Es grünt in Mannheim. Es grünt und blüht in allen Farben: gelb, weiß, rosa. Die Natur zieht ihr eigenes Ding durch unter dem blauen Himmel, der uns nun die kalte Luft beschert.
Schade, denke ich. Ihr werdet alle jämmerlich erfrieren. Die Sträucher und Bäume machen sich nichts daraus.
Sie blühen einfach weiter.
Heiße Maronen, Salat und bunte Pillen zum Nachtisch. Heute keine Feinschmeckerin. Aber in Gedanken schlemme ich schon in Nizza. In diesem wunderschönen Restaurant. Mit dieser traumhaften Menükarte.
Ein Meeresfrüchtetraum.
(Hab ich doch gut geschafft – den Übergang von den Maronen zu den Seeigeln. Wie mensch die öffnet, ist hier beschrieben.)
Heute hat die magische Kraft gesiegt. War doch eine gute Idee von mir, die mir auf dem 29c3 durch den Kopf ging und die ich gleich im neuen Jahr umgesetzt habe. Hilft gegen Mobbing und böse Geister.
Nachhaltig und auffällig unauffällig.
Ich sollte öfter auf Magie vertrauen.
Die poetische Stimmung will nicht wieder so recht einkehren in die Sammelmappe. Das netzpolitische Gewicht will nicht weichen und vielleicht sind auch noch die Nachwehen des 29c3 zu spüren. Obwohl gerade der mir im Moment wie ein Erinnerungsstück aus einer fernen Welt erscheint. Eine Parallelwelt. Vielleicht bin ich zwischen den Jahren aber auch in die Ritzen zwischen den Zeiten gerutscht. Hänge fest und komme nicht mehr voran. Nicht nach vorne, nicht nach hinten stecke fest im Gefüge und kann nicht mal erklären wo genau.
Noch ein paar Worte zum Thema Awareness. Ich hatte den Eindruck, Sexismus auf dem 29c3 wirkte nicht vordergründig in direkten An- oder Übergriffen oder Beleidigungen, sondern subtiler. Vorträge, die von einem männlichen Zielpublikum ausgehen und davon abweichenden Menschen das Gefühl vermitteln, nicht angesprochen zu sein und nicht für voll genommen zu werden. Der Klassiker “Selbst deine Mutter kann das verstehen”, der der Haeckse mit Kind zwar ein müdes Lächeln entlockt, aber zumindest ein schlechtes Gefühl vermittelt.
weiter bei Theresa
Gute Idee gegen frauenlose Panels, die hoffentlich weite Verbreitung findet.
Offensichtlich komme ich zur Zeit nicht weg vom Frauenthema. Gerade geärgert über den inflationären Gebrauch des Wortes „Frauenproblematik“. Wer hat denn hier das Problem? Die Frauen? Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Wird Zeit, dass die Poesie wieder Einzug hält. Dieser Lärm ist ja nicht auszuhalten – und auch nicht mehr zeitgemäß. Gebt Euch endlich einen Ruck und macht Platz, Jungs!
Es ist allerdings wichtig, zwischen Internet-Aktivismus als netzpolitischem Aktivismus und Internet-Aktivismus als Aktivismus, der Internettools nutzt (das machen heutzutage fast alle politischen Bewegungen), zu differenzieren. Die Netzbewegung ist das informelle Netzwerk, dass sich mit Netzpolitik beschäftigt.
noch ein netzpolitisches Thema – bei ihdl
Anne Roth war so freundlich, die Kommentare in der Sammelmappe noch mal zusammenzufassen und zu „übersetzten“. Ganz lieben Dank dafür! Auf dem Blog Netzpolitik hat Andrea Jonjic ein erstes Resümme gezogen und ich bin gespannt, ob es den Bloggerinnen und Bloggern des Gemeinschaftsblogs gelingt, diese Vorschläge umzusetzen.
Am Besten gefällt mir der Abschluss des Textes:
schließlich handelt sich hier nicht um einen Austausch a la “Was ist das Problem? Aha. Ok, gefixt” (auch wenn das so rübergekommen sein mag), sondern um einen Prozess.
Denn ehrlich gesagt, heute Morgen dachte ich schon, das Vorhaben sei in einer Sackgasse gelandet, als ich Markus Kommentar las, in dem er als einziges Resümme, die Storytelling-Variante nannte. Wie soll das gehen, wenn bei so vielen Kommentaren der Inhalt einfach nicht verstanden wird? Es ist ja nicht immer eine Übersetzerin da. Und selbst wenn, dann fällt mir Antje Schrupp ein, die z.B. schreibt, es sei nicht ihr Problem, den Männern Frauen für Panels vorzuschlagen. Es stimmt schon, Genderkompetenz sollten nicht nur Frauen haben und nicht nur die Frauen sind zuständig, um dafür zu sorgen, dass der Aspekt Gender Beachtung findet.
Bei uns in der Bildungsverwaltung wird in jedes Stellenprofil Genderkompetenz mit aufgenommen. Ob das Schulleitung, Amtsleitung oder technische Dienste für den Seminarbetrieb oder eine Stelle in der Kantine ist. Sicher wird diese Kompetenz bei den unterschiedlichen Stellen, auch immer auf einem unterschiedlichen Niveau vorhanden sein, aber wichtig ist sie in jedem Bereich. Es gibt aber leider viele Menschen, die nicht über diese Kompetenz verfügen und dazu gehören auch viele Frauen, denn auch denen wurde die Genderkompetenz nicht in die Wiege gelegt.
Beim Schreiben eines Blogs bedeutet Genderkompetenz, dass ich mir darüber im klaren bin, welche Zielgruppe ich gerade anspreche. Es ist auch vollkommen in Ordnung bewusst ein Blog zu betreiben, dass sich nur an eine Gruppe wendet. Aber dann sollte ich das wissen. Ich schreibe meinen Blog z.B. nicht explizit für eine gemischte Gruppe. Für mich ist es eine Erholung, dass ich hier eher eine weibliche Umgebung habe. Das möchte ich so, denn so fühle ich mich wohl. (Nicht nur, aber auch bei den Kommentaren.) Und die Männer, die sich hierher verirren, sind herzlich willkommen, den sie verfügen über die Fähigkeit sich in diese Umgebung einzubringen.
Genderkompetenz ist – wie das Wort schon sagt – eine Kompetenz, die frau oder man sich erarbeiten und aneignen muss. Es mag da Naturtalente geben, aber es ist eine Sache in die Energie reingesteckt werden muss. Es kann nicht angehen – außer in Notsituationen – dass frau oder man dann immer auf Übersetzerinnen wartet. Oder noch schlimmer: eine Frau rausdeutet und ihr sagt, jetzt kümmere du dich mal um das Gendergedöns.
Das wird auf die Dauer nicht funktionieren.
Die Ausstellung im Ludwigshafener Hack-Museum ist empfehlenswert. Violine schreibt in ihrem Blog darüber.
Sehr inspirierend fand ich auch die zwei Wassereimer, die die Tropfen aus dem undichten Dach auffingen.
Wahrscheinlich ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Lokalpolitik, dass die Kultur ein kãrgliches Leben lebt in der Stadt der Chemiefabriken.
Ich gehe eigentlich davon aus, dass “kein Sexist zu sein” selbstverständlich ist. Wie kann man nur auf die Idee kommen, sich damit Kekse verdienen zu können?
Weiter bei Antje Schrupp