Pensum

Das morgendliche Pensum ist erledigt. Die Geschichte ist mittlerweile so abgedreht, dass ich kaum Chancen sehe, sie wieder in Bahnen zu bekommen, die ich lenken kann. Dann muss der Rest eben ohne Steuerung erfolgen. Eine ungewohnte Situation. Genau wie dieser Rythmus, den mir der NaNoWriMo aufzwingt. Das ist eine extreme Struktur. Ein ständiges Abwägen von Arbeit, Entspannung, Ruhe, schreiben, aber auch Bewegung einplanen. Wenn eine Sache zu kurz kommt, dann leidet die andere. Das Schreiben klappt nur, wenn alles seinen Raum und seine Wertigkeit findet.
Länger als einen Monat könnte ich das sicher nicht aushalten. Eine Schreibsucht ist bei mir also nicht zu befürchten. Trifft auf Arbeit und Bewegung auch zu. Über die Arbeit muss ich mir keine Sorgen machen, die nimmt sich ständig ihren Raum, oft mehr als ihr zusteht und ich bin mit den Grenzverletzungen beschäftigt.

Lichtmeile

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Ungestillte Sehnsucht

Wenn ich nur
mit einer Handbewegung
den Lärm wegwischen
könnte

mit einem Schalter
das Getöse abdrehen

und mit einem
festen Blick
die Pöbler zum
Schweigen brächte

Wochenenden

Wochenenden sind die Zeiten um sich die Wunden zu lecken, die die Arbeit in der Woche geschlagen hatte. Mit dem Alter kommen noch die Narben dazu und die Verletzlichkeiten, die das dünner werdende Fell mit sich bringt.

Gestern habe ich das Wörterzahl der sechs Dateien, die ich begonnen habe überschlagen und das Ergebnis ergab das Geahnte: trotz der zwei schwachen Tage habe ich immer noch ein Polster. Aber von dem darf ich mich auch nicht irritieren lassen. Ich bleibe zunächst bei der täglichen Zeit. Denn ich kenne mich und weiß, dass besonders zum Schluss die Motivation bei mir sinkt. Ich gehöre zu den Menschen, die das Ziel nicht unbedingt erreichen müssen, mir reicht oft das Gefühl ich könnte es erreichen, wenn ich wollte.

Allerlei

Kreativer Tagesbeginn, dann die Alltagsmühle unterbrochen vom Anspruch Menschen Aufmerksamkeit zu schenken. Die Wochenendpendelei wurde erfunden, damit die kleinen Sünden sofort bestraft werden können. Auf die großen wartet bekanntermaßen das jüngste Gericht.
Allerdings fühlen sich die dreistündigen Pendeleien am Wochenende manchmal auch an wie das jüngste Gericht.

Motto des Tages: Keine Lösung für die Ewigkeit, aber eine Erleichterung für den Augenblick.
Ein Auszug aus meinem Text. Mein NaNoWriMo-Text. Der Roman dreht ab – bin immer sehr gespannt, wohin er mich in den nächsten Stunden führt.

Start

Eben mit 400 Wörtern gestartet und bis sechs Uhr bleibt mir noch eine halbe Stunde. Kann also vor der Arbeit noch gesteigert werden. Die Geschichte ist immer noch abgedreht. Mal sehen, wie ich aus der Nummer wieder raus komme.

Gefährliche Phase

Die zweite Woche beim NaNoWriMo scheint eine gefährliche Phase zu sein. Gestern habe ich den Rückstand noch irgendwie wett gemacht. Heute Morgen habe ich nur 250 Wörter geschrieben, in der Mittagspause habe ich mich wieder verquatscht und bin jetzt scho wieder im Rückstand. War aber dafür lange Schwimmen, mache jetzt eine Pause und fange nach der Kulturzeit noch mal an weiterzuschreiben. Damit werde ich das Tagespensum nicht erreichen, aber zum Glück habe ich ja ein Polster aus den vergangenen Tagen. Am Wochenende muss ich ubedingt die Billanz ziehen. Wird Zeit. Außerdem würde ich gern mal den ganzen Text lesen.
Hoffentlich wirkt das nicht abschreckend.

Geschlampt

Gestern und heute vor der Arbeit nichts geschrieben. In der Mittagspause nichts geschrieben. Jetzt habe ich einen vollen Tag nachzuholen. Zur Sicherheit habe ich mir jetzt einen großen Hustensaft gekauft. Das Geräuspere hält ja niemand auf Dauer aus.
Nicht unterkriegen lassen und vorallem nicht die Laune und die Lust verderben ist nun das Motto.

Das wird schon.

Die Schöne

Eins vorweg: Ich mag schöne Menschen. Ich mag auch kluge Menschen, Kreative Menschen, extrovertierte Menschen, Weltverbesserinnen, Weicheier und Mimosen.

Was ich nicht mag und seltsam finde: Eine Nachrichtensendung des öffentlich-rechlichen Fernsehen über eine stellvertretende Fraktionsvorsitzende in der eindeutig mehr als fünf (!) Mal auf ihr attraktives Äußeres verwiesen wird.

Bei Männern macht ihr das doch auch nicht. Was soll das?

Sahra Wagenknecht als die kommende Frau der Linkspartei zu bezeichnen ist genauso schwach. Wenn auch aus anderen Gründen.

Morgenstund

hat nichts im Mund. Das mit dem Gold ist nur auch wieder einer von den Sprüchen mit denen die Arbeitsamen bei der Arbeit gehalten werden sollen.

Meine Mindestanzahl für den NaNoWriMo heute morgen ist geschafft. Den gestrigen Verlust kann ich noch nicht einholen. Beim Schreiben war ich ständig abgelenkt von den Gedanken an den Ärger im Büro.

Den Rest vom Eintrag habe ich wieder gelöscht. Nicht weil ich damit zuviel ausgeplaudert hãtte, nur weil es nichts bringt. Schon diese Beschäftigung in den Gedanken bringt nichts. Aber die kann ich mir nicht abgewöhnen.