auf SPON zu den Snowden-Dokumenten ist beeindruckend und macht klar, wie zerstörerisch der Ansatz ihrer Arbeit ist. Was für ein negatives Menschenbild dieser Apparat vertritt!
Immer mehr wird klar, dass das Volk als Feind betrachtet wird und das Wort Krieg ist längst keine Metapher mehr.
Und hier in Deutschland? Wir schränken die Freiheit auf keinen Fall ein. Wir verbieten nur vorsichtshalber mal die Demonstrationen. Das ist sicherer. Dass darauf noch niemand vorher gekommen ist! All die Jahre, diese unsicheren Demonstrationen!
Die wären uns glatt erspart geblieben.
Aber zum Glück hat ein Tweet diese Unsicherheit endlich beendet.
Nein, wir schränken die Freiheit nicht ein. Und die Vorratsdatenspeicherung ist auch nur für das gesellschaftliche Gemeinwohl gedacht.
Immerhin, es gibt Menschen, denen scheint das plausibel.
Irgendwer muss in der Lage sein, sich all diese Geschichten anzuhören. Irgendwer muss die Fähigkeit haben, die Folter-Berichte weiter zu erzählen. Irgendwer muss untersuchen, was für Auswirkungen die Folter hat. Unmittelbar und Mittelbar.
Irgendwer muss das alles aushalten können. Ich kann es leider nicht.
Die einen demonstrieren spontan, die anderen greifen ganz spontan zu neuen Methoden und beschlagnahmen mal kurz massenhaft Handys.
Ziemlich heftig und ohne gerichtliche Grundlage. Angeblich um Bilder und Videos als Beweise auszuwerten.
Vor dem Hintergrund, dass es bei der Demo um den Tod eines erstochen Flüchtlings ging, bei dem die Behörden zunächst keine Fremdeinwirkung feststellen konnten, geht vielleicht nicht nur mir das Wort „Beweisvernichtung“ durch den Kopf.
Ziemlich ekelhaft das Ganze.