Was ich anders machen könnte

Was ich anders machen könnte im Leben und doch nie anders machen kann.

Es gibt viele Dinge, die ich mir wünschte anders machen zu können. Das Wichtigste wäre: nicht immer alles so ernst zu nehmen. Leicht gesagt und schwer getan. Das hat noch nie geklappt bei mir. Ich nehme alles ernst, was Menschen reden oder was sie tun. Ernst und wichtig. Es fällt mir schwer, eine Beleidigung zu Seite zu schieben, eine Dreistigkeit wegzustecken oder eine soziale Ungerechtigkeit unkommentiert zu lassen.
Ich bin das wandelnde schlechte Gewissen für meine Mitmenschen, habe ich einmal gesagt. Aber wer will schon ein wandelndes schlechtes Gewissen sein? Ich nicht.
Trotzdem kann ich es nicht verhindern, dass ich es nicht andauernd bin.
Für mich gibt es kein: Das habe ich nur so daher gesagt. Die Menschen mit denen ich zutun habe, schätze ich ständig auf ihre Motivation hin ein. Egoisten, Materialisten oder Schwätzer fallen bei mir sofort durch die Ritzen.
Was jetzt nicht heißt, dass ich nicht allen noch eine zweite, dritte oder vierte Chance geben würde. Zweitausend meinetwegen. So viel Chancen wie sie nur wollen, aber jedes Mal wenn die Einschätzung in eine der genannten Kategorien wieder erfolgt, lasse ich sie wieder durch die Ritzen fallen.

Ich bin ein strenger Mensch, wenn ich mir meine Selbstbeschreibung so ansehe. Zum Glück ist diese Strenge aus meiner Sicht etwas abgemildert durch eine Weichheit bei der Wahrnehmung und die Überzeugung, dass alle Menschen auf ein soziales Miteinander angewiesen sind. Auf ein Miteinander und noch weitergehend auf ihre Liebesfähigkeit. Ein Mensch ohne Liebe geht ein wie eine Primel. Das gilt auch für Egoisten, Schwätzer oder Materialisten. Vielleicht ist das der Grund, warum ich sie immer alle ernst nehme: Ich nehmen das Leben ernst.

Update

Das wordpress-Update auf 3.1.1 hat nicht geklappt. Kann mich gar nicht erinnern, wann es zum letzten Mal Probleme beim Update gab.
Nun ja, dann bleibt halt alles wie es ist.

Jubiläum

Wenn ihr fleißig kommentiert, dann haben wir bald die 2000 Kommentare voll.
Nach dem großen Crash muss es an dieser Stelle heißen. Die Welt hat ihren Super-GAU und die Sammelmappe hatte ihren Crash. Sie hat es „nur“ ihre Kommentare gekostet.
Jetzt stellt sich die Frage: Sind Kommentare virtuelle Güter?

Für mich ganz sicher nicht. Kommentare sind auf keinen Fall virtuell. Sie sind gewichtig und von Kraft.

Danke schön für all die vielen Gedanken und Ideen!

Und schon lerne ich die Grenzen meines neuen Spielzeug kennen: Ich kann das Frauenzitatewiki nicht mit dem iPad editieren. Zum Glück kann ich wenigstes halbwegs damit bloggen, denn das wordpress app will meine Daten nicht annehmen.
Guter Rat ist jetzt gefragt.

Hermione von Preuschen
„Und mit gütiger Erlaubnis ist das Genie so frei sich nicht ans Geschlecht zu kehren, es fliegt in die Seelen, wem und wie es will“

Emotionen

der Schatten des Baums
streicht das Graffiti aus
kreuz und quer
mit viel Wut

Verwandschaft 2.0

Ich habe sie ja gerne, meine Verwandschaft. Meistens jedenfalls.

Die Jungen sowieso. Das Internet baut eine Brücke, die so früher nicht denkbar gewesen wäre. Aber es schafft auch neue Schwierigkeiten. Die Verwandschaft 2.0 zum Beispiel. Eine ganze Weile lebte ich ganz allein in dieser schönen neuen Web 2.0 Welt und es dauerte lange, bis die Kreise der Verwandschaft meine Online-Welt erreichten.

Jetzt überlappen sie sich immer mal wieder und meine streng eingehaltenen Regeln und Gesetze meines eigenen Online-Lebens werden ab und zu über den Haufen geworfen. Wie auch nicht? Sie haben schließlich ihre eigenen Regeln und Beziehungen mit denen sie leben.
Meistens überwiegt meine Freude auch den Regelbruch. Ich schmunzle vor mich hin und denke: Wieder ein Stück Regularium dahin. Nur Abtauchen würde helfen, aber abtauchen mag ich nicht. Auch meine virtuelle Existenz ist mir wichtig. Ein Stück Lebensqualität.

Lebenshilfe

leises Treten
in samtweichen Gefilden

erweisen sich dann doch
als Schmirgelpapier

komm puste mal sanft
den Staub in kleinen
Wirbeln hoch

du stille Seele

kein Mensch
wird die Krater
wiedererkennen

Lebensveränderung per Blog

engl bloggt auf Worte an sich zum Thema Blogs und Kreativität.

Ein wunderbares Beispiel ist das das wohnzimmer, in dem seit Anfang des Jahres one creation per day erscheint. Und das ein ganzes Jahr lang! Eine phantastische Idee, die offensichtlich auf Noah Scalin zurückgeht: 365 – Make Something Every Day And Change Your Life.

dies und das

Die Sonne hat es tatsächlich geschafft. Heute Mittag sah es noch nicht so aus, als könne sie die Entscheidung zu ihren Gunsten wenden, aber es heißt ja auch immer: Man soll den Tag nicht usw. Ihr wisst schon. Einer von diesen klugen Sprüchen, von denen manche Menschen einfach wollen, dass sie stimmen.
Was sonst noch so stimmt auf dieser Welt, darüber denke ich erst etwas später nach. Muss dringend eine Denkpause einlegen. Hab heute noch nicht einmal nach Fukushima gekuckt. Was sie dieses Mal so treiben, wie sie dieses Mal das Leben der Menschen aufs Spiel setzen. Irgendwie hält man das so lange nicht aus. Ich jedenfalls nicht. Ich denke: Jetzt müssten doch endlich mal ein paar mehr Menschen dort aufwachen und sich in Sicherheit bringen. Aber so einfach ist das nicht. Wohin sollte ich mich denn z.B. in Sicherheit bringen, wenn ich betroffen wäre? Darauf fällt mir keine Antwort ein.

Rop Gonggrijp

Der niederländische Hacker Rop Gonggrijp, dessen Gruppe „Wij vertrouwen stemcomputers niet“ die dortigen Wahlmaschinen als unzuverlässig enttarnte und deren Abschaffung bewirkte, hat nun ein ähnliches Problem wie Julian Assange: Die Amerikaner möchten ihn wegen seiner Arbeit für WikiLeaks gerne in ihr schönes Land einladen, wo bereits an Bradley Manning vorgeführt wird, wie man mit Unverurteilten in einem Rechtsstaat umzugehen hat.

http://www.kanzleikompa.de/2011/04/05/netzaktivist-rop-gonggrijp-soll-an-die-usa-ausgeliefert-werden/