Kunst und Verantwortung

Leben, Denken, Fühlen, Kunst und Verantwortung – steht als Untertitel in der Sammelmappe. Für mich ist die Verantwortung besonders wichtig. Verantwortung übernehmen. Im Leben und in der Gesellschaft. (Manchmal nehme ich das sogar zu ernst, aber das wäre ein Thema für einen anderen Blogeintrag.) Für mich ist es jedenfalls wichtig, Verantwortung für unsere Umgebung zu übernehmen, im Großen genauso wie im Kleinen. Oder sogar im Kleinen mehr als im Großen, denn aus dem Kleinen kann schnell mal das Große werden; das gilt im Guten wie im Schlechten. Kultur ist viel zu zentral als dass wir sie immer nur dem Staat oder dem Bildungsbürgertum überlassen sollten. Kultur ist wichtig. Im öffentlichen Raum oder im Netz. Deshalb fasziniert mich die Idee des Crowdfunding so. Ich habe mir vorgenommen, ein paar Projekte auf den verschiedenen Plattformen zu begleiten. Mich dort jeweils anzumelden und davon zu berichten.
Wenn die Idee mit den Plattformen zünden, dann bekommt das Kleinsponsering viel Raum und wird auch Auswirkungen auf die kreativen Projekte haben. Das stelle ich mir ungeheuer spannend vor.

Digitale Gesellschaft

Braucht das Internet eine Lobby? Ja, ganz eindeutig. Aber muss dazu eine digitale Gesellschaft gegründet werden?
Nun sie haben es getan, also müssen sie wohl. Aber im ernst: Das Internet hat doch eine Lobby. Der CCC oder der FoeBud sind zwei starke Vereinigungen, die ich kenne – wahrscheinlich gibt es da noch mehr.
Eine Top-Down-Organisation im Sinne von „Wir handeln, ihr zahlt“ – ist das wirklich nötig?
Manchmal ist es besser Kräfte zu bündeln, manchmal hat es Vorteile sich zu dezentralisieren. Was in diesem Fall besser ist, kann ich nicht sagen. Ich bin immer ein bisschen dafür, das was schon da ist auch auszubauen.

Nachtrag: Zweifel bestehen auch bei Fefe

Vernetzung – Kunst

Die Blogpaten haben eine Aktion, um die Blogs von Künstlerinnen und Künstlern mehr zu vernetzen: Eine Blogparade. Dazu habe ich meine eigene Meinung.
Den Wunsch nach Vernetzung von Künstlerinnen und Künstlern kann ich gut nachvollziehen, ob eine Blogparade, eine gute Möglichkeit ist, da bin ich mir nicht sicher. Eine Vernetzung muss aus meiner Sicht auch auch „leben“. Links sollten anlassbezogen erfolgen und die Kommunikation, die aus ernsthaften Interesse aneinander erfolgt, ist auch für die Leserinnen und Leser angenehmer, als eine reine Linkaktion.

Generell ist das auch das Problem, das ich aus der Zusammenarbeit mit der Plattform Nischenthemen erkenne. Ich setze in der Sammelmappe großzügig Links in alle Richtungen, die ich für interessant halte und achte dabei ganz sicher nicht auf Ausgewogenheit und auf Rückverlinkung. Aber ich kann es hier ruhig auch einmal ansprechen: Von den vorgeschlagenen Projekten der Nischenthemen kam nicht ein einziges Mal eine Verlinkung. Wie soll dann daraus eine Vernetzung entstehen?

