Politikerehre

Ich sollte keine Nachrichten schauen. Ich weiß doch schon längst, dass ich sie nicht verkraften kann. Wie war das? Wenn man genaue Antworten erhalten will, dann muss man genauere Fragen stellen?
Was seid ihr doch nur für eine dummdreiste Bxxxxxx! Ich verkneife mir das jetzt mal. Aber mein Herz und meine Emotionen, die verkneifen sich das nicht. Das ist die tägliche Provokation, die auch im kleinen um sich gegriffen hat. Was wollt ihr denn von uns? Wenn ihr wissen wollt in welchem Mauseloch, wir die Beute dieses Mal versteckt haben, dann zeigt doch mit dem Finger drauf.

Wer will eigentlich noch etwas mit Politkern oder Politikerinnen zu tun haben? Sie spielen damit und zãhlen offensichtlich darauf, dass sie uns so anekeln, dass wir uns umdrehen und nicht mehr so genau hinschauen.

Mir fällt dazu nichts seriöses mehr ein, was ich in der Sammelmappe schreiben könnte. Nur Wut.

Entscheidung

die Sehnsucht
nach der Antwort
lässt das Herz
zu Taten schreiten
für die es sich
zu Tode schämt

aber das ist besser
als ins Leere
zu klopfen

Herzensliebe

Leise hüpft das
Herz
ins Bodenlose
kullert
ins Eck
und prallt wieder auf

Feierabendgedanken

Wenn ich aus dem Fenster sehe, kann ich von weitem eine Disney-Land-Beleuchtung sehen. So muss ein Weihnachtsmarkt heute wohl aussehen. Aber ich hab Glück, wenn ich an ihm vorbei muss, sind die Lichter aus. Allerdings hat das wiederum den Nachteil, dass ich noch nicht zum Glühweintrinken gekommen bin.
Schade.
Im Schwimmbad hab ich heute ein paarmal was auf die nicht vorhandene Mütze gekriegt. Ein Wunder, dass ich morgen ohne blaues Auge in die Sitzung gehen kann.
Mehr Gedanken habe ich heute nicht zu bieten. Oder höchstens: Wäsche waschen, Tasche packen, Vorbereitungen für die nächsten Arbeitstage. Küche aufräumen und was auch immer.

Hihi – er kann’s nicht lassen

 

Guttenbergs Comeback – exklusiv bei extra 3

Wir wünschen Karl-Theodor zu Guttenberg in seinem neuen Job als EU-Berater für Internetsicherheit immer genügend Disketten!

Das Schreiben und das Schweigen

Ob ich das schaffe?
Fast unmöglich, aber ein Versuch ist es wert.

Und ewig lockt die Insel

egal ob Schieflage oder Realität – ich besuche sie gerne, die Insel

Frau Auge beschliesst

I’m not the superhero’s girlfriend
Sie will ihre eigene Superheldin sein. Kann ich verstehen.
Da würde ich die Meisterbürger auch links liegen lassen. Obwohl – links, da stehe ich.

Menschsein

roter
Pinselstrich
leuchtet
durch
die Jahrhunderte

das Feuer der Menschheit

Laptop-Verbot

Ehrlich gesagt: mich stören die Laptops im Zug auch häufig. Was da so cool daher gesagt ist, mit dem Viertel Tisch im ZugRestaurant heißt doch, dass auf dieses Viertel-Tisch weder Speise noch Getränk passt und für die Mitbenutzerin heißt dass, dass sie den Tisch nicht wie einen Restauranttisch benutzen kann, weil die Gefahr besteht, dass sie den teueren Laptop beschådigt, falls ihr Glas umfãllt ode ein anderes Missgeschick passiert.
Außerdem habe ich ein ausgeprägtes Vorurteil gegen Laptopbenutzer im Zug, den üblicherweise belegen sie außer diesem Viertel Tisch, dann doch noch ein anderes Viertel Tisch auf dem sie ihre anderen wichtigen Kulturgegenstände auspacken müssen.
Und im Ruheabteil habe ich schon öfters im frühen Pendlerzug den Kampf zwischen übernächtigten Fernreisenden und angeblich ganz ruhigen Laptopklappereren erlebt.
Laptoppen im Zug scheint zu immunisieren gegen Höflichkeitsregeln. Da wünscht man sich die Lauttelefonierer zurück, die hatten wenigstens noch einen Hauch von Spannung zu bieten.