Wie Bilder von Hieronymus Bosch

Kennt ihr Harry Bosch, den Ermittler aus Los Angeles? Es ist eine Figur aus den Romanen von Michael Connelly. Ludger Menke vom Krimiblog hat ein Interview mit ihm geführt.

Ich habe ein großes Geschenk bekommen, denn ich kann über die Figur Harry Bosch nun schon seit zwanzig Jahren schreiben. Er ist in Echt-Zeit älter geworden, wie auch die Stadt, in der er lebt. Ich bin mir bewusst, welches Glück ich mit dieser Figur habe. Ich kann einen Charakter zeigen, wie er sich entwickelt und ich kann eine Stadt zeigen, die sich entwickelt. Und ich kann über die realen Ereignisse und Dinge schreiben, die wichtig sind.

Pintado una Cancion

Ein Lied malen. Flashlinienkalligrafie bei Spreeblick gefunden.

Zauberwürfel-Wunderkind

Eigenes Fenster
Die Chinesen wieder, ein Herz für trainierte Kinder.

Eigentlich

Eigentlich bin ich kein nachtragender Mensch, sage ich von mir und bin überzeugt, dass das so stimmt wie ich es sage.

Aber eigentlich weiß ich auch: Je mehr die Menschen eine bestimmte Eigenschaft von sich betonen, desto weiter her ist es gerade eben mit dieser Charaktereigenschaft. Da wird betont, man sei nicht geizig, um zu begründen, warum man gerade jetzt so sparsam ist. Da wird geheuchelt, wie friedfertig das Gemüt ist, um fünf Minuten später in einen cholerischen Anfall auszubrechen. Da wird sich gebrüstet, was für ein humorvoller Typ man doch eigentlich ist, obwohl sich der Humor erst nach fünf Bier zeigt und sich auch nur denen erschließt, die noch zwei mehr getrunken haben. So ist das oft mit dem: eigentlich.

Also noch mal von vorn: Eigentlich bin ich nicht nachtragend. Aber manche Gesten, Worte, Taten hinterlassen ein leichtes Grummeln in meiner Seele, das auch nach einen Jahrzehnt noch vor sich hin grummeln kann.

So bin ich – eigentlich auch.

Frühling, pah!

Was soll ich dazu sagen? Ignorieren wäre klug. So wie ich es schon gewittert habe: Wetterboykott. Nicht mehr aus dem Fenster sehen und es einfach nicht beachten.

Frühling, pah! Mich täuschst du nicht. Ich werde hartnäckig darauf bestehen, dass er seinen Pflichten nachkommt. Genau wie ich das bei dieser blöden t-Taste tue. Die tippe ich auch dreimal an, bis das t endlich erscheint. Keine Möglichkeit für sie, sich mir zu wiedersetzen.

Nein: Mit mir nicht!

Ilija Trojanow

schreibt männliche Texte und ist ein sanfter, menschlicher Erzähler.

Sie sehe ihn gerade auf 3sat und wieder fällt mir die Differenz zwischen der männlichen Atmosphäre seiner Texte und dem weichen Klang seiner Stimme und dem angenehm ruhigen Auftreten seiner Person auf.

Der Weltensammler.

Islamverträgliche Wertpapiere

fallen unter die Kategorie Wörter, die ich mir merken muss. Gestern oder vorgestern habe ich den Ausdruck islamverträgliche Wertpapiere zum ersten Mal gehört. Angeblich gibt es bei den Banken Berater, die Wertpapiere daraufhin untersuchen ob sie scharia-verträglich sind.

Die Kreuzamputation ist auch scharia-verträglich. Für mich ist das eins der schlimmsten Wörter, die ich überhaupt kenne. Ich kann es kaum denken, ohne dass ich Gänsehaut bekomme. Die Kreuzamputation ist eine Scharia-Strafe bei der werden eine Hand und der gegenüberliegende Fuß amputiert. Die Strafe wird z.B. in Saudi-Arabien für Straßendiebstahl verhängt.

Ich merke: Ich bin befangen in dieser Angelegenheit.

klitzekleine Freuden

klitzekleine Freuden
im hintersten Winkel meines Herz verbrogen
geerbte Freudigkeit
vom Himmel in meine Seele gefallen

purzelnder Stolz
pocht in der Kehle
verschluckt sich von Zeit zu Zeit
gelebte Heiterkeit
die stabilste Rückratstütze

Schatten an der Wand

Wolken ziehen über mir
vertuschen das Ziel
halten fest ohne anzuhalten
innehalten ist unmöglich
das Herz klopft viel zu schnell
trotzt der Gefahr schon lange nicht mehr
Alltag hämmert gnadenlos ein
Stigma und Marke für ein gebranntes Kind
Glaub nicht: Du hast den Berg bestiegen
Sieh dich um: du wirst kein Ende sehen
das Licht im Tunnel ist ausgelöscht
die Schatten an der Wand
wirft deine Seele

(Hier geht’s zum gesprochenen Text)

Tag der Poesie verpasst

Da habe ich doch glatt den Tag der Poesie verpasst. Damit das nicht wieder vorkommt und ich ihn beim Stöbern in meinem Blog wieder finde, notiere ich mir hier: Am 21. März ist an den Tag der Poesie zu denken.

Nachtrag: Bin offentsichtlich nicht die einzige, die den Tag der Poesie verpasst hat.