Hab ich das richtig verstanden: ich soll Gewalt, Krieg und getötet Menschen – und diesen Präsidenten ertragen?
Nicht schwer – sondern eher, nun ja wie sagen wir dazu? – leichtherzig? Ein bisschen mehr Interesse zeigen für die außenpolitischen Interessen unserer Wirtschaftselite und die Leistungsträger ist wahrscheinlich gemeint.
Stimmt, das habe ich nicht und dazu trage ich noch schweren Herzens an unserer Vergangenheit und an den verheerenden Folgen der Gewalt. Sieht so aus, als beginnt die Beschimpfung und die öffentliche Ächtung des Pazifismus bald wieder. So haben viel schlimme Zeiten begonnen.
Zuerst nennen sie die Ablehnung von Gewalt Verantwortungslosigkeit und später versuchen sie es mit Feigheit. Ist auch alles schon abzusehen.
bewölkt und regnerisch
der Sommer liegt im Sterben
er hüllt sich ein
in Regen und Gewitter
die Sonne lurkt mal kurz
sieht sich das Trauerspiel nicht länger an
bewölkt und regnerisch
der Sommer liegt im Sterben
Denke an die Träume der letzten Nacht und komme mir leicht verrucht vor. Wie eine Figur in einem Fassbinder-Film. Nicht ganz ernst gemeint habe ich diesem Tweet den Nachtrag: Das poste ich aber nicht auf Facebook. Da sind die jugendlichen Anverwandten. Hinzugesetzt.
Ich bin nicht nur eine Traumtänzerin, auch eine begnadete Nachtträumerin, die sich auf leidenschaftliche Eskapaden begibt.
Noch sind die ganz umsonst zu haben.
Zum Nachmachen unbedingt zu empfehlen. Lebensqualität der eigenen Art.
So ein persönliches Blog lebt von den persönlichen Eindrücken und Ausdrücken. Zieht sich die Persönlichkeit zurück, dann zieht sich die Aufmerksamkeit zurück. Die eigene und die von außen.
Die Sammelmappe unterliegt einer Wellenbewegung als persönliches Blog, sie bildet mal mehr und mal weniger von meinem persönlichen Leben ab. Im Moment vielleicht weniger. Oder doch nicht?
Es introvertiert sich mal wieder: mein Leben. Im Innern befinden sich tausend Wünsche und Ziele, außen bin ich an die Leine gelegt und wage kaum zu atmen, um das Schicksal nicht auf mich aufmerksam zu machen. Bloß nicht husten zum falschen Zeitpunkt, da werden die bösen Geister aufmerksam und die will ich doch aus meinem Leben raushalten. Gelingt mir nur leider nicht immer.
Ein Glückskind bin ich zwar manchmal auch, aber nicht in jeder Hinsicht.
Ich geniese den Sommer, ich erfreue mich der Liebe, ich arbeite mich meinen Zielen entgegen.
Ein sorgenfreies Leben.
Ich bin eine Frau, schreibt Antje Schrupp, und eine Frau ist viel mehr als eine „weiblich sozialisierte Person“.
Nur Frauen können sagen, was Frauen erleben. Weil Menschen, die keine Frauen sind, niemals erlebt haben können, was Frauen erleben. Die Art und Weise, wie eine bestimmte Frau das beschreibt, was sie erlebt, ist aber subjektiv, das heißt, sie unterscheidet sich von der Art und Weise, wie andere Frauen dasselbe beschreiben.
Ich lese gerade die 1500 Seiten „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace und nebenbei sehe ich mir alle Interviews von ihm an, die ich auf YouTube finden kann.
Dabei fâllt mir auf, dass selbst Literaturkritikerinnen immer wieder in die Floskel „er hat sich umgebracht“ verfallen. Das Leben hat mich längst gelernt, dass es dafür andere Vokabeln gibt und trotzdem verfalle ich auch immer wieder in diese Sprache.
Meine Toleranz reicht nicht aus. Egozentrisch betrachte ich mich als die Person, der ein anderes Leben heimtückisch entrissen wird. Wie sonst könnte ich den Weg, der der letzte Ausweg für manche Menschen ist, als Mord bezeichnen?
Alles was wir essen sei politisch sagt die Dokumenta-Macherin. Alles was wir tun ist politisch. Meeehhh!
Ich kann es nicht mehr hören. Zu viele Menschen leben nach diesen Maßstäben ein ungewollt politisches Leben. Die entscheiden nämlich schon lange nicht mehr selbst, was sie essen. Das bestimmt der Staat oder die Tafel.
Ein Minister lässt einen Teppich einfliegen und die Grünen sagen: da alle Hartz-IV-Empfänger sich überprüfen lassen müssen, müssen das Minister auch. Ehrlich? Müssen wir das?
Es ist würdelos, was im Moment passiert und es führt zu nichts. Oder besser gesagt: es führt in die Würdelosigkeit.
Wir drehen uns da im Kreis und das einzige, was hilft ist die Augen, die Ohren und die Sinne zu öffnen.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…