Unmöglich etwas zu bloggen über den heutigen Tag auf der republica, aber ebenso unmöglich es zu lassen. Bin mit nicht sicher, ob mein Kopf leer oder voll ist. Vielleicht sollte ich einfach noch ein bisschen warten. Es ist immer noch Programm – am späten Abend noch das Treffen der GOWS.
Noch bin ich am grübeln, wie ich mich vervierfachen könnte. Das erscheint mir einfacher zu sein, als dass ich mich entscheiden könnte, zu welchen Vorträgen ich gehe.
Das Angebot ist riesig, verlockend und steht in keinem Verhältnis zu meinen konditionellen Fähigkeiten.
Den Tag eingepackt und hinter mir gelassen. Noch kleppert und scheppert er leicht. Aber nicht mehr lange, das schwöre ich mir.
Wenn ihr eine Staubwolke seht, dann wisst ihr jetzt mit wem ihr es zu tun habt.
Jetzt – bin ich gleich weg.
ich reise an
ganz ohne Musik
hab den Ton
weg gedreht
doch der Kopf
summt die Melodie
Claudia April 11th,2011
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Berlin,
Gedicht,
Lyrik,
Musik |
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gibt es auf der Insel. Ist mir grade eingefallen.

Überhaupt: Heute ist alles da auf der Insel.
Nein, ich lass das.
Das schreib ich jetzt nicht in die Sammelmappe rein. Die braucht ein gutes Karma. Gerade über die re:publica.
das Herz
klopft sich durch die Magengrube
pocht und poltert
erstickt zum Schein die Kehle
um danach
höhnisch
durch den Bauch
zu kullern
es bestimmt dein Leben

Diesen fabelhaften Romananfang muss ich unbedingt in der Sammelmappe dokumentieren:
„Dinnie, ein übergewichtiger Menschenfeind, war der schlechteste Geiger von New York. Trotzdem übte er gerade tapfer, als zwei hübsche kleine Feen durch sein Fenster im vierten Stock flatterten und auf seinen Teppich kotzten.“
Die Elfen von New York, Martin Millar
Es bleibt nach wie vor unser Wunsch, dass auch Tilman Spengler und Ai Weiwei in diesen Dialog einbezogen werden können.
Die Museumsdirektoren der Ausstellung zu Aufklärung in Peking rechtfertigen ihre Haltung, die Ausstellung nicht zu schliessen, mit flachen Argumenten. Ihr frommer Wunsch mag ja für Herrn Spengler gelten, der auch irgend wie in diesen Zirkus der kulturellen Wichtigtuer gehört, aber in der Lage in der sich Ai Weiwei jetzt befindet, so ein Spruch loszulassen, ist etwas blass.
Sie argumentieren weiter, dass die Lage in China sich nicht verschlimmert hätte, sondern eben immer so schlimm sei.
Im Grunde hätte die Ausstellung dieselbe Debatte auslösen müssen, wenn die prominenten Tatbestände nicht existierten. Es darf bezweifelt werden, dass das passiert wäre, und das zeugt davon, dass man nicht grundsätzlich zu diskutieren bereit ist.
Als gäbe es nicht die ganze Zeit Menschen, die über diese Problematik diskutieren. Ich kann da nur den Kopf schütteln. Zumal die Ausstellungsmacher im Vorfeld ja auch immer auf die politische Interpretationsmöglichkeit der Ausstellung hingewiesen haben.
Für mich reden hier Menschen, die ihre eigene Wichtigkeit rechtfertigen und das Geld, das sie in diesem Zusammenhang ausgeben.
So arm an Geist!