Zarte Seite
dünnhäutig
und ohne
Elefantenhaut
ist der Besuch
im Porzellanladen
dennoch
der Alptraum
der Zartbesaiteten
dünnhäutig
und ohne
Elefantenhaut
ist der Besuch
im Porzellanladen
dennoch
der Alptraum
der Zartbesaiteten
Ich mag Blogeinträge, die von Assoziation zu Assoziation springen. Ich mag dieses Schweifen in fremden Gedanken und auch in meinen eigenen. Heute habe ich mich sehr geärgert und weil ich genau weiß, dass es vergeudete Energie ist, sich über einen so nichtigen Anlass zu ärgern, habe ich versucht mich abzulenken. Ich hab über die Liebe nachgedacht. Darüber, dass ich seit ich denken kann immer schon verliebt bin und immer liebe. Manchmal mehr und manchmal weniger und manchmal auch mehrere Menschen. Aber immer durchgehend.
Und mit Liebe meine ich dann auch sexuelle Liebe – oder wie soll ich das ausdrücken? Denn manchmal ist die Liebe auch platonisch und dennoch sexuell. Die freundschaftliche Liebe zähle ich da nicht mit. Die ist zwar auch schön und angenehm, aber nicht halb so spektakulär, wie die romantische Liebe.
Das ist vielleicht das richtige Wort. Ich mag die romantische Liebe. Das Verlangen und die Sehnsucht nach einer bestimmten Person – und ich bin froh, dass ich mir diese Fähigkeit immer bewahrt habe.
Wie bei Rosadingens Pilcher – nur als Endlosschleife ohne Ende – und schon gar kein Happy End.
aber was wird,
wenn die einzige
Rettung
die Realität
bleibt?
Farben die
Freude feiern
inneres Glück
leise
hauchen
Weit entfernt ist dieser Tag von so viel Seelenfreude. Grund und Anlass dafür gäbe es trotzdem genug. Wenn die Anspannung abfällt, bleibt zunächst die Atemlosigkeit, manchmal fehlt auch die Orientierung: Huch, wo bin ich hier gelandet. Ach, ja. Es nennt sich mein Leben und ich stecke mittendrin. Mag es nicht immer glauben und lass mich doch so manches Mal überzeugen. Viel lieber verstecke ich mich in meinen Traum-Zauber-Welten, des Nachts und manchmal auch am Tag. Gerne auch in den Geschichten, die auf der Festplatte ruhen. Meine Geschichten sind ein Stück meiner Lebenswelt, egal wie sehr sie erfunden sind. Ähnlich wie bei meinen Gedichten, spiegeln sie einen Teil meines Wesens wieder, einen Teil meiner Innenwelt, der nie mit der Außenwelt kompatibel sein muss. So anspruchsvoll bin ich nicht.
Wie eine außer Rand und Band geratene Kinderhorte agiert Anonymous in der Urheberrechtsdebatte. Schwierig, schwierig wird es werden, die Scherben wieder aufzuräumen, meint auch das kotzende Einhorn.
Diaspora ist eine der dezentral organisierten Open-Source-Alternative zu Facebook. Am Anfang war da vieles karg und grau, aber in den letzten Monaten hat sich einiges dort getan. Ich mag die Menschen und die bunte Timeline dort. Falls ihr euch angemeldet habt und schon lange nicht mehr dort gewesen seid: kommt doch mal rüber.
Es lohnt sich. Nicht nur wegen den coolen Sprüchen, aber auch.
Es gibt ja immer wieder so Trends, die an mir vorbeigehen. Der 3D-Drucker ist so ein Beispiel. Aus der Theorie kannte ich ihn schon lange, dass es aber überall schon Menschen gibt, die diese genialen kleinen Geräte zusammenbauen und damit experimentieren, das wurde mir erst auf der diesjährigen republica bewusst.
Heute lese ich diese Nachricht. Da wurde zum ersten Mal einer Frau ein Implantant eingesetzt, das den unteren Kieferknochen ersetzt, das mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde.
Die Zeiten ändern sich.
Ein Twittergottesdienst – gibt es tatsächlich in Frankfurt. Als Atheistin unterdrücke ich höflicherweise meinen persönlichen Kommentar, als überzeugte Micro- und Maxibloggerin finde ich es witzig. Stelle mir schon auf der nächsten Republica den Programmpunkt Twittergottesdienst statt Poetrspam vor.
Obwohl, wenn es da nach mir ginge, dann könnten sie besser den Seibert mit der Regierungspropaganda ersetzen.
(Für alle Links, außer dem Kontakt, gilt eine Triggerwarung, da Gewalterfahrungen beschrieben werden.
Über sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungen herrschen immer noch viele Mythen und Entschuldigungen vor. Doch wer einmal genauer hinschaut merkt oft, dass vieles nicht stimmt. Ein immer wiederkehrendes Muster ist aber der Fokus auf diese Entschuldigungen, mit dem Effekt, dass die Stimmen der Opfer abgewertet werden und sich dann noch weniger zu Wort melden.
Um dies zu ändern, läuft im Mai die Kampagne #ichhabnichtangezeigt, organisiert vom Münchener Kommunikationszentrum für Frauen und Arbeit. Vorbild sind die Twitter-Kampagnen #ididnotreport in Großbritannien und#jenaipasportéplainte in Frankreich. Wie der Name schon sagt geht es um die Gründe, die Opfer von der Anzeige bei der Polizei abhielten.
Es dreht sich nicht.