Diese Woche scheint nicht meine Woche zu sein. Jedenfalls nicht in Konsumfragen. Aus gegebenen Anlass habe ich mir eine Sprach-App zugelegt. Eine Reise-App von einem renommierten Verlag. So sagte man früher dazu. Aber lange wir man das nicht mehr sagen.
Auf die schlechten Bewertungen habe ich nicht gehört und sie abgetan: da sind sie wieder die Nörgler die an allem was auszusetzen haben.
Eine Demoversion gab es nicht und das was die App zu bieten hat, ist für den Preis von 9,90 wirklich dreist.
So wird das nichts, mit dem Erhalten der alten Strukturen. So wird das wirklich nichts.
Sprachausgabe gibt es nur für ganz wenige Sãtze, der Vokabelsatz ist miniminimalst und es wimmelt vor Fehlern.
Aber Hauptsache mal die Klappe aufgerissen.
Und trotzdem tickt die Welt ganz anders. Ob ihr das wahrhaben wollt oder nicht.
die Schufa war schon immer ein – Verzeihung – Scheißladen, hat nur früher niemand interessiert
Niemand ist natürlich nicht korrekt. Die die in die Schufa-Falle gefallen sind schon. Die haben das nicht ignorieren können, denn die Auswirkungen auf ein gesellschaftliches Leben sind enorm. Dabei spielt es nur eine kleine Rolle, wie valide die Daten sind, die die Schufa sammelt. Kann ja mal vorkommen, dass da was durch die Maschen fãllt. Und wer durchgefallen ist, der war dann aber auch wirklich durchgefallen.
Ist heute immer noch so. Bei meinem Lebensstil muss ich mir nicht viele Gedanken über die Schufa machen. Außer die Gedanken, dass die Schufa halt das gruselige Gesicht dieser kapitalistischen Gesellschaft ist. Es nützt nichts aus Facebook wegzugehen. Die Schufa kann Undercover genauso in der Diaspora ihre gefakten Accounts aufziehen.
Wir kriegen euch alle, wollen sie uns damit sagen: solange bis sich endlich die Mehrheit der Bevölkerung abwendet und sagt: lässt uns doch endlich mit eurem kapitalistischen – Verzeihung – Scheiß in Ruhe.
Es kommt doch nur Mist, Gewalt, Aggression und schlechtes Karma raus.
Bekanntermaßen bin ich ja eine musikalische Analphabetin. Meine privatesten und persönlichsten Daten sind die Musikdaten auf meinem Player. Muss ja nicht, dass die öffentlich werden. Die Neigung zum Kitsch und zur Einfachheit ist unüberhörbar, die Lieblingsstücke stammen alle aus früheren Zeiten. Viel Schmalz und Tränen und leichte Texte zum inneren Mitsingen beim Berg hoch laufen ist angesagt.
Instrumentale Stücke kommen da nicht gut an, da wird das Mitträllen vermisst. Allerdings gibt es ein Stück, dass ich über alles liebe. Wenn es beginnt, hört mein Herz immer für einen Moment auf zu schlagen, um sich dann durch das Lied durchzustolpern. Ein Stück, das ich mit den Ohren und mit dem Herz höre. und ich schmelze dahin und es wird Sommer um mich herum, und ich bin wieder fünfzehn und werde nie wieder einen Tag älter sein – Jedenfalls solange das Stück läuft.
Der Zauber wirkt jedesmal. Seit Jahrzehnten. Wie eine Droge.
Vor Gericht ist der Fall noch nicht geklärt, aber die großen Buchhändler schaffen schon vorher Tatsachen: Weil ein kritisches Buch über die Umweltorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) möglicherweise Falschaussagen enthält, haben die großen Buchhändler um Amazon und Libri das Buch vorsorglich aus dem Sortiment genommen.
„Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda“, heißt das Werk, Autor ist der dreifache Grimme-Preisträger Wilfried Huismann; das Buch ist die Ergänzung eines WWF-kritischen Dokumentarfilms, den die ARD vor etwa einem Jahr ausgestrahlt hat.
Christiane vom Behindertenparkplatz klärt auf, dass in London Public Viewing = öffentliche Aufbahrung gilt.
Apropos London: Wo können sich dort wohl die Menschen verstecken, die es nicht so mit der Monarchie haben? Da ist eine Fußball WM oder eine EM ja eine kleine Kirmesveranstaltung dagegen.
Ich lese mich durch die Hackergeschichten die weit über 20 Jahre her sind. Liest sich zum Teil sehr witzig, wie alles so sorgfältig erklärt und erläutert wird, was heute zum Alltagswissen gehört.
Ansonsten noch die Klagenfurt Routen rausgesucht. Die Deutsche Bahn bereitet mir Kopfzerbrechen, aber das bin ich ja gewohnt. Ich werde die richtige Verbindung schon noch finden.
Muss sie finden.
Bald erhöht sich die Schlagzahl – dann geht es mit kurzen Unterbrechungen von einem Event zum nächsten.
Aber nur ausnahmsweise. Zur Gewohnheit werde ich das nicht machen. Ist mental viel zu anstrengend.
Der Dax fällt, der Sommer versteckt sich und die Waschmachine macht seltsame Geräusche – Vorboten der Apokalypse? Wahrscheinlich nur eine Variante von „C’est la vie.“
Ich bin blogfaul, das kenne ich gar nicht von mir. Vielleicht eine spezielle Form des Rückzugs.
Zu viel Action um mich herum, zu viel für mein Mimosen-Seelchen, das darauf mit innerer Einkehr reagiert.
… und dabei gäbe es noch soooo viel zu planen und zu organisieren. Muss alles noch warten.
Wahrscheinlich ist es ein ganz natürlicher Reflex: Wenn man von einem Forschungsergebnis hört, versucht man, es am eigenen Leben zu überprüfen. Während das bei schwarzen Löchern vermutlich vielen schwer fällt, können beim Gender-Thema sofort alle mitreden: Die meisten betrachten sich schließlich entweder als Frau oder als Mann oder lehnen dies bewusst ab – haben also eine Meinung dazu.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…