Ein Tag

kein Tag ohne Überraschungen, ich käme sonst außer Übung –

Käme ich? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Es gäbe viel zu sagen über diesen Tag. Viel zu schweigen. Noch mehr zu erinnern, kaum zu träumen.

Oder doch noch mehr zu träumen.
Im Träumen liegt die Sicherheit.

Vergessen

‚Die Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren.‘

Wieder Pessoa

Mahnmal

im Dunkeln
würde ich gerne
diesem Tag
meine Sehnsucht
einritzen

Leben

Eine Frau hat mal auf die Frage, was sie gerade tue, geantwortet: Ich lasse das Leben auf mich regnen.
Mir ist im Moment als würde das Leben in mich einsickern. Langsam, leise und stetig.

Da ist eine Dürre in mir, die alles ansaugt und einsaugt.

(über die eindeutigen Kommentare zu meinen vieldeutigen Ausdrücken musste ich gestern auf FB schon lachen – Hilft aber nix, ich fühle mich so. Eindeutig, zweideutig, vieldeutig und zum Glück wieder lebendig und von viel Ballast befreit.)

Ein Panzer aus Wirklichkeiten

‚Der wahrhaft Wissende richtet sich innerlich so ein, dass ihm äußere Vorkommnise nur wenig anhaben können. Dazu muss er sich mit einem Panzer aus Wirklichkeiten umgeben, die ihm näher sind als die eigentlichen Tatsachen und durch den ihn die Tatsachen entsprechend abgewandelt erscheinen.‘

Pessoa – Das Buch der Unruhe

Männerlastig

Bin mit mir selbst gerade nicht einig, ob ich es bedauere oder eher als angenehm empfinde, bei der aktuellen Männerpartei-Debatte nicht mitdiskutieren zu können. Mein Gott ist das peinlich! Da fangen die Piraten wieder dort an, wo die Welt Anfang des letzten Jahrhunderts begann – und das auch noch mit unschuldiger Miene, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt so rückwärts gewand zu sein.
Vielleicht sollten die Piratinnen sich doch überlegen, ob sie sich nicht eine Frauenflagge zulegen sollten. Den Kampf um Teilhabe stelle ich mir in dieser Partei als eine Plage vor. So wird das nichts werden, Jungs.

fremdbestimmt

die Seele
hat Ausgang
Freigang alle mal
bis zum Morgengrauen
da kehrt sie
in ihr Gitterhäuschen
ein

Strand-Still-Leben

es lebt sich still am Strand
umraunt von Plauderstimmen
ein plätscherndes Meer
und flatternde Bücher
die Rätsel geben Geheimnisse nicht preis
vor getönten Gläsern
wachsen Wolken in den Himmel
es lebt sich still am Strand

(wie damals)

So viel catalan verstehe ich

Jetzt fehlen nur noch die Piratinnen

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Naja, nur vom Fotografieren verstehe ich nicht viel, aber in diesem Fall zählt die Botschaft.

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Regenflucht

Regenflucht oder Regenfluch? Eins ist klar: die Regengöttin liebt mich noch.

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