Ausgehaucht

heute
und nicht nur heute
atmet es sich schwer
leichter wäre es
wenn die Luft dünner wäre
hauchzart
hauchfein

ein Hauch von Leben
ausgehaucht

Gefährliche Orte

Der Frankfurter Bahnhof ist ein gefährlicher Ort.

Das muss ich erst mal wirken lassen, denn der Frankfurter Bahnhof ist doch quasi das Wohnzimmer von mir.
Die Polizei könnte sich dort nicht mehr durchsetzen, lese ich und merke dann, dass das Bahnhofsviertel gemeint ist.
Nun ja, das Bahnhofsviertel ist nicht gerade mein Wohnzimmer. Es ist mehr als der Bahnhof noch ein Ort des Ankommens, Abfahrens, Weiterziehens oder „Ich sehe mich mal um“.

In Frankfurt mit der Besonderheit des Rotlichtsviertels bzw. der Kaiserstraße. Die sich die Mittelstandsehepaare so gerne ansehen und dann erzählen: dann sind wir dann die Kaiserstraße entlang gelaufen.
Mit diesem entzückenden kleinen Kitzel und die Ehefrau ahnt nicht, dass ihr Ellenbogenpartner genau weiß, in welcher Querstraße es das “ Angebot“ gibt, das er zu schätzen weiß.

Langsam dämmert es mir, warum ich dieses Deutschland nicht mehr verstehe. Diese Scheinheiligkeit. Dieser Realitätsverlust.

Habt ihr wirklich vergessen, dass das Leben keine Puppenstube ist?
Habt ihr vergessen, dass Deutschland Exportweltmeister von Waffen ist? Dass Deutschland Gewalt exportiert?

Der Frankfurt Bahnhof – ein gefährlicher Ort – ganz sicher:

Denn hier gehen Menschen aus und ein.

Journal15032018

Unter Bergen von Schweigen, die Schreie verwahren.

Tag der kleinen Freuden. Mitmachen kann jede.

Alles ausgemacht bis in das kleinste Detail, dann kommt das Wort, dass die Wirklichkeit zum Rasen bringt.

Der Staub der Arbeit bröckelt von meiner Seele. Löst den Panzer, den dritten und vierten Schutzschild.

Der Tag an dem Stephan Hawking starb

Jetzt realisiere ich erst, dass Stephan Hawking am Pi-Day starb. Im englischen wird das Datum ja etwas anders sortiert also wird aus dem 14.3 die 3.14.

Heute ist er gestorben und wenn ich trauere, dann kommt natürlich die große Trauer um die Freundin wieder hoch.

So viel Leben, dann der Tod.

Journal 11032018

Meine Lebenslautstärke ist schon aus Prinzip auf leise gestellt.
Aber die letzten drei Tage habe ich den Ton fast vollständig gemutet.
Je leiser, desto wohler ist mir.
Mein Paradies wäre auf jeden Fall schallgedämpft.

Ich sehe die Serie LOVE auf netflix an und hab die französische Tonspur eingestellt. Es kann nicht schaden, mich wieder auf den französischen Klang einzustellen. Mich in sie hineinzuhören, um das Wichtigste nicht zu überhören.

Dazwischen bleibt noch Zeit zum Träumen, Zeit zum Lesen.

Alles wird gut!

Es wird doch alles gut?

Google ngram

Noch ein Google-Tool.

Ngram sucht die Häufigkeit von Worten in Büchern und zeigt ein Diagramm mit Zeitleiste an.

Cool.

Journal 09032018

Wenn das mit dem Handauflegen schon nicht klappt, wünsche ich mir wenigstens mentale Heilungskräfte.

Überhaupt: ist es nicht seltsam, dass die Kraft der guten Gedanken so wenig bewirkt?

Sie fühlen sich oft so voller Power an. Alles muss jetzt gut gehen, weil so viele gute Gedanken auf ein tolles Ziel gerichtet sind. Aber das Schicksal interessiert das nicht. Es treibt sein eigenes Spiel und verrät seine Spielregeln nicht.
Ganz klar ist nur: Gerechtigkeit scheint kein Masstab zu sein, den es irgendwie interessieren könnte.

C’est la vie.
Du wirst es nie verstehen.

Nur von Jahr zu Jahr wirst du demütiger werden.

Journal 08032018

Die Tradition der Traditionslosigkeit.
Ein Ausdruck, der sich in meinem Kopf festsetzt, aber woher kam er bloß?

Krankenwache. Still und leise. Die bosen Geister fernhalten und auf das gute Karma warten.

Unruhe in Geschichten packen. Viel zu spät bemerkt, dass ich sie meiner Umgebung schuldig bin.

Überhaupt: die Schuldfrage bringt mich am Morgen in Rage. Wie Worte das Blut in Wallung bringen. Maßgeblich für das Ausmass der Wallungen ist die Sympathie zwischen den sendenden und empfangenden Personen.
Irgendwo im Mittelfeld liegt dann der „Ist mir doch ganz egal“-Modus.

Weltfrauentag.
Nicht vergessen.
Die Timeline schäumt gerade zu über. Spült von unten nach oben und wirbelt die Prioritäten wild durcheinander.

Zu laut für das Krankenbett.

Journal 07032018

Unter den formalisierten Journal-Titel fällt mir das Bloggen leicht. Zur Zeit wenigstens.

Am Liebsten mag ich Menschen mit kühlem Kopf und warmen Herzen.

Der formalisierte Journal-Titel steht für den von mir gemochten kühlen Kopf. Je kühler, desto besser. Allerdings nur, wenn er von einem warmen Herzen begleitet wird.

Das warme Herz ist ohne den kühlen Kopf aufgeschmissen. Schmilzt dahin und endet in der Belanglosigkeit.

Sie brauchen sich gegenseitig. Genauer gesagt, sie können nur im Gleichgewicht zueinander existieren.

Ein Hoch auf die Balance der schwierigen Sachen!

Journal 05032018

Claudia

Claudia

Der Frühling kündigt sich an. Mit Licht und Wärme. Am meisten überrascht mich die Wirkung des Lichts. Trotz der Überdosis aus der Karibik, fühlt sich dieses Vorfrühlingslicht ganz toll an.

Der Zauber des Wachstums lässt sich schon erahnen. Die Magie des Lebens erwacht aus ihrem Winterschlaf.

Gerade bin ich schmerzbefreit und frei von jeglicher Allergie. Jede Faser des Körpers ist auf Veränderung eingestellt.

Jeder Morgen ist ein Versprechen.