Gestern todesmutig im Feierabend Feierabendverkehr vom Büro nach Hause gefahren. Heißa, das war ein Fest! Bis Montag bin ich dann mental auf meine erste Zugfahrt seit drei Monaten vorbereitet. Augen zu und durch ist jetzt die Devise.
Hab heute mein erstes Webinar von Ver.di zu Arbeitsschutz in Zeiten der Pandemie gemacht und bin begeistert. So viel effizienter als ein Präsenzseminar! Ich sehe mich sofort nach dem nächsten um. Das ist richtig klasse!
Christoph Sydow ist tot. Ich erinnere mich noch gut an sein alshark Blog, das er als Student schrieb. Jetzt ist alles vorbei. Suizid ist grausam.
Mein ganz persönliches Strategiepapier für die nächsten Wochen entwickelt.
Unter Punkt 0 die Vorbereitungsphase eingetragen. Zur Beruhigung von Herz, Gemüt und Seele bedarf es einer geballten Lyrikdosis. Aktiv- und Passivimmunisierung.
Nun folgt Punkt 1 des Strategieplans. Vertraut machen mit alltäglichen Routinen ohne Ansteckungsängste. Ganz wichtig: Nicht vergessen, dass die Ansteckungsvermeidung nur eine statistische Größe ist.
Ins Stammbuch schreiben: Wenn’s schlimm kommt, war es nicht meine Schuld.
Im Büro zum ersten Mal in diesem Jahr den Ventilator angestellt, unerträglich heiß hinter der Scheibe. Aber die Schafskälte sei schon schon im Anmarsch, heißt es. Und der Regen.
Die Nachrichten der letzten Tage machen mich ganz kirre. Vertrauen in Menschen zu setzen, geht nur außerhalb des Medieneinflusses. Es ist bitter. Sehr, sehr bitter.
Ich tröste mich mit Lyrik.
Zahlen des Tages: 183.879 und 8563, ca. 8.700 aktive Fälle.