Urlaub

Die Zeit greift in den Raum. Tage und Nächte schotten sich nicht mehr ab von einander.
Die Texte fließen durch mich hindurch. Ich kann lesen, lesen, lesen.
Lesen ist längst ins Denken und Träumen übergegangen. Ganz anders als früher. Damals war lesen eher ein Aufsaugen von Geschichten. Ein Aufnehmen von Worten unbekannter Stimmen. Heute bearbeite und verändere ich das Gelesene gleich. Ich rühre es um, knete es durch oder verdünne es, wenn mir die Konsistenz nicht behagt. Was ich lese, lebe ich.
Erlebe ich.

Die Parallelwelt Lesen ist der Planet auf den ich mich am Liebsten zurückziehe. Am Radikalsten im Urlaub.
Das war früher anders. Da brauchte es keinen Urlaub um die Welt zu wechseln.
Da war der Alltag radikal genug.

Die Welt ändert sich – zu unserem Glück.

Morgens

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Unruhig geschlafen und früh am Morgen raus zum Strand. Belohnt mit einem imposanten Sonnenaufgang.

Nachtrag: Das Beste, was ich über diesen Tag sagen kann: verträumt.

Genug

Genug Glück – ich fühle ähnlich, spüre aber eine Hemmung es nach Außen zu tragen. „Zur Schau zu stellen“ wollte ich zuerst schreiben. Denn gleichzeitig empfinde ich immer eine Demut mit.
Dieses „Genug“ ist ein solches Privileg. So ein Geschenk des Schicksals, dass ich manchmal nicht weiß, warum es ausgerechnet bei mir gelandet ist.

Erklärungen

„Erklärungen sind nur ein kleiner Bruchteil der Wahrheit.“
Rose Ausländer

Privilegierte Sorgen

„Die Sorgen, mit deren Last sich der Bevorzugte gegenüber dem Unterdrückten entschuldigt, sind eben die Sorgen um Erhaltung der Bevorzugung.“

Franz Kafka

Traumbiografie

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Ein Traumbiografie kaufe ich sofort. Jede Frau sollte mindestens eine haben. Mehrere wären besser.
Erst lesen, dann träumen, dann schreiben.
Die Reihenfolge beliebig veränderbar.
Ist ja klar, dass ich mit dem Träumen beginne.
Lyrisches Träumen mit Übergang zum poetischen Dichten.

Ich bin dann mal ausgeklingt und inmichgekehrt.

Würgereiz

Kurz inne halten und nachdenken – hilft vielleicht.

Nicht müde werden

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Hab mich in Isa verliebt.
Nicht nur, weil es Engel doch gibt.

Noch ein Ausklang

Mich müde seufzen
bis der Staub der Arbeit
von meiner Seele bröckelt

Ausklang

Den Tag unbedingt festhalten wollen. Am letzten Zipfel ziehen.
Mit der Beharrlichkeit derer, die es anders wissen.