Die tägliche Tretmühle

Mein Körper ist schon zu Hause angekommen, aber mein Geist und meine Gedanken sind noch unterwegs. Sind noch beschäftigt mit dem, was heute war und dem, was morgen wieder auf mich zu kommt.

Zur Zeit gleicht die tägliche Tretmühle einer wilden Berg-und-Tal-Bahn auf der Kirmes: Alles dreht sich viel zu schnell, nichts bleibt auf seinem Platz und begleitet wird das Ganze von einem ohrenbetäubende Getöse.

Fühlen Sie sich alarmiert

“Die Öffentlichkeit über Gewalt muss mindestens so unerträglich werden wie die Gewalt selbst.”
schreibt Wilhelm Genazino in seinem Essay “Fühlen Sie sich alarmiert”.
Er meint damit, dass wir die Gewalt nicht hinnehmen sollen. Dass wir immer und überall, wenn wir auf Gewalt stoßen, sie öffentlich machen sollen. In der Presse, in Leserbriefen, in Briefen an die Politikerinnen und Politiker. Wir sollen es nicht leid werden, uns gegen die Gewalt auszusprechen. Im Großen nicht, wenn es um Kriege und Atomwaffen geht, aber auch nicht im Kleinen. Wenn es um die Gewalt an der Ecke, in der Straßenbahn oder im Kino und im Internet geht.

Mikeyy Mooney – der Twitter-Wurm

Da ist er also: der Twitter-Wurm, den man sich einhandelt , indem man auf ein infiziertes Twitter-Profil klickt. Programmiert wurde der Wurm von einem 17-Jährigen, der seine Website ein bisschen promoten wollte. Das scheint ihm gelungen zu sein.

Wie wird man Mikeyy wieder los?
Bei Twitter einloggen, zu den Settings wechseln, den Text bei Name löschen, danach auch den Text bei More infos to URL.

Über das Bloggen bloggen

ist eine der vielen Lieblingsangewohnheiten der Bloggerinnen und Blogger.

Der Rest des Eintrags fällt meiner Selbstzensur zum Opfer. Jeder kann die Lautstärke für seine Blogeinträge verwenden, die sie oder er für richtig hält und wenn mich das Leser- und Blogger-Bashing nervt, dann sollte ich einfach weiterziehen. Das mache ich und schenke mir mein besserwisserisches Genölle.

Gegen Atomwaffen und nukleare Aufrüstung

Eigenes Fenster
Ich habe das alte, noch immer bewegende Lied von Wishfull Thinking ausgegraben. Das an die Toten von Hiroshima erinnert, um hier in der Sammelmappe mein Zeichen für den Frieden zu setzen. Die Version, die ich früher kannte, klang ein klein wenig anders. Es scheint verschiedene zu geben.
Nachtrag:
Ich denke, es war diese Version.

Fehler beim Sushi selber machen

Hier in der Küche sieht es mittlerweile lustig aus. Mein Sushi-Experiment hat es ganz schön in sich. Aber beim zweiten Mal Sushi machen, wird das wahrscheinlich besser sein. Die Sushi sind immer noch nicht fertig, aber ich habe schon eine Menge Fehler gemacht.

Merke:

Dunkler Reisessig färbt die Sushi braun.

Den Reis bitte nicht umrühren wie einen Kuchenteig – steht doch in der Anleitung, habe ich leider zu spät gelesen, da war er schon gerührt.

Eine Schüssel mit Wasser und Reiswein-Essig bereit stellen, um die Hände damit vom Reis zu säubern. Davon brauche ich beim nächsten Mal mindestens vier. An jeder Ecke vom Tisch eine.

Sushi selber machen

Ich liebe Sushi! Der Geschmack ist einfach klasse und es ist so leicht verdaulich und schön anzusehen. Ich würde es mir gerne selbst zubereiten und habe auch schon eine Seite gefunden auf der genau erklärt ist, wie es zubereitet wird. Aber ob ich mir das zutraue?

Nachtrag:

Ich denke, heute gibt es Phantasie-Sushi bei mir. Ich konnte zwar auf die Schnelle den Sushi-Reis, Reisessig, Wasabai und Sojasoße auftreiben, aber bei dem Fisch war guter Rat teuer. Entschieden habe ich mich daher für Meeresstäbchen nach Kamaboko-Art; die sehen so aus, als könnte man sie für das Sushi verwenden.

Aber ich traue mich nicht an die gerollten Sushi mit den Algenblättern und muss meine Phantasie-Sushi nun als Bällchen zubereiten. Der Reis klebt jedenfalls schon überall. Vielleicht weil ich vergessen habe, ihn zu fönen?

Ein Land ohne Armee

ist Island, lese ich gerade im Island-Blog:

Island gehört zu den Gründungsmitgliedern der NATO, hat bis heute aber keine eigene Armee. Der Schutz wurde bis Oktober 2006 von den Amerikanern wahrgenommen, die hier eine Militärbasis hatten, seitdem reihum von anderen NATO-Staaten.

Jesus stirbt

Karfreitag – als Kind hat mich dieser Tag in die schiere Verzweiflung gestürzt.
Wie konnte es nur passieren, dass die Römer Jesus ans Kreuz nageln konnten? Warum hat Gott – wenn er doch sein Vater ist – nicht besser auf ihn aufgepasst. Er hätte die Sünder doch vorher bestrafen können. Bevor sie seinen Sohn ans Kreuz nageln. Der ganze Karfreitag war schrecklich. So lange dauert ein Tag, so lange dauert es bis Jesus gestorben ist und bis er dann endlich wieder auferstehen kann. Aber an Ostern ist dann der Tag der Freude und der Auferstehen.

Mein Gott, war ich sauer, als der Liebe Gott meinen Hamster an einem Ostersonntag sterben lies. Karfreitag hätte ich noch verstanden. Aber als das arme, kranke Tier den Karfreitag überlebte, da war ich sicher, dass Gott ihn verschont hat. Wie kann er hingehen und das arme Tier am Tag der Auferstehung sterben lassen?!

Ich war immer froh in meinem Leben, dass ich nie mit der katholischen Variante der christlichen Religion konfrontiert war. Die sanfte evangelische – nicht die strenge protestantische – Variante, lässt noch verhältnismäßig viel Freiheit im Denken und Handeln zu. Aber auch sie lebt von dem Vorgeben der Denkstrukturen.

Das einzige, was bei mir von der christlichen Erziehung übrig geblieben ist, ist das Gefühl, dass es ganz schön ist, dass es einen Menschen wie Jesus gegeben hat.
Einen der – so steht es tatsächlich in der Bibel – Frauen und Männer zu seinen Jüngern zählte und für den Liebe und ein Leben ohne Gewalt im Mittelpunkt seines Denkens stand.

Aber was kümmert das die Christen?

Inspiriert vom Eintrag des Bembelkandidaten: Karfreitag – Good Friday

Lesen – ein brodelnder Kessel

“Eine Literatur, zur Gänze aus guten Büchern zusammengesetzt, wäre bald ohne Leser und ausgestorben, die Isolation zu groß. Wir benötigen auch die trivialen, kurzlebigen Bücher: Das sind die Ankleidezimmer, die Werkstätten, die Seitenflügel, die Spülküchen, die brodelnden Kessel, in denen das Leben siedet und dampft und immerzu hochkocht. Sie befruchten unseren Geist und machen ihn bereit für die großen Meisterwerke.”

Virginia Woolf