Nichts ist so wie es scheint

Ein Stück CCC-Geschichte „Nichts ist so wie es scheint“
Eine Podiumsdiskussion der Wau-Holland-Stiftung gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
http://konvergenzfehler.de/2014/05/29/nichts-ist-so-wie-es-scheint/

Flash-Party

Eine Flash-Party ist eine gute Sache, um etwas Einblick in die Freifunk-Philosophie zu bekommen. Ich war heute zum ersten Mal dabei und fand es sehr interessant.
Es wurde erzählt, Fragen beantwortet, gezeigt, was es so zu zeigen gibt.

(Aber den Router, den könnt ihr euch auch so besorgen, einstecken und schon gibt es eine Freifunk-Möglichkeit mehr in eurer Stadt oder an eurem Ort.)

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Handtuchtag

Immer dabei. Immer reisebereit.
Towelday.

Don’t panic!

Geld

Zahl mit Bargeld und fühl dich frei.

So geht es mir. Aber wie lange noch.

Veränderungen

Seit ich in Bornheim lebe, hat sich viel verändert in meinem Leben. Viel – und doch nicht viel. Äußerlich lebe ich ein ähnliches Leben wie vorher: kleine Wohnung, Wochenendbeziehung, meist zurückgezogen mit Zeit zum Trödeln und Träumen.
Innerlich mit einem tiefen Gefühl von Behaglichkeit, dem Wissen, dass ich jederzeit etwas tun kann, was mich inspiriert und mich vergnügt.

Jetzt ist mir noch eine Veränderung aufgefallen: ich halte Konflikte viel besser aus. Wobei das Wort aushalten schon nicht mehr stimmt. Jedenfalls dann, wenn der Konflikt mich nicht berührt. Wenn mich jemand in seinem Konflikt verwickeln möchte.
Das war früher anders. Ich litt unter jedem Konflikt. Das hielt mich zwar nicht davon ab, Dinge zu machen und zu sagen, die ich für richtig hielt, aber das kostete unheimlich viel Energie.
Sehr viel Energie.

Leider nicht zu ändern, dachte ich mir. Teil meiner Persönlichkeit, dachte ich mir.

Und jetzt: jetzt höre und sehe ich mir an, wer mir seinen Konflikt aufdrücken will, bleibe höflich, erläuterte meinen Standpunkt – und das war es.
Das war es: Wahnsinn. Einfach so. Keine Selbstzerfleischung, ob ich mich nicht doch hätte anders entscheiden können.
Nichts. Nur Ruhe und Zufriedenheit.

(Das Geschriebene bezieht sich nur auf diese eine Sorte Konflikte, andere in die ich mehr involviert bin, kosten mich immer noch zu viel Energie.)

Visionen

Ich hoffe auf Sternenstaub, aber der Regen wäscht wieder nur den Wüstensand aus den Wolken.

Lebensticker

Es lebt sich gut am Bornheimer Hang. Vor allem im Mai. Vor allem in Liebe.
Es lebt sich gut am Bornheimer Hang. Mit Blick über die Ebene, die Kleingärten, die Autobahn.
Es lebt sich gut im neuen Leben.

Selbst wenn das alte ab und zu dazwischen rülpst.
Die Rülpser füllen meinen Posteingang.

Und irgendwie erinnern sie daran, dass alles auch hätte anders werden können. Ich hätte es verpassen können.
Langsam wie ich bin, hätte das passieren können.
Ist es aber nicht: ich habe es zu mir eingeladen, das gute Leben.

Traumtänzerin

Es ist Zeit, den Traumtänzerinnen-Text noch mal hervor zu holen.

Die Schäfchenwolken täuschen Heimeligkeit vor.
Bilderbuchwetter von drinnen betrachtet. Nasse Kälte für die, die draußen im Wind steht und den Anschluss verpasst hat.

Trost findet sich im geschriebenen Unglück der Talentierten, Zuversicht krabbelt unvermittelt aus dem Unbewussten hervor. Nimmt überhand und täuscht Zukunft vor, wo doch nur die Gegenwart zählt.

Einsamkeit hat viele Gesichter, aber nur wenige davon sind angenehm anzusehen. Die meisten sind hässliche Fratzen – mehr oder weniger auffällig geschminkt.
Maskenbildner scheint es genug zu geben.

Wie sicher müssen sich Menschen fühlen, die immer mit beiden Füßen am Boden stehen? Was muss das für ein Gefühl sein, nicht mit dem Kopf in den Wolken zu schweben?

Standfestigkeit.
Das wünsche ich mir, aber ich schwebe davon, kapsle mich ab, schwebe der Sonne entgegen. Auf den Horizont zu. Lebe mein eigenes Märchen.

Nein, es muss mir niemand sagen: Ich weiß selbst, wie gefährlich das ist. Ich werfe die Leine nach unten und zähle darauf, dass ihr sie ergreifen werdet, wenn ich über euch schwebe auf der Reise in mein persönliches Fantasie- und Märchenparadies.

Politische Google-Schimpfe

Andere bloggen das, was ich mir denke:

Vorgestern stellte Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender und Bundeswirtschaftsminister, in der FAZ eine Art netzpolitische Agenda vor. „Unsere politischen Konsequenzen aus der Google-Debatte“ spricht vier Punkte an, die nicht alle schlecht sind. Das mit den Steuerschlupflöchern sollen sie ruhig mal in Angriff nehmen. Zu den kartellrechtlichen Fragen, die hier aufgemacht werden, kann ich nichts sagen. Als Diskursanalytikerin fällt mir allerdings auf, dass Google immer mehr zum Sündenbock für die Bedrohung durch das Digitale schlecht hin wird.  Für Gabriel, den Chef der Hartz-4-Partei, der mit der Vorratsdatenspeicherung gut hätte leben können, ist Google nämlich eine große Bedrohung „persönlicher und gesellschaftlicher  Freiheit “.

Bekenntnis

Bekenntnis: Ich glaube an alle Erbsenprinzessinnen mit Genderbrille und setze meine Hoffnung auf projektbezogene weibliche Genialität.

(Kopfschüttelmodus geht an und will sich nicht mehr ausstellen)