Das eigenartige Haus

Das Eigenartige Haus.

Graphic Novel
Sudabeh Mohafez / Rittiner & Gomez

“Iwan war im abgeschlossenen Raum hinterm Heizungskeller. Gemeinsam mit Parimarjan ist er dort eingedrungen. Sie haben sich – wir wissen nicht wie – Zugang zu dem dazugehörigen Schlüssel verschafft und sind mit Taschenlampen gerüstet hinein. Iwan wei-gert sich, uns zu erzählen, was sie dort gefunden haben. Er meint, das sei nichts für Menschen wie uns, und es wäre auch viel besser gewesen, wenn er selbst diesen Raum niemals betreten hätte.” (Klappentext)

Treffen in Frankfurt

Zur Erinnerung: das nächste Treffen in Frankfurt ist für nächsten Donnerstag, den 1. März in Frankfurt geplant.
Es gibt schon einige Zusagen, über die ich mich sehr freue. Das Treffen kann wieder bis 20:30 gehen.

Über weitere Zusagen freue ich mich sehr.

Wiederholungstäterin

Ich bin dann mal in mich gekehrt – dort fühle ich mich wohl und taste die Räume und Grenzen ab. Denen gegenüber wird so manches Mal unwohl, denn das „in sich gekehrte“ führt nicht selten zu Kommunikationsstauungen. Unangenehm, solche Torturen. Vor allem für die „nicht in sich gekehrten“ – ich geb es ja zu.

Die Parallelgeschichten hab ich jetzt zu fast 60% durch. Unheimlich, wie der Sog des EBooks wirkt. Er kennt kein Erbarmen, es muss weiter und weiter gelesen werden. Koste es was es wolle: Lebenszeit, Schreibzeit, Freizeit, Lesezeit. Nichts kann mehr nebenher existieren.

(Nichts ist zu stark betont, aber nichts, was noch freiwillig möglich wäre.)

Beate Klarsfeld

Finde ich eine gute Idee. Eine Super-Idee um es genau zu sagen.
Beate Klarsfeld soll die Gegenkandidatin der Linken zu Gauck bei den Bundespräsidentenwahlen werden.

Die erste Schlagzeile an die ich mich erinnern kann, war die mit der Ohrfeige für den Kanzler. Damals konnte ich nicht mal lesen und das Wort Ohrfeige musste ich mir erst erklären lassen. Nicht, dass ich keine gekannt hätte – nur das Wort wurde in meinem Umfeld dafür nicht verwendet. Dafür wurden sonst gar keine Wörter verwendet. Damals wusste ich auch nicht, was der Holocaust war und von den Nazis wusste ich natürlich auch nichts.
Ein Jahr als Urteil erschien mir ziemlich hoch für etwas, was Tag täglich in meiner Umgebung geschah und dass so ein Bundeskanzler in dieser Hinsicht anders behandelt wurde, fand ich nicht sehr gerecht.
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war sich meine Umgebung ziemlich einig, dass sie es einerseits richtig gemacht hatte, dass andererseits aber auch das Urteil so hoch ausfallen musste. Ist doch schließlich der Bundeskanzler.
Viel später habe ich dann verstanden, was das für ein Bundeskanzler war, aber da war längst klar, dass es noch so viele von der Sorte gab. Je mehr wir verstanden, desto unverständlicher wurden die Gründe, Ursachen und Motivationen.

Aber zurück zum Thema: Beate Klarsfeld ist eine gute Wahl. Sehr gut.

Schwarzes Loch

Gedenken
an die Leere
die sich Stille
nennt

sie schreit sich
den Tod
aus dem Leib

umschmeichelt
die Seele

Orangenmarmelade

Zum Frühstück gibt es Knäckebrot mit Orangenmarmelade. Bittere Orangenmarmelade. Sie macht mich glücklich.

Weniger glücklich machen mich die winzigen Fehler, die ab und an dann doch wieder für Allergieschübe sorgen. Während den Attacken denke ich, daran kann ein Mensch den Verstand verlieren. Aber es zeigt sich, das der Verstand, doch nicht so leicht flüchtig ist.
Noch lässt er sich nicht abkratzen.

Vorfrühling

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Gutachten zur Abgeordnetenkorruption

So sieht es aus, das Gutachten “Rechtsfragen im Kontext der Abgeordnetenkorruption”. 40 Seiten lang und gerade im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen sehr interessant zu lesen. Stefan Wehrmeyer hat eine Anfrage nach dem Gutachten gestellt und es für die private Einsicht erhalten. Er hat es auch schon eingescannt und würde es am liebsten als PDF online zu stellen. Aber derWissenschaftliche Dienst des Bundestags hat ihm die Veröffentlichung verboten und droht bei Zuwiderhandlung mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen

Zum Artikel bei Netzpolitik

Schwermut

der Blick zum Fenster
sucht den Ausweg
den das Leben
nicht findet

unter der Bettdecke
lastet das Leben
genauso wie
obendrüber

wenn etwas daran
zerbricht
war es: mein Herz

Urereignis

„Zu jeder Empfindung gehört ein Urereignis, indem der Instinkt ruht. Das Lachen hatte sie darauf zurückgeworfen, und sie hätten, vom Instinkt geleitet, sich aneinander festhaltend, einen neuen Weg beschreiten sollen. Der Instinkt funktioniert bei jedem auf die gleiche Art. Die Urereignisse hingegen, zu denen man immer wieder zurückkehrt, sind sich zuweilen nicht einmal ähnlich. Manchmal ist es ein einzelnes Erlebnis, an das man sich nicht einmal wirklich erinnert oder das man am liebsten vergessen würde. Einigen gelingt das Vergessen so gut, dass an der Stelle des Ereignisses eine Leere getreten ist, und man nur deshalb weiß, dass man etwas absichtlich vergessen hat, weil die Leere nicht zu füllen ist.“

Parallelgeschichten – Péter Nádas

Hier geht es zu einer umfangreichen Besprechung:

http://faustkultur.de/kategorie/literatur/buchkritik-peter-nadas.html