Alles anders

Ich sitze hier und traue mich nicht, das in die Sammelmappe zu schreiben, was mich heute beschäftigt.
So belanglos – und trotzdem so kompliziert für mich. Aber eben belanglos im Vergleich mit Piri.
Ich könnte weinen, und hab schon geweint. Ich könnte schreien, weil das Schicksal sie so im Regen stehen lässt. Es ist so verdammt schwer, das Leben mit den beiden lieben, charmanten, aufgeschlossenen, aber doch so schwer behinderten Kindern.

Ich will nicht so phantasielos sein und die Frage nach dem Warum stellen. Ich bin alt genug um zu wissen, dass es da nie eine Antwort darauf gibt. Es gibt nichts, was das Gefühl beruhigen kann.

Es gibt nur dieses Ausgeliefertsein. Einzig und allein das.

Stimmungen

Hätte Lust mich zu versöhnen. Gibt aber gerade niemand mit dem ich verkracht und verfeindet bin.
Ein Versäumnis meinerseits. Sollte ich mir für andere Zeiten merken.

Einziger Ausweg, den ich im Auge habe: Könnte mich wegen der siebzehn Sünden, die ich heute begangen habe mit mir selbst verfeinden und anschließend wieder versöhnen.
Aber da bleibt ein Risiko. Ein hohes Risiko.
Was, wenn ich bis dahin nicht mehr in Versöhnungsstimmung bin? Dann bleibe ich auf ewig verfeindet mit mir.

Na, dann eben nicht. Muss es heute ohne gehen.

republica-Tickets

Irgendwie komme ich mir als berufstätige Frau immer blöd vor mit den republica-Tickets. Der Vorverkauf der billigen Tickets startet immer dann, wenn unsereins sich daran nicht beteiligen kann. Charmant kokettiert man jetzt sogar mit dem Versagen, wollte natürlich alles besser machen. Aber leider kam der Murphy dazwischen.

Ein Beigeschmack bleibt bei mir, wenn ich jetzt heute abend das um 50% teurere Ticket kaufen soll.
Ob das die richtige Verkaufsstrategie ist? Wahrscheinlich schon. Man kann es sich eben erlauben so zu agieren.

Aber mir verdirbt es auf die Dauer dann doch den Appetit.

digitalcourage

Alles klar, der neue Name des Foebud ist da.

digitalcourage:

Digitalcourage arbeitet (unter dem Namen FoeBuD e.V. seit 1987) zu den Themen Technik und Gesellschaft, Datenschutz und Bürgerrechte. Seit 2000 organisieren wir den jährlichen Datenschutz-Negativpreis BigBrotherAwards, der Datenkraken ins Licht der Öffentlichkeit bringt.

Und die Menschen von Netzpolitik gratulieren auch:

Seit 25 Jahren setzt sich der “Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs” für Datenschutz und Bürgerrechte ein. Das feiert der Verein, der unter dem Namen Foebud der bekannt wurde, heute auf einer Geburtstagsfeier in Bielefeld. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute für die kommenden 25 Jahre!

Weiterhin viel Erfolg wünsche ich! Jeder Erfolg ist ein Stück digitaler Freiraum für mich.

Es ist mild

Es ist mild. Noch ein letztes Mal im Freien einen Bitterino trinken.

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Netzfeministische Leseempfehlung

Undoing Butler

Über Inkonsistenzen, Identifikationsdefizite und Klassismus im deutschen Netzfeminismus.

Der Feminismus braucht “die Frauen”, aber er muss nicht wissen, “wer” sie sind. –Judith Butler (“Ort der politischen Neuverhandlung”, in: Frankfurter Rundschau, 27. Juli 1993, S. 10)

Judith Butler hat in ihrem Buch “Gender Trouble” aufgezeigt, dass Gender nicht vordiskursiv ist, dass es gemacht und mit Bedeutung gefüllt wird, mit Ideologie, Körperlichkeit, Macht, Diskurs, Politik usw. Dass man Geschlecht nicht auf eine authentische Ursprünglichkeit zurückführen kann, und dass die Suche nach wahrer authentischer Femininität oder Maskulinität verdeckt, dass Gender performativ ist. “Natürliches” Geschlecht ist ein soziales Konstrukt. Wir sind nicht nur “born naked, and the rest is drag“, unserem “naked” ist Bedeutung schon eingeschrieben, lange bevor wir “Moment mal” sagen können.

weiter bei sanczny

Der Foebud feiert Geburtstag

Foebud Logo

Foebud Logo

Der Foebud feiert seinen 25ten Geburtstag und will heute Abend seinen neuen Namen verkünden.
Wahrscheinlich bin ich nicht die einzige, die gespannt darauf wartet.

(Kattaschas Glückwünsche)

Zwei Linktipps

Melusine schreibt einen grandiosen Artikel über Marlen Hausdorfer, über „Die Wand“ als Buch und im Film.

Antje veröffentlicht einen Artikel über Definitionsmacht, der hoffentlich viele zum Nachdenken über Positionen und Normen anregt.

Thule-Netz und Spinnennetz

Der Verfassungschutz hat Nazi-MailBox-Netze aufgebaut? Das wissen wir schon seit 1993, denn da hatte es uns der Chef des Verfassungschutzes das bereits zugegeben. Wir wissen zudem, dass auch im „linksradikalen Spinnennetz“ eine der führenden Personen ein V-Mann des Verfassungsschutzes war, der das Netz mit aufbaute: Klaus Steinmetz.

Über das Blog von „fefe“ wurden wir auf den Artikel in der Süddeutschen Zeitung aufmerksam, die gestern berichtete: „Bayerns Verfassungsschutz hat sich laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ in den neunziger Jahren aktiv am Aufbau des rechtsextremen Thule-Netzes beteiligt – eigentlich, um die Neonazi-Szene zu kontrollieren.“

Dass der Verfassungsschutz das Thule-Netz aufbaut wußten wir bereits seit 1993 – Und seit dem 20. Januar 1994 hatten wir es auch amtlich. Bei einer Veranstaltung der Juristischen Gesellschaft in Bielefeld legten wir Eckhart Werthebach, den damaligen Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, unsere vorausgehenden Recherchen offen und fragten ihn im voll besetzten Saal, ob der Verfassungsschutz selber dieses Netz aufbaute. Seine Antwort: „Das ist doch unsere Aufgabe“.

weiter beim Foebud

Ja

Bin viel zu müde, um den Tag hier festzuhalten. Müde, aber gut gelaunt. Nach den gedrückten Tagen mit voller Last. Die Last ist immer noch da, aber sie ist nicht mehr schwer zu tragen.
Das wird schon, fühle ich gerade sehr stark.

Und diese Power, die wieder strömt und sich durch nichts blockieren lässt. Das ist gut. Die zwei härtesten Wochen des Jahres liegen vor mir.