Journal19112019

Lebensticker *** nachdrücklich gefilterte Fotos *** verfilterte Fotos *** Nachdenken über das vergangene Wochenende *** Sorgenteufel *** Kalender-Schieflage *** verkriechen *** Bedürftigkeit *** eins nach dem anderen *** die Wahrheit verbirgt sich geschickt *** Geduld, Geduld *** von Anfang an *** nie wird irgendetwas gut *** sie vermisst die Sonne *** schmerzhafte Lesegrenze *** inneres Lächeln *** eine handvoll Glück ***

Zweifeln

Zweifeln trennt Mut von Blödheit, sagt mir mein heutiger Blink.

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Ich bin die Königin der Zweiflerinnen. Weiß seit meiner Kindheit um die Kraft des Zweifeln und kenne ihre dunklen und düsteren Ecken ganz genau.

Es stimmt schon, es braucht Mut zum Zweifeln, denn sie fallen unangenehm auf in einer Welt der Eindeutigkeit.

Mittlerweile bin ich eng mit meinen Zweifeln verbunden, meistens höre ich auf sie, aber von Zeit zu Zeit bitte ich sie nachdrücklich sich eine Auszeit zu nehmen.

Journal17112019

(Bildbeschreibung: Blick aus dem fahrenden Zug: Licht und Schatten auf dem Parallel-Gleis und verschwommen, bunte Graffiti auf der Lärmschutz-Wand)

Taumelnd in den Tag hinein finden. Längst gibt es keine passende Hintergrundmusik für die Stunden. Die Farben der Erinnerung verblassen.

Was bleibt, ist die Ode an das Verschwinden.

Journal16112019

Ich lerne dazu. Tag um Tag um Tag. Ob ich will oder nicht.

Ich lerne dazu. Im Guten wie im Bösen. Lerne, lerne, lerne.

Du kannst nicht Nicht-Kommunizieren, sagen sie zu mir. Nicht-Lernen ist auch keine Option, weiß ich.

Ich lerne dazu.

Nie sagt dir jemand, wie hilflos dich das Lernen macht.

Schwere Tage

Kennst du diese ganz besondere Leichtigkeit, die nur in der Atmosphäre schwerer Tage zu finden ist?

Journal14112019

Freude schöpfen
nur aus dem Vollen
nie verzargen
im Innern an Wonne glauben
nach Liebe trachten

nie vergessen: ich kann schweben

Augenblicke

Einen Moment auswählen. Einen Augenblick.

Die Welt in einem Sekundenbruchteil einfangen.

Blick entlang den Baumstämmen der Inheidener Straße im Dunkeln, das künstliche Licht der Straßelaterne taucht die Bäume und das Gras in ein leuchtendes Gelb, am Boden Herbstlaub

Jeden Morgen aufs Neue, auf die Reise gehen. Auf der Suche nach Zeitgeschenken.

Tausend Fragen 71-80

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme? Mich bringt eher eine Haltung auf die Palme als ein einzelnes Wort.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen? Als Besucherin von diversen Konferenzen oder als Publikumsdekor bei den Lesungen zum Bachmannpreis.

73. Wann warst du zuletzt nervös? Ich bin oft nervös, immer wenn etwas ungewohntes passiert.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause? Ich baue mir überall ein Nest, wenn ich vorübergehend irgendwo bin. Von daher kann ich sehr flexibel sein im Zuhause. Hauptsache das Nest ist gebaut.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen? In meiner Timeline.

76. Welches Märchen magst du am liebsten? Sterntaler, wahrscheinlich. Wenn ich mich schon entscheiden muss.

77. Was für eine Art von Humor hast du? Einfach. Sehr, sehr einfach. Ich lache über die Dinge am lautesten, über die Dreijährige lachen.

78. Wie oft treibst du Sport? Ich bewege mich, das muss reichen.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck? Kommt drauf an bei wem.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten? Atmen und essen.

Die Fragen stammen ursprünglich aus dem Flow Magazin, und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei erstellt.

Familienbilder wachsen

Ich muss schmunzeln, wenn ich diesen Beitrag lese. Er ist so weit weg von dem, was mir bei meinen Familienbilder durch den Kopf geht und doch so nah. Es ist schön, wie Claudia Klinger ihre Erinnerungen beschreibt.

Familie ist so viel. In guten und in schlechten Tagen. Wir verheddern uns manchmal darin, manchmal finden wir in ihr aber auch die Luft zum Atmen.

Familienbilder

Auf beziehungsweise weiterdenken hab ich etwas über das Älterwerden und die Suche nach einem Platz im sich veränderndem Familiengefüge geschrieben.