Unterricht
Schulunterricht in Havanna
Schulunterricht in Havanna
Schulsport in Havanna
Ich kann den Herrn H. ja verstehen. Obwohl mir auch der Kopf raucht. Zwei Bürotage und jedesmal, wenn ich Feierabend habe sind die Millionenbeträge gestiegen.
So muss es ihm gegangen sein: jedesmal, wenn sein Verein fertig war mit dem Feiern, waren seine Millionenbeträge gestiegen.
Und die Steuer, die mache ich auch nicht gern. Nicht wegen dem Zahlen, eher wegen dem Aufwand. Wer mag das schon? Ich muss sie allerdings trotzdem machen. Und die Frau, die über 80 ist und deren Mann vor ein paar Wochen verstorben ist, muss sie auch machen und braucht gefühlte 37 Bescheinigungen, dass sie jetzt die gemeinsame Steuererklärung macht.
Das verstehe ich eher weniger.
Aber ich verstehe, dass eins in den Knast kommt, wenn es – sie – er die Regeln massiv verletzt.
Vor allem verstehe ich, dass mancher lieber auf der Flucht ist, als die Regeln noch länger einzuhalten. Aber das ist ja wieder eine andere Geschichte. Und die hat nichts mit Herrn H. zu tun.
Aber was hat schon mit Herrn H. zu tun?
P. S. Wahrscheinlich wird es eine Revolte geben, wenn sie den Herrn H. ins Gefängnis stecken wollen. Einen echt deutschen Aufstand.
Mir gefällt das Bild sehr und ich freue mich, dass es Menschen gibt, die so optimistisch denken und fühlen können. Bei mir überwiegt allerdings die Angst. Es hat schon zu viel gebrannt in Deutschland und durch deutsche Menschen. Und das hat oft mit Sprache angefangen.
Frau L. schürt das Feuer der Menschenverachtung an. Und fühlt sich gut dabei. Ihr bleibt nichts im Hals stecken. Sie wächst 5 cm über sich hinaus, weil sie so stolz und taff zu ihren abscheulischen Gedanken steht.
Irgendwas läuft in ihrem Kopf ziemlich quer. Oder ist es doch nur ihre arme, missratenen Seele, die verhindert, dass sie ihre eigenen Ängste und Befürchtungen reflektieren kann.
Die Sprache ist das Werkzeug der Schriftstellerinnen. Frau L. macht daraus ein Folterwerkzeug.

(Das Plakat hängt in Kuba in der Tabakfabrik, hinter dem Büchertisch der Vorleserin.)
Versuche das Feuer zu löschen, machen einige kluge Menschen:
Die Sopranisse
Jo Lendle
Robert Koall – sozusagen der Gastgeber von Frau L.
Oder wer möchte schon eine Mahlzeit auf der Toilette einnehmen.
Es gibt Themen, da fragt eins sich wirklich, warum die ernsthaft diskutiert werden.
Beim Stillen verstehe ich das nicht mehr. Es kann doch nicht sein, dass so viele Menschen ihren Verstand ausschalten bzw. dass so viele den Vorgang des Stillens nur sexualisiert wahrnehmen können?
Oder vielleicht doch?
Langsam wieder in dieser Welt Tritt finden. Wird nicht einfach sein. Muss aber – wieder einmal – schnell gehen.
aber was wird,
wenn die einzige
Rettung
die Realität
bleibt?