Es gibt keine dummen Fragen.
Ich gehöre ja zu der Generation, die mit diesem Satz aufgewachsen ist. Sozialisiert. Fragen ist immer gut und richtig.
Trotzdem habe ich es mir nie angewöhnt, andere Menschen zu befragen. Nicht nach ihren Lebensumständen, ihrer Arbeit, ihrem Werdegang.
Auch nicht, wer wen warum kennt.
Mir ist nicht wohl dabei, Menschen nach etwas zu befragen, wovon sie mir nicht von sich aus erzählen. Bisher habe ich das immer für ein kleines Defizit gehalten. Denn praktisch kann es schon sein, wenn eine kurz Fragen stellt und Antworten bekommt.
Aber in der letzten Zeit bemerke ich, dass meine Zurückhaltung in dieser Hinsicht gar nicht so verkehrt ist.
Das beruhigt mich. Und ehrlich gesagt, ich habe nicht das Gefühl, dass Menschen, die mich neu kennenlernen, den Eindruck haben, ich interessiere mich nicht für sie.
Im Gegenteil.
Ich lerne im fortgeschrittenen Alter also: Es gibt keine dummen Wissensfragen.
Unhöfliche, zudringliche und belästigende Fragen gibt es allerdings viel zu viele.
So viele Wunden. So viele Verletzungen.
Mir tut es leid um Menschen und Ideen. Wie traurig, dass diese Erfahrungen jetzt so viele Menschen in sich tragen. Mit sich tragen und damit zwangsläufig weiter tragen.
Politik ohne Emotionen funktioniert nicht. Aber Emotionen sind kein Grund ein Schlachtfeld zu hinterlassen.
Seelen sind zerbrechlich.
(Es sieht leider so aus, als genießen manche Mitglieder dieser Partei, jede einzelne verwundete Seele.)
claudia September 21st,2014
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Würden Sie sich bitte widersetzen!

Genau. Würden Sie das bitte tun!
Für Sich. Für uns. Für die, die nach uns kommen.
Für ein besseres Leben.
Eine liebenswerter Welt.
Ein Landtag, der keine barrierefreie Reise organisieren kann,
eine Journalistin, die erklärt wie es geht
Motto: Politik spukt große Töne und ist einfallslos, ignorant und arrogant
(Für ihn – den Betroffenen – wurde für viel Geld eine Toilette und eine Dusche gebaut. Hallo? Findet ihr das nicht selbstverständlich? Ihr inklusive Klugscheisser?)
piratige Traurigkeiten
ein schottisches Nein
kriegerische Maulhelden
eine Krankheit, die die Menschheit das Fürchten lehrt
vielleicht sollte ich über eine Abspaltung nachdenken?
innere Emigration hatten wir schon mal
dann doch lieber ein Luftschloss bauen und zur Einweihungsfeier aufrufen
Heimat ist dort, wo die Träume mich finden
Manchmal helfen Bücher weiter. Mir heute eher nicht. Schon gar nicht das verlinkte, mein Mimosenseelchen befindet im Weltschmerz-Status.
Möchte nicht gestört werden.
Mein Weltschmerz gehört mir.
claudia September 16th,2014
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„Eine der wichtigsten ( sozialen) Funktionen eines Tagebuchs besteht genau darin, heimlich von anderen Leuten gelesen zu werden, von den Leuten ( wie Eltern und Geliebte), über die man sich nur in seinem Tagebuch mit grausamer Ehrlichkeit geäußert hat.“
Susan Sontag, Wiedergeboren
Tagebücher 1947-1963
für dich
für mich
rinnt die Zeit
in jede Lebensritze
Mal überlegen wie es mit dem Verhältnis der Wahrscheinlichkeiten aussieht:
Wie viele Einbrecher verstecken sich auf dem Klo versus wie viele Frauen haben sich aus Angst vor ihrem Partner schon mal auf der Toilette eingesperrt?
Nicht einmal die Wahrheit kann diese Welt ertragen.
Nach drei Jahren Krise sagt er heute ganz unvermittelt: Ich bin glücklich.
Und ich erst.
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…