Ziemlich skurill: Ein Ministerium wirbt dafür, dass sich mehr Menschen für den Schutz gegen staatlichen Eingriffe stark machen.
Aber vielleicht beschreibt das ganz gut den Zustand in dem wir uns momentan befinden. Die Grenzen sind nicht mehr klar gezogen.
via Netzpolitik
Hallo Welt, hier ist kleinerdrei. Empfohlen vom kotzenden Einhorn und von Antje.
„inklusive einer großen Portion Feminismus’ und Nerdigkeit“ – wir werden sehen, ob das Versprechen trägt.
“With all the time you spend watching TV,” he tells me, “you could have written a novel by now.” It’s hard to disagree with the sentiment — writing a novel is undoubtedly a better use of time than watching TV — but what about the hidden assumption? Such comments imply that time is “fungible” — that time spent watching TV can just as easily be spent writing a novel. And sadly, that’s just not the case.
Time has various levels of quality. If I’m walking to the subway station and I’ve forgotten my notebook, then it’s pretty hard for me to write more than a couple paragraphs. And it’s tough to focus when you keep getting interrupted. There’s also a mental component: sometimes I feel happy and motivated and ready to work on something, but other times I feel so sad and tired I can only watch TV.
by Aaron Swartz
»Ich bin die neue Bürgermeisterin von Lampedusa. Ich wurde im Mai 2012 gewählt, und bis zum 3. November wurden mir bereits 21 Leichen von Menschen übergeben, die ertrunken sind, weil sie versuchten, Lampedusa zu erreichen. Das ist für mich unerträglich und für unsere Insel ein großer Schmerz. Wir mussten andere Bürgermeister der Provinz um Hilfe bitten, um die letzten elf Leichen würdevoll zu bestatten. Wir hatten keine Gräber mehr zur Verfügung. Wir werden neue schaffen, aber jetzt frage ich: Wie groß muss der Friedhof auf meiner Insel noch werden?
Ich bin über die Gleichgültigkeit entrüstet, die alle angesteckt zu haben scheint; mich regt das Schweigen von Europa auf, das gerade den Friedensnobelpreis erhalten hat, und nichts sagt, obwohl es hier ein Massaker gibt, bei dem Menschen sterben, als sei es ein Krieg.
Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, dass die europäische Einwanderungspolitik diese Menschenopfer in Kauf nimmt, um die Migrationsflüsse einzudämmen. Vielleicht betrachtet sie sie sogar als Abschreckung. Aber wenn für diese Menschen die Reise auf den Kähnen den letzten Funken Hoffnung bedeutet, dann meine ich, dass ihr Tod für Europa eine Schande ist.
Wenn Europa aber so tut, als seien dies nur unsere Toten, dann möchte ich für jeden Ertrunkenen, der mir übergeben wird, ein offizielles Beileidstelegramm erhalten. So als hätte er eine weiße Haut, als sei es unser Sohn, der in den Ferien ertrunken ist.“
Gezeichnet: Giusi Nicolini.«
Übersetzung Susanne Scholl bei Pro Asyl
http://ildisobbedienteweb.wordpress.com/2012/11/11/lappello-di-giusi-nicolini-sindaco-di-lampedusa/
L’appello di Giusi Nicolini, sindaco di Lampedusa
ildisobbedienteweb.wordpress.com
Verbot für Videoüberwachung am Arbeitsplatz titelt die Frankfurter Rundschau,
Koalition verbietet heimliche Videoüberwachung am Arbeitsplatz heißt es schon etwas genauer bei der Zeit. Auch andere Zeitungen titeln ähnlich: Verbot der heimlichen Videoüberwachung.
Die Betonung liegt auf heimlich! Denn die Koalition legt ein Gesetz vor, das die offene Videoüberwachung ermöglicht. Bei der offenen Videoüberwachung bedeuteten die Regelungen eine Verschlechterung gegenüber der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Denn das erlaubte die Videoüberwachung nicht permanent und auch nicht zur Leistungs- und Qualitätskontrolle.
Schöne neue Arbeitswelt! Hoffentlich verschlafen das die Gewerkschaften nicht.
kein Startschuss
am Anfang
keine Flagge
auf dem Höhepunkt
und schon gar
kein Zieleinlauf
es nennt sich Leben
und die Zeichen
muss du
suchen
Es grünt in Mannheim. Es grünt und blüht in allen Farben: gelb, weiß, rosa. Die Natur zieht ihr eigenes Ding durch unter dem blauen Himmel, der uns nun die kalte Luft beschert.
Schade, denke ich. Ihr werdet alle jämmerlich erfrieren. Die Sträucher und Bäume machen sich nichts daraus.
Sie blühen einfach weiter.
Heiße Maronen, Salat und bunte Pillen zum Nachtisch. Heute keine Feinschmeckerin. Aber in Gedanken schlemme ich schon in Nizza. In diesem wunderschönen Restaurant. Mit dieser traumhaften Menükarte.
Ein Meeresfrüchtetraum.
(Hab ich doch gut geschafft – den Übergang von den Maronen zu den Seeigeln. Wie mensch die öffnet, ist hier beschrieben.)
„Von der Hand zum Hirn und nie wieder zurück“ trifft den heutigen Informationskonsum ziemlich genau. Vielleicht ist das Problem gar…