Strom und Vorurteil

„Kaum jemand wirs sich dafür interessieren, das Neue vor schlechten Entscheidungen in Schutz zu nehmen, wenn nicht vorher gelegentlich erklärt wird, was an diesen Neuerungen überhaupt unterhaltsam oder nützlich sein soll.“

An mir sind die Kolumnen von Kathrin Passig in der FR aus unerfindlichen Gründen vorbei gegangen. Aber zum Glück für mich, hat sie daraus ein e-book gemacht. Leider nicht bei mojoreads.

Aber ich bin ja flexible.

Titelbild von „Stom und Vorurteil“ von Kathrin Passig

Tausend Fragen 91-100

91. Wie heißt dein Lieblingsbuch? Echt? Ein Lieblingsbuch? Ich habe ganz viele Lieblingsbücher. Stadt der Engel von Christa Wolf, Das Alphabet der Frauen von Clara Pinto Correia, alle Tagebücher und Briefe von Virginia Woolf oder von Franz Kafka, In den Sibirischen Wäldern von Sylvain Tesson, Die hellen Tage oder Schlafen werden wir später von Zsuzsa Bánk und noch viele mehr.

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über SMS? Mit der Packstation?

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein? Eindeutig nein.

94. Gibt es Gerüchte über dich? Bisher sind mir noch keine zu Ohren gekommen.

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest? In den Tag hineinleben.

96. Kannst du gut Auto fahren? Nein.

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden? Ja, sehr. Aber nicht alle. In dieser Hinsicht bin ich wählerisch.

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders? Das Schicksal hat es in dieser Hinsicht gut mit mir gemeint. Allerdings ist sein Timing etwas schlecht. Aber das kann ich nicht gegeneinander aufrechnen.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? Essen gehen, mit Freundinnen reden.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen? Wer hat bitte noch nie gegen ein Gesetz verstoßen? Ich nehme also an, auch ich habe schon gegen Gesetze verstoßen. Aber eine Heldinnen-Geschichte dazu gibt es nicht.

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.

Journal05012020

Menschen das Gefühl geben, dass wir vor ihrem Schmerz nicht flüchten.

Dasein und nah sein.

Freundschaftdienst ist Lebenskunst.

Hey Babys,

ich hab euch zum Fressen gern.

Bildbeschreibung: Gefrorene Sepia

Home

Home nennt Adriene in diesem Jahr ihr 30 Tage Yoga Programm. Ich schleppe mich durch die Übungen, wie schon im letzten Jahr. Allerdings mit weniger Anstrengung der unschönen Art. Wenn es zu heftig wird, entspanne ich mich bis ich den Wiedereinstieg finde. Das wird schon, denke ich bei mir. Das wird schon.

Adriene ist ein Phänomen mit ihren Yoga-Videos. Locker und unaufdringlich zieht sie ihre Linie durch. Einmal las ich in einem Artikel über sie, dass der Autor ihre Videos zum Einschlafen anschaut. Nicht um Yoga machen, sondern um ihrer Stimme zu lauschen.

Kann ich gut nachvollziehen.

Balkongewächse

Kalt und feucht ist es draußen. Die Meißen tanzen ihren Futtertanz auf dem Balkon.

Ich finde meinen Frieden wenigstens im heutigen Tag wieder.

Yoga with Adrine begonnen. 30 Tage Home. Im letzten Jahr klappte das ganz gut.

Neujahrstag 2020

Mir wird heiß und kalt. Alle Glieder schmerzen. Es ist lange, lange her, dass mich eine Erkältung niederstreckte. Auch dieses Mal bin ich nicht sicher, ob es wirklich eine Erkältung ist.

Vielleicht ist mir das Neujahr mit aller Kraft in Körper und Geist gefahren. Hat von mir Besitz ergriffen. Mich in Panik geschüttelt.

Anmerkung:

Optimismus kann ich auch. Aber der ist im Moment und aus dieser Perspektive heraus nicht angebracht. Es wäre fahrlässig von mir, mir nicht einzugestehen, dass mich die Ernsthaftigkeit der Lage beängstigt.

Erst danach kann ich mich wieder auf die Geruhsamkeit und die Liebe einlassen. Was ich auch tun werde. Ganz bestimmt.

Silvester 2019

Da ist das große Unglück doch noch mal haarscharf an mir vorbei gelaufen. Hab also allen Grund mich beim Schicksal zu bedanken.

Draußen kracht und knallt es. Trocken ist die Luft und kalt. Die Raketen werden heute weit in den Himmel fliegen.

Und bunte Zauberlichter in den Himmel malen.

zwischen zwei Gesten
steht das Leben

sprüht Funken vor Glück

Letzter Bürotag

Zum letzten Mal in 2019 ins Büro und versucht den Überblick zu behalten. Nach Feierabend lange in den Himmel geschaut.

Fensterblick im November auf den Bornheimer Hang mit kahlen Bäumen

Journal29122019

Das Jahr stolpert sich aus. 2020 steht auf der Matte und wirkt arrogant durch seine Symmetrie. Wie ein Fake. Ein Fake Neujahr. Herausgeputzt und blendend.

Ich trau ihm nicht.