Crowdfunding

Auf der republica habe ich das Wort Crowdfunding zum ersten Mal gehört. Crowdfunding ist eine alternative Finazierungsmöglichkeit für kreative Projekte.
Diaspora wurde z.B. ziemlich spektakulär über die amerikanische Plattform kickstarter gepusht. 10.000 $ wollten sich die Programmierer für ein alternatives Facebook finanzieren und mehr als 200.000 $ sind zusammen gekommen. Das richtige Projekt zur richtigen Zeit war das wohl.
Deutsche Projekte haben allerdings auf amerikanischen Plattformen keine große Chance. Das liegt zum Teil an den Überweisungsmöglichkeiten und zum Teil an der rechtlichen Ausgangssituation. Inzwischen gibt es auch einige deutsche Plattformen. Welche sich durchsetzen wird, das wird die Zeit zeigen.

http://www.mysherpas.com

http://www.pling.de
http://respekt.net
http://www.visionbakery.de
http://www.sellaband.de
http://www.inkubato.com/de
http://www.startnext.de

Vorsicht

Meine Haut blüht. Ursache unbekannt. Im Kopf sausen die vergangenen Tage hin und her. Kryptische Einträge mit Anspielungen, ich erinnere mich und erkenne mich wieder. So viel Potential.
Das Ziel erkannt und doch verfehlt.
Zum Glück, gibt es das Bloggen. Zum Glück, breitet sich dieses Netz vor uns aus. Mit uns aus – wäre besser ausgedrückt.
Wie könnte das wunderbare Feinkostbistro nur heißen, bei dem wir so freundlich eingeladen waren?

Hab ich schon erzählt, dass ich mit meinen beiden Vorwortschreiberinnen unterwegs war?

Holpersteingedicht

Natur in Streifen aufgereiht
Weite angedeutet
Licht durchflutet
Straßen kreuzen Wiesen
Flusrigkeit (der Bäume)
Wolken-Himmels-Tanz
hartes Warten
Strommasten verbinden sich mit Hängemattenkabel
Abrakadabra
der Tunnel fängt mich ein
Blütenküsse
Zickzackfarben
angelehnte Häuser
Sitzgelegenheiten laden aus

Orientierung

Ich reiß mich
selbst in Stücke
steh auf einem Bein

will nicht tanzen
können
dreh mich doch
im Kreis

Nachher – vorher

Es ist viel zu spät um noch etwas in die Sammelmappe zu schreiben, aber ohne zu bloggen mag ich heute Nacht auch wieder nicht ins Bett gehen. Mich noch einmal erden scheint mir wichtig. Mich vergewissern, dass sich die Welt noch in die richtige Richtung dreht. Nicht auszudenken, was wäre, wenn sie es sich anders überlegt hätte.
Nach der republica ist vor der republica. Ein Stück deutsche Kulturgeschichte, ein bisschen digitale Gesellschaft, eine Gemeinschaft, die ihre Wege geht.
Für ein Fazit ist nicht die rechte Zeit, nur ein Nachspüren, das muss noch sein.

Augenschmaus

Mein Augenschmaus war der eindeutige Höhepunkte dieses republica-Tages. Wenn es jemand schafft, die Interessen der Gehörlosen mehr in den Fokus der Medien zu rücken, dann sie. Julia ist eine kompetente, ernsthafte und trotzdem lockere Bloggerin und Twitterin, die mit ihrem Lippenablese-Service bei Fussballspielen und Wahlsendungen die Menschen begeistert und mitreist, dabei aber nicht locker lässt um auf die Misstände der deutschen Medienlandschaft bei der Barrierefreiheit hinzuweisen.
Herzlichen Dank!
Das war eine tolle Premiere. Ein Beitrag bei der republica mit Gebärdendolmetscherin.

Es tut nicht weh

Das Internet tut gar nicht weh, heißt es in der Kulturzeit über den Vortrag von Gabriella Coleman über Anomymous. Die müssen es wissen.
Nein, mir hat es heute auch nicht weh getan. Ich war kaum im Internet, ich habe mich von den Geschehnissen treiben lassen. Chaos und Struktur lag im heutigen Tag genauso nah bei einander wie Kreativität und Substanzlosigkeit.
Ich habe mich über Paula, Claudia Klinger, Annima, Helga Hansen, Kathrin Ganz, Silke, die Bergdame und noch so viele mehr.