So muss es sein

es pocht das
Rechthabergen
auf seinen
Standpunkt

der sich insgeheim
verlorener Posten
nennt

Nach oben

Das Stimmungsbarometer steigt. Mehrere Steine als Ballast abgeworfen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich damit angefangen habe, unnötige Steine zu sammeln, die manche Menschen auf dem Herzen tragen. Das muss ein Gendefekt sein, denn am, auf und in dem Herzen lassen sich so viel andere schöne Dinge tragen, da könnte ich die Steine doch einfach dort liegen lassen, wo sie herkommen.
Ich habe den Verdacht, die steckt mir jemand heimlich zu. Aber macht jetzt nichts weiter, ich hab sie abgeworfen und kann wieder Fahrt aufnehmen.
Das fühlt sich gut an.

eine zweite Chance

die zweite Chance

eine zweite Chance, denn das darf nie geschehen

kontrastarm

halb Licht, halb Schatten
noch lange keine Dämmerung
die Sonne schleicht
hinter dem
Horizont

eröffnet glanzlos
diesen Tag

spät bemerkt

viel zu spät gemerkt, mal wieder, aber zur Aufheiterung – das ist das falsche Wort – zur Ablenkung genau das Richtige: Kommissarin Lund
Warum sagt mir das niemand? Das ändert doch alles.
The Killing II

So viel Erfolg – selten bei einer guten Qualität.

in petto

Manchmal wäre es angebracht, einen Artikel in petto zu haben. Einen Artikel, der das Dunkle aufhellt, einen Artikel, der in eine freundliche Richtung zeigt, einen Artikel, der ein Löschpapier über das Gemüt legt.
In den nächsten Tagen ist ein Rückzug angebracht. Die innere Einkehr der Im-Zeichen-der-Schnecke-Geborenen.
Das Schneckenhaus bietet Geborgenheit. Sich winden, winden, winden – mich in mich rein winden.

Ich höre schon auf. Angeblich ist die Schnecke eine Zwitterwesen, das sich selbst befruchten kann. (Literarisch gesehen, das google ich jetzt nicht.)

Vielleicht ist das genau das, was ich mir wünsche: einen fruchtbaren Rückzug. Einen lustvollen Rückzug. Eine Auszeit.

(Als wenn die Zeit jemals aus sein könnte. Für das menschliche Empfinden nicht denkbar, fühlbar, lebbar.)

Krähen

aus dem Fernsehen
hackt die Stimme
auf die Argumente
nieder

zerteilt und verwurstelt
bis nichts mehr
sein Ganzes wahrt

Ein Rechenschritt

Ein Rechenschritt, der aus politischen Gründen vorgenommen wird.

Vorsichtig optimistisch

Vorsichtig optimistisch gehe ich in diese für mich wichtige Woche. Vorsichtig optimistisch bzgl. meines Schniefens, meiner Energie und meiner Laune. Allerdings wäre die noch besser, wenn in den Nachrichten das Wort Atomkraftwerk nicht schon wieder gefallen wäre. Ich glaube, einige Menschen sind froh, dass sie in diesen Tagen über das Wetter reden können. Das lenkt ab. Von der Börse, vom Geld und von den Atomkraftwerken. Und von Griechenland sowieso.
Immer diese Griechen, die wollen einfach nicht einsehen, dass sie unsere Kreise stören.

Bewaffnet

Obwohl ich immer Gewaltlosigkeit predige, bin ich oft bewaffnet. Das Foto will sich im Moment nicht hochladen lassen, aber das hole ich später nach. Überhaupt wäre es manchmal viel unterhaltsamer, wenn ich öfters von unterwegs bloggen könnte, aber im Zug funktioniert es nicht immer gut und Entwürfe später nachzuschicken vergesse ich meistens.
Ich gehöre in mancher Hinsicht zu den Spontanbloggerinnen.
Kaum habe ich es aufgeschrieben, merke ich, dass das auch wieder nur die halbe Wahrheit ist. Oder ein Viertel? Oder ein Zwölftel?

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