Nicht nur auf dem Papier

Lyrik findet eben nicht nur auf dem Papier statt.

Tagesform

Bin ein bisschen müde und abgekämpft. Unleidlich und ungenießbar. Das müssen die Sonnenwinde und Sonnenstürme sein.
Anders ist das gar nicht möglich.
Oder es liegt an dieser grinsenden Bundeskanzlerin, die ich kurz im Fernsehen gesichtet habe. Was für ein Polittheater! Da werden wir alle mal wieder verraten und verkauft.

Rivva

Rivva ist wieder da! Es ist nicht der erste April und es ist wahr: er ist vom Zigaretten holen wieder zurück gekommen.
Yippehh hurra. Über Newshype will ich kein Wort verlieren; peinlich, peinlich, was sich dort abgespielt hat.

Lösungen

Engl meint in Facebook, dass es eine Alternative sei – wie das EHEC-Ding zeigt, endlich aufzuhören einen Schuldigen zu suchen – sondern eine Lösung zu finden.
Die Mathematikerin in mir kämpft, um die Problematik an die Frau und an den Mann zu bringen, die des Rätsels Lösung mit sich bringt.
Zunächst geht es erstmal darum festzustellen, ob das Rätsel überhaupt zu lösen ist; unter Umständen ist das eine Aufgabe, die ein Menschenleben lang dauern kann.
Falls sicher ist, dass das Problem zu lösen ist, heißt das in den seltensten Fällen, dass es e i n e Lösung ist.
Vielmehr gilt jetzt festzustellen, ob es nicht unendlich viele Lösungen gibt; und falls wir soweit gekommen sind, dann wird sich die Konzentration darauf richten, wie viele Lösungen es gibt und welche von diesen Lösungen für das Ausgangsproblem anwendbar sind.

Wahrscheinlich habe ich jetzt alle irritiert, aber so ist das mit den Lösungen, wenn Mensch sie rational und logisch betrachtet. Sie treten im System auf und sind nicht immer brauchbar.

So ist das mit den exakten Wissenschaften.

Nichtkommerziell Leben

Ich bin im Moment meilenweit entfernt vom nicht-kommerziellen Leben. Das einzige was ich schaffe, ist die Verweigerung des Autofahrens und Fliegens. Trotzdem bin ich immer froh, wenn ich merke, dass es Menschen gibt, die das besser als ich hinkriegen mit dem nichtkommerziellen Leben.
Nichtkommerzielles Leben in Berlin-Brandenburg

Ein Fan der Frauenfußballerinnen

Sven macht sich für die Frauen-Fußball WM stark.

Viren

Schätze – könnte ich auch schreiben. Oder Virenmusik.
Virenmusik -

Waghalsiges Dichten

Dichten ist ein waghalsiges Spiel mit der Seele.
Da schließe ich mich an.
Dichten entblößt – das empfinde ich nicht ganz so. Ich würde eher sagen: es öffnet und wirft Licht. Eine Entblößung wäre etwas Unangenehmes und das empfinde ich nicht dabei. Mir gefällt es, mich im Spiegel meiner Gedichte zu sehen. Oder in dem, was die Lesenden darin gespiegelt sehen. Es entzückt mich, wenn ein Zusammenspiel entdeckt wird, wenn ein Detail erkannt wird oder wenn eine Pointe auf Wiederhall trifft.

Dichten verändert und bewegt. Nicht nur innerlich, es lenkt auch Schritte.
Meine auf alle Fälle.

Kirche der Angst

Kirche der Angst vor dem Fremden in mir

War die ganze Zeit auf der Suche, nach einem passenden Videoausschnitt aus
Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ von Christoph Schlingensief. Hab nur diesen gefunden, der vielleicht nicht ganz das zeigt, was mich bei der Aufführung so anrührte. Dass er jetzt bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen geehrt wurde freut mich sehr, obwohl ich gleichzeitig auch die Kritik am deutschen Pavillion nachvollziehen kann.

Mit guter Kunst trauern, ist schwierig. Um einen Künstler in der Öffentlichkeit zu trauern noch immer nicht selbstverständlich. Aber Gedenken ist persönlich und individuell. Auch das Gedenken an einen Künstler.

„Wer seine Wunde zeigt, wird geheilt, wer sie verbirgt, wird nicht geheilt!“

„Wir gedenken des zukünftig verstorbenen, der vieles leisten wollte, kaum dass er schon wieder weg war. Ein Mensch, wie wir, die du, wie ich, wir alle – und damit auch besonders. Er war der, der er war, mehr nicht, aber immerhin, wer kann das schon von sich sagen. Viele sind tot, viele sind untot, uns hat man jedenfalls noch nicht beerdigt. Halleluja!“
Begrüssung in der Kirche der Angst

Lesereise

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