Bommelmütze

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Demut

Demut als Erkenntnisprozess.

Politische Ansichten

Politik macht müde. Jedenfalls das, was sie in den Medien als Politik verkaufen.

Es lebe die Menschlichkeit. Flüstere ich mir zu und bau mich damit auf. Was ist nur so schwer zu verstehen? Was ist die Ursache, dass sich so viele Menschen ihr eignes Grab wählend schaufeln?
Spiel mir das Lied von Armut und Arbeitslosigkeit. Aber gerne! Hauptsache ihr erhöht die Ghettomauer um die Unterschicht.
Lass sie allein, die Unterschicht. Sie mögen die Gänsehaut, die sie überkommt, wenn sie einen heimlichen Blick hinter diese Mauern werfen.
Ziemlich gruselig. Zum Glück sind wir davor gefeit.

Sind wir gefeit? Wer?

Mein Flehen

Mein Flehen wurde erhört. Es ist ein paar Grad wärmer draußen.
Außerdem kann der Winter gar nicht lange dauern – habe ich heute gehört.

Mindestlohn oder „Sie nennen es Arbeitsplätze“

Ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde vernichtet Arbeitsplätze, sagen sie.
Was heißt ein Mindestlohn von 8,50 Euro? Eine Umrechnung in einen Monatslohn sagt mir mehr. 40 Stunden die Woche, dann wird über das Quartal gerechnet um die Monatsunterschiede auszugleichen. Also mal 13 und dann das Ergebnis wieder durch drei teilen.
Heraus kommt ein Brutto-Monatslohn von 1473,33 Euro. Ein Netto-Monatslohn von 1071,03 für eine ledige Person.

Sie nennen es Arbeitsplatz.

Mehr Winter

Mehr Winter als Herbst. Ich mag den Blick aus meinen Fenstern.

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Frostbeule

Als bekennende Frostbeule weihe ich den Winter mit einem Jammer-Kälte-Eintrag ein. Oder vielleicht besser: Kälte-Jammer-Eintrag. Brrrr. War das heute kalt auf den Bahnhöfen.

Richtig winterlich getarnt, dieser Spätherbst. Dafür aber hell erleuchtet im Weihnachtskitsch. Abgesehen von der Kälte denke ich mir, dass ich vielleicht die schönste Zeit meines Lebens erlebe.
Unterbrochen wird das Gefühl höchstens vom Ärger über das kapitalistische System, die republica-Preise oder Schwarzgrün in Hessen.
Aber ich werde angenehm alt und wende mich ab und lieber mir zu. Mir und den Menschen, die es mir Wert sind.

Ich akzeptiere die Welt nur noch friedlich. Die Welt dreht sich zärtlich um mein Schneckenhaus.

Das Märchen

Das Märchen von der verbrecherischen, gewalttâtigen und machtgeilen Menschheit kaufe ich niemandem ab. Schon gar nicht mit dem Zusatz, dass die Menschen nicht anders können und dass die Steinzeit – oder gar das Tierreich – das beweist.
Je älter ich werde, desto mehr glaube ich daran, dass dieses Märchen mühevoll genährt und gefüttert werden muss, damit einige wenige mit einem Gendefekt ausgestattete Menschen ihren individuellen Hang zur Macht und Gewalt ausüben können.

So ein Blödsinn! Wenn den Menschen etwas in den Genen liegt, dann das Wissen daran, dass ohne die Gruppe niemand überlebt. Ohne die Kinder, fehlt die Zukunft, ohne die Alten die Erinnerung in Krisenzeiten, ohne die vermeintlich Schwachen, fehlt die Konzentration auf das Wesentliche. Ohne die Träumerinnen fehlen die Visionen, ohne die Pedanten, die Nachdrücklichkeit.

Wenn die Menschheit etwas auszeichnet, dann ihr Hang zum gemeinsamen Leben.
Alles andere ist ein Defekt, der sich gut verkaufen lässt.

Aufwachen

Wer Piraten oder Linke wählt wacht also mit Bouffier als Ministerpräsident auf.
Tatsächlich? nie ist ihnen etwas peinlich.
Nie.

Der Hinweis auf den Text auf der Homepage der Grünen in Hessen kam auf Facebook durch Annalist.

Emotionen

Mein Mimosenseelchen verträgt also die Realpolitik nicht. Nicht mal die für die ich bezahlt werde. Vielleicht sollte ich einen Selbstverteidungskurs machen. Mimosenseelchen gegen Realpolitik stählen. Abhärten.
Aber das sind eh nur rhetorische Spielchen. Ich mag meine Mimosenseele oder zumindest bin ich sehr vertraut mit ihr. Sie gehört zu mir. Und einen Panzer brauche ich nicht, das ist längst entschieden.
Es bleibt also nur die Variante ausklinken übrig.
Rückzug ins Private hieß das früher.
Rückzug gefällt mir.
Rückzug in die Höhle. Rückzug ins Nest. Rückzug in die Geborgenheit.