Grenzen

Auf der Reise nach Spanien wurden alte Erinnerungen wieder wach. Ziemlich wach.
Die alten Schlagbäume sind zwar weg, aber die Grenzpolizisten sind wieder da. Überall. Deutschland – Frankreich – Spanien. Jede Grenze deutlich sichtbar.
Im Gegensatz zu früher kontrollieren sie mich kaum. Und selbst als sie mich im Zug aus der Toilette raushämmern wollten und ich „Einen Augenblick, bitte!“ rief, war ihnen meine Stimme wohl nicht islamisch genug um zu warten bis ich die Tür geöffnet hatte.

Die Abteile des Zugs und auch die Toiletten waren lange verschlossen, damit sich bloß kein falscher Grenzgänger einschleichen konnte. Hat nur noch gefehlt, dass sie mit Hunden durch wären, aber vielleicht hatten sie das ja auch schon vorher getan.
Irgendwie dreht sich alles zurück in eine verängstigende Vergangenheitszukunft.

Angekommen

Die Nacht im Zug schadlos über standen.
(und yeah! Kein Lokführerstreik)

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Verwechslung

Wenn Gewalt mit Liebe verwechselt wird stimmt etwas nicht.
(Gilt auch außerhalb von Berlin.)

Die stillen Tage

Die stillen Tage von Llanca sind bald vorbei. Sechs Bücher habe ich ausgelesen. Davon eins zweimal, jetzt noch eins angefangen.
Sangria gab es auch.

Falls der Lokführerstreik mich verschont, ist mein Glück perfekt.

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Relevante Basteleien

Mies machen gilt nicht.
So haben wir früher gesagt und im Nachhinein stelle ich fest, dass wir eine ganz schön fortschrittliche Kinderhorde waren.

Aber längst stimmen die alten Kinderregeln nicht mehr: schlecht reden, schreiben, sprechen übereinander lohnt sich in manchen Kontexten. Bringt Aufmerksamkeit und Relevanz.
Ha ha.
Frauenbashing geht immer. Am Besten durch eine Frau, wenn es scheinbar seriös daher kommen soll.

Zuletzt die abwertende Handarbeitsdebatte. Von wegen Handarbeit sei unpolitisch und unfeministisch. So ein Quark!

Zum Glück gibt es Menschen, die das gekonnt richtig stellen.

Krieg und Frieden

Krieg ist ein Verbrechen. (Ich hätte da noch ein paar deftigere Ausdrücke dafür, aber ich lasse das mal.)
Krieg ist immer ein Verbrechen gegen die Menschheit. Und falls mir irgendwer was anderes dazu einreden wollte, war das immer nur dummes Geschwaffel.
Im Krieg gewinnen einige Menschen etwas: Macht, Geld oder sie können ihre sadistischen Bedürfnisse ausleben. Der Rest leidet, wird gefoltert, geopfert, vor unmenschliche Entscheidungen gestellt und und und.
Jeder Krieg zieht mehrere traumatisierte Generationen nach sich, die an den Folgen des Kriegs leiden.

Das ist meine feste Meinung zum Thema Krieg.
Warum bin ich dann nicht lauter, wenn das kriegerische Gehabe plötzlich wieder in ist?
Warum bin ich dann nicht lauter, wenn sie uns akribisch auf eine Erhöhung des Rüstungsetats aufmerksam machen?
Warum bin ich dann nicht lauter, wenn die Bösen anderen Menschen den Kopf abschneiden?
Warum bin ich dann nicht lauter, wenn in der Ukraine alle „Hurra Europa“ schreien?
Warum bin ich nicht lauter, wenn Putin Menschen mundtod und ganz tod macht?
Warum?

Weil ich nicht weiß, wer für welche Seite schreit, foltert und tötet.
Weil ich merke, dass Krieg dem Krieg keine Lösung ist.
Weil ich fühle, dass es nicht richtig ist, sich an der Boshaftigkeits-Debatte zu beteiligen, um gleich anschließend in die Kriegsfalle zu tappen.

Ich bin still und leise, aber kein bisschen heimlich für Frieden auf dieser Erde.

Bauerngarten in Llanca

Viel Arbeit, noch mehr Idylle.

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Verträumt

Verpeilt-verträumt. Wie ausgeschaltet. Umgeschaltet. Den inneren Arbeitsschmodder ausgekippt. Klugerweise, denn entrümpeln wäre die Mühe nicht wert gewesen.
Die Gedanken ziehen Schleifen und lernen wieder fliegen.
Zum Glück.
So kann ich den Träumenden wieder beitreten.
Heimat für mich ist jeder Traum.

Ich staune über die vielen Worte zu den einfachen Wahrheiten. Wie kompliziert und umständlich, die einfachsten Dinge sich darstellen lassen.
(Ich fühle, wie ich mich innerlich entferne.)

Die Welt erklärt sich in wenigen Worten.

Zerstört wird sie unter dem Nachhall von unzähligen Erklärungen, Erläuterungen und Theorien.

(Wobei nicht die Worte sie zerstören. Die Worte begleiten nur den Zerstörungsprozess)

Vorratshaltung

alles Glück der Welt
kurzerhand in ein Gedicht gepackt

damit es nicht verloren geht

Unsicherheit

Das Ausmass meiner Unsicherheit ist nicht zu unterstützen.

#streetart @LouvaMustDie