Kennt ihr Linktipps für englischsprachige Blogs?

Vor einigen Tagen bin ich mit Violine auf das Thema englischsprachige Blogs gestoßen. Es ging in der Diskussion darum, dass wir beide kaum englischsprachig Blogs lesen und was wohl die Gründe dafür sind. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es uns wahrscheinlich zu mühsam ist, dass die englischsprachigen Blogs für uns eine große Verlangsamung der Lesegeschwindigkeit erfordern. Das was sich in der deutschen Sprache schnell überfliegen lässt, muss in der fremden Sprache aufmerksam gelesen werden, damit einem der Sinn und die Zwischentöne nicht entgehen.

Lest ihr englischsprachige Blogs? Wenn ja, welche würdet ihr empfehlen?

ALS – Amyotrophe Lateralsklerose

Sandra Schadek schreibt, man könne ihr helfen, indem man die Öffentlichkeit und die Ärzte auf ALS (Amyotrophe Lateralskleros) aufmerksam macht. Durch ihren Publikumspreis beim Grimme-Online-Award im letzten Jahr hat sie bestimmt die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen. In der Forschung ist das tatsächlich wichtig, denn es wird wenig Geld für die Erforschung dieser schweren Krankheit ausgegeben. Krankheiten, die wenig Menschen betreffen sind immer in Nachteil, gegenüber den Krankheiten, die häufiger vorkommen. Mit den Forschungsergebnissen möchte man ja hinterher Geld verdienen und das lässt sich leichter realisieren, wenn die Gruppe größer ist, an die sich das Medikament verkaufen lässt.
ALS ist eine teuflische Krankheit und ich kann immer noch nicht sachlich und ruhig über sie berichten. In der Wikipedia heißt es:
Die Amyotrophe Lateralsklerose ist nicht heilbar. Der Schwerpunkt der Therapie liegt auf einer Linderung der Symptome und psychologischer Betreuung. Die Überlebenszeit beträgt im Mittel etwa drei bis fünf Jahre.
ALS hat mir einen lieben Menschen genommen. So schnell, so radikal, so schmerzlich. Ich erinnere mich noch an die Diagnose. Zwei Wochen hatten die Test im Krankenhaus gedauert, zwei Minuten, die abschließende Mitteilung der Diagnose.
Was schwer ist, will man wohl schnell hinter sich haben. Es hat lange gedauert, bis ich die Diagnose nicht mehr anzweifelte. Der Verlauf der Krankheit lies keine Zweifel. Eine bittere Erfahrung.

Zwei Jahre blieben ihr dann noch. Zwei Jahre in der sie eine menschliche Größe zeigt, die uns manchmal schon übermenschlich vorkam. Wie sie es schaffte, die verbliebene Zeit so aufzuteilen, dass alle Menschen in ihrer Umgebung nicht verzweifelten. Wie sie uns dirigierte, um die notwendigen praktischen Entscheidungen umzusetzen, wie sie über ihren Tod hinaus, an unserer Trauer mit teilnahm. Es war eine intensive Zeit. Unbeschreibbar.

Mein Herz für Blogs

schlägt jeden Tag und daher versuche ich auch immer, möglichst viele von meinen Lieblingsbeiträgen zu verlinken. Manchmal bremse ich mich selbst ein wenig, damit ich  meine Leserinnen und Leser nicht übersättige.

Aber das ist Humbug: gute Links kann man nicht oft genug setzen.

Den Slogan “ein Herz für was auch immer” mag ich nicht. Wahrscheinlich kommt meine da meine generationsbedingte, links ausgerichtete Abneigung gegen alles was mit Blödzeitung zusammenhängt durch.

Also linkt mal schön, liebe Bloggerinnen und Blogger – nicht nur am nächsten Dienstag. Gute Links sind begehrt.

