Öder Tag

Seltsamer Tag heute. Ich habe mindestens 13 von einander unabhängige Sünden begangen. Wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten dabei gibt.

Blasphemieparagraf

Vor lauter Schreiben, schreiben, schreiben kriege ich gar nichts mehr mit in der Blogosphäre.
Das zum Beispiel:
Schockwellenreiter mit Blasphemieparagrafen angeklagt
Der Blogger Jörg Kantel kritisierte den Kindsmissbrauch in der katholischen Kirche mit einem Kraftausdruck und sucht nun einen Anwalt

Am 5. Juli erhielt Kantel deshalb ein Schreiben, in dem ihn der Berliner Polizeipräsident darüber informierte, dass man ihm die „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ vorwirft. Der Blogger reagierte darauf mit der Veröffentlichung des Vorwurfs und der Bemerkung, dass man Religionen gar nicht beleidigen könne, weil sie selbst „eine Beleidigung jeglichen gesunden Menschenverstandes“ seien.

Liebesszene

Dem trüben Novembermorgen eine heiße Liebesszene abgerungen. Jetzt kann der Tag beginnen.

Ilya Zhitomirskiy

Ilya Zhitomirskiy
1989-2011

R.I.P

Verfassungsschutz

Ich glaube, ich höre auf weiter an meinem Roman zu schreiben. Die Geschichte ist stinklangweilig, gegen das, was sich Verfassungsschützer so alles ausdenken.

Verfassungsschützer in Nazi-Terror verwickelt
Die Behörden überprüfen die Rolle eines hessischen Verfassungsschützers im Jahr 2006 – der Mann soll sich bei einem der neun Neonazi-Morde am Kasseler Tatort aufgehalten haben.

Nach der Säuberung

Nach der Säuberung könnten die Demonastranten wieder in das Camp zurückkehren, hieß es gerade in den Kulturzeit-Nachrichten. Die Assoziationen in meinem Kopf sind grauenhaft.

Ende der Schonzeit

Novemberschreiben

Gestern und heute zum ersten Mal ans Aufhören gedacht. Was will ich mir beweisen mit dem Novemberschreiben beim NaNoWriMo? Nicht nur wegen der beginnenden Sehnenscheidenentzündung. Die ist zum Glück wieder auf dem Rückmarsch, denn gestern habe ich sofort aufgehört als die Schmerzen kamen.
Heute habe ich zum ersten Mal in einer Schreibsession von 40 min 1000 Wörter geschrieben. Eine unglaubliche Zahl für mich. Dabei bin ich an einem Punkt der Geschichte, in der ich ziemlich in der Zwickmühle bin. Ich komme nicht mehr vor und nicht mehr zurück. Stecke fest. Was für ein Wahnsinn ist diese Schreiberei.

Vorsichtig optimistisch

Steven Pinkers Studie zum Thema Gewalt
Die These ist so sensationell wie gewagt: Krieg und Gewalt nehmen weltweit ab. Das will der renommierte kanadische Evolutionsbiologe Steven Pinker mit seinem Buch „Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“ nachweisen. Von den Urmenschen bis zur Aufklärung sei es vor allem die Konzentration staatlicher Macht gewesen, die zu einer Ordnung der Gesellschaft und zunehmender Kontrolle der Gewalt führte, so Pinker.

zum Artikel bei 3sat

Eine schwache Flamme

“Eine nur schwache Flamme verlöscht der Sturm, hat sie schon um sich gegriffen, facht er sie nur stärker an.”

Das Zitat stammt von Sophie Friederike Mereau, über die ich nur das weiß, was ich in der Wikipedia nachgelesen hatte. Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang sie das Zitat gebrauchte. Für mich ist es ein schönes Symbol. Ein starkes Bild über die Macht der Solidarität. Die Solidarität, die im Moment so totgeredet wird. Ausgelöscht oder doch noch entfacht?
Ein Feuer ist unberechenbar.

Schreibrausch

Einen Schreibrausch kann ich es noch nicht nennen, aber ich fühle eine Schreibfixiertheit, die mir zum Teil unangenehm wird. Kaum habe ich mein tägliches Schreibpensum absolviert, denke ich voller Unruhe daran, wie und wann ich am nächsten Tag meine Schreibsessions einplanen kann.
Gerade jetzt merke ich auch, dass sich meine Handgelenke bemerkbar machen. Sehnenscheidenentzündung?
Das wäre natürlich ein schlimmer Schlag, jedenfalls höre ich jetzt auf für heute und schone die Handgelenke.