Fähigkeiten

Das Hotel-Fahrrad hab ich mit einer Haribo-Verpackung markiert, damit ich es wiederfinde.

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Allerdings hab ich später das Licht nicht gefunden und es im Dunkel nach Hause geschoben.
Noch ist nicht sicher, ob wir beide Freundinnen werden. Vielleicht reicht es wenigstens für eine Urlaubsbekanntschaft.
Obwohl ja eigentlich klar ist: geeignet bin ich für den fahrenden Verkehr nicht.

Griechenland unterstützen

Ihr seid doch alle dabei, oder?
Die Griechen brauchen Unterstützung. Symbolisch und praktisch.

Gute Idee.

Bei mir

In den letzten Tagen den Zustand der Introvertiertheit kontinuierlich erhöht. Die Skala scheint nach oben offen zu sein. Noch ist kein Ende abzusehen.

Dieser Zustand versetzt mich oft in ein Stadium des schlechten Gewissens. Wahrscheinlich fühlt es sich einfach zu wohlig an, dieses Gefühl ganz bei mir zu sein.
Was so kuschlig ist, muss einen Harken haben. Außerdem ist es ein Verhalten, das gesellschaftlich keine gute Reputation besitzt. Das Gegenteil von „offen“ halt. Offen ist das meist zitierteste Wort, das bei Auswahlentscheidungen fällt, um die Entscheidung zu untermauern.
Die Zuschreibung ist eindeutig: offene Personen sind gut, introvertierte Personen schlecht bzw. sie taugen gerade um sie vor Exceltabellen in eine abgelegene Kammer zu setzen.

Das Gegenteil von offen ist verschlossen und wer sich verschließt, sperrt andere aus, das mögen sie nicht.
Was für ein Blödsinn!
Und dennoch so weit verbreitet.

Manchmal – ich sage manchmal, weil es da eben keine berechenbaren Zusammenhänge gibt – manchmal ist die Fähigkeit „Bei-Sich-Zusein“ die Grundlage für ein besonderes Verständnis anderer Menschen.
Dadurch ist eine ganz spezielle, intensive Kommunikation möglich. Es entsteht ein Austausch auf Ebene, die eine starke Wahrnehmung zulässt.

Für mich heißt das, das so manche introvertierte Seele ihre Türe zum Innern sehr viel weiter öffnet, als das andere Menschen tun. Das kostet Kraft.
Mich jedenfalls.
Deshalb schließe ich manchmal die Tür und verreise ins Land der Träume, bin ganz bei mir, aber so gar nicht hier, bis ich wieder Erdung fühle, die Fenster und Türen zum Herzen öffne und alle Willkommen heiße: die Wohlgesonnenen und die anderen  meistens auch.

Pleite

Wer steht hier jetzt genau vor der Pleite? Die Menschlichkeit? Die Solidarität? Wir?

Der Euro? Die Wirtschaft? Der Kapitalismus? Wir?

Der Egoismus? Die Erklärungsversuche? Die, die es immer besser wissen? Wir?

Ich habe keine Antworten.
Und wenn ich es genau nehme, habe ich nicht mal Fragen.

Aufgehängt

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Was vom Tage blieb:

Balkonliebe
Terror einmal rund um die Welt
der Wunsch nach gerechter Freiheit, weil es eine andere gar nicht geben kann
Europa ohne europäischen Geist
die Verwunderung über die Gleichsetzung von Ehe mit Liebe Kopfschütteln
im Leben versinken

und immer wieder die Hoffnung auf ein gutes Ende

Gefühle

Manche bekommen ihr Glück hinterher geworfen und sind dann noch wählerisch.
Andere kriegen ein Päckchen gepackt, das sie kaum tragen können.

Selbstbildnis – Miniatur

Machtkämpfe mag ich nicht. Das verleitet viele Menschen dazu, mich zu unterschätzen.

Allerdings sollte doch bekannt sein, dass es keine gute Strategie ist, die Gegnerin zu unterschätzen, wenn einer unbedingt seine Macht demonstrieren will.

Fazit: Der Kampf endet abrupt in der ersten Runde und hinterlässt nachhaltiges Unwohlsein.

Überwachungsprofile

Oh, Schreck! So sehen Überwachungsprofile aus.

Metadaten. Ihr wisst schon: alles nicht so schlimm. Nur Metadaten.

Vorratsdatenspeicherung

Die SPD geht konsequent ihren Weg und spricht sich für die anlasslose Massenüberwachung ihrer Bevölkerung aus. Die Bevölkerung scheint der Feind zu sein. Ein tückischer Feind, der mit Vorratsdatenspeicherung zu disziplinieren ist.
Damit nicht genug: es wird von vermeintlichen Freiheitsrechten gesprochen. Vermeintliche Freiheitsrechte, die gegen die Kinderschänder aufgewogen werden. Als wenn sie nicht wüssten, wo die Kinderschänder sitzen. Als könnten sie diese – wie alle anderen Tatverdächtigen – nicht überwachen, überführen und verurteilen.

Das alte Problem: die Lügen werden so lange wiederholt bis sie sich als Fakten ausgeben.

Alle Hoffnung liegt nun wieder auf dem Verfassungsgericht, das bisher jede Gesetzesinitiative in Richtung Vorratsdatenspeicherung wieder gekippt hat.

Die vermeintlichen Freiheitsrechte verzeihe ich nicht.

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Spiegel

Es ist noch nicht so lange her, seit ich für mich selbst entscheide, in welchem Spiegel ich mich spiegeln mag.

Parallel zu dieser neuen Erkenntnis, genieße ich es zu sehen, wie sich andere Menschen in dem von ihnen selbst ausgesuchten Spiegeln hin und her drehen. Im übertragenen Sinn. Es macht so viel Spaß mit anzusehen, wie sie alle Details ausblenden, die nicht in den selbstgewählten Spiegel passen.