Ku-Klux-Klan ja, Wikileaks nein

Kreditkartenfirmen: Ku-Klux-Klan ja, Wikileaks nein

Artikel / sueddeutsche.de — Visa und Mastercard sperren seit einigen Tagen alle Spenden an Wikileaks. Der Ku-Klux-Klan und andere radikale Organisationen dürfen hingegen weiter mit den Diensten der Kreditkartenunternehmen rechnen. Im Internet werden schon Cyber-Angriffspläne gegen die Firmen geschmiedet – und umgesetzt. mehr →

Freiheit wird einem nicht in den Schoß gelegt

Man muss sich die Freiheit nehmen. Sie wird einem nicht gegeben. – Meret Oppenheim

Einer der Anlässe auch heute wieder eine Linksammlung zum Thema Wikileaks zusammen zu stellen.

law blog — Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfene Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates; insbesondere ist eine freie, regelmäßig erscheinende politische Presse für die moderne Demokratie unentbehrlich. mehr →

Feierabend

Der Feierabend ist eine schöne Erfindung. Einer der Vorteile einer abhängigen Beschäftigung. Raus aus dem Büro und rein in das Privatleben. Nicht immer klappt das so gut. Es gibt auch Zeiten in denen der Kopf kreis und rotiert. So als wäre er in einer lebenslänglichen Abhängigkeit eingesperrt.
Gestern ging so ein Link durchs Web. Ein Loblied auf die Trödelei und auf die Ruhe. Manchmal, wenn es gut kommt, dann gelingt so ein ruhiger, kreativer Ruheabend. Ein Feierabend, der sich selbst feiert. Eine Abschiedsfeier für den Tag, der sich dem Ende zu neigt.

Den geniese ich jetzt und lasse den Schneeregen oder was auch immer das da draußen ist, außen vor.

Gleich setzt’s was!

Sind so kleine Haende, winz’ge Finger dran.
Darf man nicht drauf schlagen, sie zerbrechen dann.

Immer noch und immer wieder aktuell.

Nicht nur bei Feronia, die heute Tacheles redet.

Geheimnisse

Anders als Menschen haben staatliche Stellen gerade keine Privatsphäre, die es zu schützen gilt, sondern lediglich Geheimnisse. Grundsätzlich betrachtet der CCC einen Anspruch des Bürgers auf die ihn betreffenden Informationen und die Transparenz der in seinem Namen erfolgenden staatlichen Aktivitäten als begründet.

zum Artikel

Nachtrag:
Grade kommt mir der Gedanke, dass Julian Assange im Moment sicherer ist als heute morgen. Aber eigentlich kann man nur Angst um ihn haben.

re:publica 2011 – Frauen vor

Ich freue mich drauf und hoffe, dass sich möglichst viele Frauen zu Wort melden.

Gebt euch einen Ruck! http://re-publica.de/11/call-for-paper

WikiLeaks – Die Endlosschleife

Eigentlich wollte ich heute hier nichts mehr über Wikileaks schreiben, weil es schon genug Artikel gibt.

Wie wahr, wie wahr. Ich wollte, die Sammelmappe könnte endlich wieder zu ihrer gewohnt beschaulichen Stimmung zurückkehren. Ein paar Gedichte, ein paar persönliche Gedanken, ein bisschen Geplauder, wie ich es mag.  Aber:

Aktuell ist ein Trendsport unter Nerds ausgebrochen, Mirrors für Wikileaks.org und die Depeschen zu schaffen. Der Streisand-Effekt lässt grüßen. Aber nicht jeder Provider spielt mit, wie z.B. der beliebte deutsche Provider hetzner.de

Und:

Postfinance schliesst das Konto, über das bislang Spenden für die Enthüllungsplattform im Internet liefen.

Was lernen wir daraus? Gelebter Widerstand ist nicht so einfach zu verwirklichen. Das wird wirklich eine harte Nuss. Meine Hoffnung bleibt die ganze Zeit, dass es für ein paar junge Menschen doch noch ein Crashkurs in Sachen Demokratie wird. Oder besser gesagt ein Crashkurs, der ihnen zeigt, wie schwach die Stützen in unserer Demokratie sind. Wie wackelig und wie viel Aufwand, Macht, Stärke und Beharrlichkeit es bedarf, um sie zu stärken.