NSFW – Not Save For Work

Manche Entwicklungen gehen ziemlich lange an mir vorbei. Die Sammelmappe ist bisher immer Save For Work gewesen und die Blogs, die ich lese auch. Das Kürzel NSFW habe ich im Laufe dieser Woche zum ersten Mal wahrgenommen; wie so oft bei Neuigkeiten via Frau Fragmente. Wie unwissend ich doch bliebe, wenn ich nicht ab und an ihren Links folgte. Aber mancher ihrer Links ist dann NSFW. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann heißt es, beim Anklicken eines solchen Links sollte einem in der Arbeit besser niemand über die Schulter kucken.
Hmm, eigentlich sollte einem bei der Arbeit auch besser sonst niemand über die Schulter kucken, wenn man privat surft. Egal auf welcher Seite man rumklickt. Und dann nicht vergessen: Dem Proxyserver schaut auch jemand über die Schultern und der liegt stoisch und ständig auf der Lauer und vielleicht wartet schon jemand darauf, dass er sich bei euch das Kranken-Rückkehr-Gespräch bald sparen kann. Die meisten Anwenderinnen und Anwender sind da sehr unbedarft und unvorsichtig, aber nur weil das “alle” machen, heißt das nicht, dass nicht irgendjemand mal zur Verantwortung gezogen wird. Gerechtigkeit ist nicht das Spezialgebiet der Vorgesetzten und wenn Fahrlässigkeit zum Schaden führt, dann braucht man schnell einen Sündenbock. Im Internet lassen sich viele ahnungslose Schafe finden.

Kranken-Rückkehr-Gespräch

Es gibt Wörter, die sollte es nicht geben. Aber die Schere zwischen dem, was gesetzlich erlaubt ist und dem, was Menschen mit niedrigem Einkommen alles über sich ergehen lassen müssen, wenn sie ihren Arbeitsplatz nicht verlieren wollen, geht immer weiter auseinander.
Krankheit und Sexualleben gehen den Arbeitgeber nichts an? Da gilt schon lange nicht mehr.

Der Punkt als Kommentar

Auch der Punkt sagt nur »ich habe es gelesen und es hat mich berührt« — was natürlich schon viel mehr ist als überhaupt keine Reaktion, die alles und nichts bedeuten kann, bis hin zum kürzlichen Tod. Was abgesehen davon auch nur als Antwort auf etwas Nichtgeschwiegenes funktioniert.

via il giardino

(Weil ich die Quelle für den Punkt vor ein paar Wochen doch nicht gefunden habe, hier das Erinnerungs-Fundstückchen.)

Ich warte

auf ein Baby in China und ein Baby im Bloggerland. Bei der Namensfindung sind beide zukünftigen Mamas kreativ – hoffentlich hält sie jemand im letzten Moment auf.

Schlimmer als Turnschuh-Administration

ist Eisenbahn-Administration, aber es entschädigt der Genuss der vorbeifliegenden, pittoresken Landschaft.
Immer an der Lahn entlang
Als Turnschuh-Administration bezeichnet man die Gelegenheiten, bei denen die Systemadministration einen zwingt, durch die Büros zu hetzen und an jedem PC-Arbeitsplatz eine Einstellung vor Ort vorzunehmen – und manche Systemadministratoren müssen dazu durch die Lande fahren.

Links 15.04.2010

  • Seit gut zwei Jahren wage ich es nicht mehr, meine Schwester danach zu fragen, ob bei ihr der Ernst des Lebens begonnen habe, denn ich befürchte, dass sie meine Frage bejaht

Hier wird sich bald etwas ändern

ich weiß nur noch nicht was. Aber mein Unterbewusstsein spürt , dass sich hier etwas ändern wird.
Aber was? Das Layout, das Design, der Inhalt? Oder wird die Sammelmappe im Schwarzen Loch des nicht-durchführbaren-2-7.1-Update verschwinden?
Ich kann es nicht sagen. Unwahrscheinlich ist, dass ich die kostbare Sammelmappe verkaufe – also das schließe ich jetzt schon definitiv aus. Aber was könnte sich sonst noch ändern? Was will mir mein Unterbewusstsein mitteilen, das ich noch nicht greifen kann?

Ich versuche es mal mit der Wünschelrute. Vielleicht schlägt sie ja aus, wenn ich sie über den Monitor halte.