Selbstbildnis
Selbstbildnis als gestresste Erdbeerpflanze.
Heute Weltschmerz und Schwermut im Angebot. Bloß nicht in homöopathischen Dosen genießen, sie entfalten sonst ihr Aroma nicht genügend.
Selbstbildnis als gestresste Erdbeerpflanze.
Heute Weltschmerz und Schwermut im Angebot. Bloß nicht in homöopathischen Dosen genießen, sie entfalten sonst ihr Aroma nicht genügend.
Was meint ihr: Wie viele Menschen sind 2013 aus Deutschland ausgewandert?
Zahlen, die erden und meine Vermutung bestärken, dass die Zeltlager im Zusammenhang mit der unterlassenen Hilfeleistung zur medialen Inszenierung gehören. Ziemlich schäbig das Ganze.
Und brenzlig.
Im wahrsten Sinn des Wortes. Des Flirt mit dem rechten Rand führt leicht zum Flächenbrand.
Vorboten einer neuzeitlichen Völkerwanderung
Bei Telepolis schreibt ein ehemaliger Asylrichter über die zunehmenden Flüchtlingsströme.
Eine Lösung dagegen? Militärische Abenteuer einstellen.
Tja, die NATO wütet sich durch die Welt und hier sorgt der braune Sumpf für Angst und Schrecken. Passt irgendwie gut zusammen.
Der rechte Rand beansprucht die Mitte. Die einen deutlich, die anderen legen sich lieber ein besorgtes Mäntelchen um.
Die Politik schweigt.
Und wenn sie mal nicht schweigt, diskutiert sie das Nichtzudiskutierende.
Die Politik arbeitet an einer perfiden medialen Botschaft:
Das Boot ist voll, ihr seid zu viele.
Nein, das ist keine staatliche Unfähigkeit. Diese Zeltstädte, diese Warteschlangen, diese desaströsen Unterkünfte. Sie gehören zur medialen Botschaft, genau wie die verordnete Sprachlosigkeit garniert mit gesetzeswidrigen Taschengeldkürzungsvorschlägen oder besorgtbürgerlichen Pauschalverachtungsangriffen ala Asylmissbrauch.
Die mediale Botschaft erhält eine zeitgemäße Hintergrundmusik durch den Rassistenrap, das peppt das Ganze auf, damit die Botschaft auch wirklich durch Mark und Bein geht. Könnte ja sein, dass sie sonst nicht verstanden wird.
Im SPON steht bei der Story über die tödlichen Zucchini, dass die Hitzewelle vielleicht schuld sei, denn manche Pflanzen produzieren unter Stress Gifte.
Sehr menschlich, diese Pflänzchen.
Helga rückt die Hacker-Welt wieder gerade. Sie kann das gut.
Und weil ich schon dabei bin: den Frankfurter Freifunkern ist es zum ersten Mal gelungen eine Notunterkunft für Flüchtlinge mit freiem WLAN zu versorgen.
(Link funktioniert leider wegen dem LSR nicht, daher hier die Adresse im Textformat http://www.fr-online.de/frankfurt/asylbewerber-in-frankfurt-freies-wlan-fuer-fluechtlinge,1472798,31502066.html)
Gar nicht so einfach, die Verantwortlichen zu überzeugen, aber jetzt wo der Anfang gemacht ist, klappen die anderen Flüchtlings-Projekte, die in Planung sind vielleicht schneller.
Politische Lösungen für technische Probleme
Linus Neumann erläutert in seinem Talk auf dem CCC Camp die Positionen des CCC zum IT-Sicherheitsgesetz.
Die prägnanteste Forderung ist die, das BSI als unabhängige Behörde zu installieren um die Endbenutzer besser zu schützen.
Mitten im Leben ist eine Floskel, die gut vertuscht, dass das Leben keine Wegzeichen bereit stellt.
Wäre schön, wenn es ein paar Wegzeichen gäbe:
Noch 2 Jahre bis zur großen Liebe.
Rundweg für Karrierebewusste.
Schwieriger Pass durch sumpfiges Krankheitsverläufe.
Aber schon kommt das große Unbehagen. Wir wollen nicht wirklich die Wegzeichen bis zum Tod unserer Lieben sehen, bis zur großen Einsamkeit, bis zum Verlust unserer Erinnerung.
Die Floskel „Mitten im Leben“ suggeriert auch, dass es einen Rand, einen Außenbereich des Lebens gibt. Dass es lebendige Lebenszonen und weniger lebendige gibt.
Das Leben braucht keine Mitte.
Aber wir, wir mögen es eine Orientierung zu haben. Und in der Mitte fühlen sich viele wohl.
mein Glück liegt eingerollt in der Ecke
streckt sich behaglich und gähnt
mir verschwörerisch zu
Ausharren bis zum Schluss, lautet das Feedback der Insel. Obwohl ich Beharrlichkeit gerne als eine meiner Tugenden bezeichne, bereitet mir das Ausharren doch einige mentale Probleme. Als Motto wäre es nicht geeignet für mich.
Im Privatleben bin ich extrem lustgesteuert. Mit dem Alter verstärkt sich diese Neigung. Und nicht zu meinem Schaden, möchte ich noch hinzufügen. Meine Lebensqualität steigt, wenn ich meinen Bedürfnissen nachgehe.
Mir macht es immer Angst, wenn Menschen mir etwas von ihrem inneren Schweinehund erzählen, den sie besiegen müssen. So ein inneres Monster mit sich zu tragen ist ja auch beängstigend. Oder noch schlimmer: Die Menschen betrachten dieses Monster als einen Teil von sich. Wie ein riesiger Parasit – oder vielleicht doch eher wie ein Wehrwolf?
Wie auch immer, meine Linie ist klar. Private Zeit, persönliche Zeit, das ist meine Zeit. Sie gehört mir, meinen Gefühlen, meinen Bedürfnissen meiner Lust.
Die Selbstdisziplin hab ich zur Aufbewahrung ins Lager abgegeben. Früher war sie eine zeitlang sehr hilfreich, später mag sein, dass ich wieder auf sie zurück greifen will, aber jetzt gerade, kann ich überhaupt nichts mit ihr anfangen.