Dienstbefreiter Freitag. Das Geschenk der freien Stunden.
Im Trippelschritt gehe ich die Straße entlang. Sie ist dann doch nicht so glatt, wie ich befürchtete. 10.000 Schritte will ich gehen. Es klappt ganz gut seit einem Jahr. Zeit wird seither oft in Schritten gemessen.
Die große Reise rückt langsam näher und mit ihr das Reisefieber. Die Panik, die wichtigen Sachen nicht einzupacken. Die Sorge nicht alles gut geplant zu haben. Unter der Oberfläche, ganz tief unten da kräuselt sich die Vorfreude im Verborgenen.
Es gefällt mir bei Twitter und Facebook, die Kommentare mit Gifs zu beantworten. Wo hast du die her?, werde ich gefragt und die Antwort lautet immer: ich gebe mir Mühe beim Suchen.
Wenn das richtige, stimmige gif gefunden ist, löst das bei mir ein gutes Gefühl aus. Ist bestimmt ein noch unentdecktes gif-Hormon, das freigesetzt wird.
Das Neue Jahr hat mit einer Welle von Vorsätzen alten Blogs wieder Leben eingehaucht. Ein morgentliches Entzücken für mich. Gibt ja doch keine Literaturform, die ich lieber mag als die Tagebuchblogs.
Die Vorfreude auf Kuba wächst und in ihrem Schatten gedeiht, der schmerzliche Verlust auf Llanca. First-World-Problems vom Feinsten. Auch zu finden unter dem Stichwort: Weltschmerz kann ich.
Bin die Meisterin der Bittersüßen Gefühle. Bittersüß darf in diesem Zusammenhang gerne groß geschrieben werden.
Ich denke zurück an die ruhigen Tage. Die hellen Tage in Llanca. Instagramm hilft mir dabei.
Der Krimi ist nicht nur schlecht, er ist langweilig. Todlangweilig. Den Schauspielern möchte man gerne eine Tasse Kaffee anbieten und fragen, ob sie nicht lieber erst eine Pause machen wollen, so schlapp sehen sie aus.
Kuba. Ich denke an Kuba und erinnere mich nicht mehr an den technischen Kram. Schon wächst die Aufregung in mir. Alles richtig machen!
Für Kuba wünsche ich mir das mehr als sonst, denn dort wird jede Unaufmerksamkeit mit Anstehen nicht unter zwei Sonnenstunden bestraft.
Morgens erschreckt aufgewacht aus einem dieser Träume, die sich aufdringlich in den Vordergrund drängen.
Plötzlich ist da eine Baustelle, von der ich nichts ahnte und die ich nicht brauchen kann. Aber was spielt das schon für eine Rolle?
Draußen ist es eiskalt und ich liebe es! Weil die Wärme immer in Laufweite ist. Nie vergesse ich die kalten Tage, die mir mein Gemüt erfrieren liesen. Zu viele kalte Tage. In der Erinnerung auf ewig eingefroren.
Abgelegt gleich neben den mageren Zeiten ins Schmuckkästchen.