WikiLeaks und keine Ende

Es ist kaum möglich alle Informationen rund um Wikileaks aufzunehmen und sie zu bewerten.
Weil die Links auf Rivva so flüchtig sind, stelle ich die heutigen Schlagzeilen hier zusammen.

KenFm über Wiki Leaks

Trauernd

„Nachdem seine Frau gestorben war, begann John Shaw die Bücher zu lesen, die sie geliebt hatte, die Bücher auf ihrer Seite des Betts.“

Wintergewölbe

Schatz, was trägst du denn so schwer?

Es gibt Themen, da steige ich schon seit Jahrzehnten einfach aus.
Die Themen Auto und Fliegen zum Beispiel. Ich fahre kein Auto und in der Regel fliege ich auch nicht. Für mich ist das nicht der Rede wert, obwohl es im Alltag nicht einfach ist. Ganz und gar nicht. Die nächste Einkaufsmöglichkeit für mich in dieser Kleinstadt ist zwei Kilometer entfernt mit einer Steigung von 18%. Da ich beruflich viel und lange unterwegs bin, ist das Einkaufen für mich nur am Wochenende zu realisieren.
So ist das Leben. Jedenfalls das ohne Auto. Ich bin kein sportlicher Mensch, deshalb ist das Fahrrad keine Lösung für mich. Hier gibt es in allen Richtungen nur Steigungen, die ich nie und nimmer bewältigen könnte. Ich habe mich vor Jahrzehnten entschieden kein Auto zu fahren und ziehe das durch. Wenn andere Menschen erzählern: Hier (damit meinen sie, wo sie wohnen) ginge es gar nicht ohne Auto. Dann lächle ich innerlich und denke: Bei mir ginge es so auch nicht ohne Auto, aber deshalb muss ich ja genau hier wohnen, wo ich wohne! In der Nähe vom Bahnhof, die Arbeitsstelle zu Fuß zu erreichen und die Supermärkte mit Aufwand, aber immerhin sind sie noch zu erreichen.
Das ist eben der Preis! Darüber diskutiere ich nicht und in der Regel, spreche ich auch nicht mit Autofahrerinnen und Autofahrern darüber. Denn deren Sicht auf die Problematik ist in der Regel sehr verstellt.
Aber mir ist es wichtig. Und wer sagt, dass das einfach ist?
(Dass das ein großer Luxus ist, diese Entscheidung leben zu können ist mir bewußt. Denn solange ich nur für mich die Entscheidung treffe und ich ohne Schwierigkeiten gehen kann, ist es unproblematisch. Wäre ich gebrechlich oder im gehen eingeschränkt, könnte ich schon die Züge hier nicht mehr benutzen. Da muss man nähmlich tausend Stufen überwinden oder sich den Zug hochquälen. )

Das andere Thema, bei dem ich aussteige, ist das Mann-Frau-Haushalts-Thema. Nie im Leben würde ich darüber diskutieren. Nicht für eine Minute – aber mir würde auch nie im Leben einfallen, mir einen Haushalt wie eine Trophäe unter den Nagel zu reißen. Da bewahrt mich zum Glück meine natürliche Faulheit davor. Bei diesem Thema fallen mir keine Schwierigkeiten ein.
Für mich wäre kein Mann attraktiv, der sich nicht an ein wie auch immer geartetes Gleichgewicht am Haushalt beteiligen würde. Oder vielleicht auch umgekehrt: Ich wäre für keinen Mann attraktiv, der meint, eine Frau müsse Haushaltskompetenz ausstrahlen und übernehmen.
Aber langer Rede kurzer Sinn: Malte Wedding hat ein Buch geschrieben:

Zwei Minuten brauche ich alleine schon, um an der Waschmaschine den Feinwaschgang zu finden. Ich bin selber erstaunt, denn wenn mir meine Freundin mit ihrer freundlichen Pädagoginnenstimme, die sie benutzt, wenn sie merkt, dass ich gerade wieder einmal drei Jahre alt geworden bin, erklärt, wie es geht, dann sehe auch ich: Den Feinwaschgang kann ich da einstellen, wo auf der Maschine Feinwäsche draufsteht

„Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte. Warum die Liebe trotzdem glücklich macht“

Vielleicht lese ich es, weil ich die Liebe mag – und um mich über eure Probleme auf dem Laufenden zu halten.