Immer mal wieder schwappt das Thema Resonanz beim Bloggen hoch. Meist geht es um zuwenig Resonanz. Oder darum dass ein engagierter Artikel keine Kommentare erhält. Obwohl es auch die entgegen gesetzte Problematik gibt. Es gibt zuviel Feedback aus einer unerwünschten Richtung. Bei Genderthemen passiert das ganz leicht.
Claudia Klinger hat in ihrem Digital Diary das Thema der mangelnden Resonanz auf das Bloggen aufgegriffen.
Das wollte gestern eine Fern-Bekannte per Spontan-Chat von mir wissen. Wie sich schnell heraus stellte, meinte sie es nicht ökonomisch, sondern fragte danach, wie ich ausbleibende Resonanz verkrafte: “Was ist, wenn du etwas schreibst, das dich tief bewegt, und niemand sagt etwas dazu?”
Claudia Dezember 13th,2010
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9 Comments
Christiane Schulzki-Haddouti hat eine Beschwerde an den Presserat formuliert, weil der Spiegel Exklusiv-Zugriff auf die Wikileaks-Depeschen hat.
„Sie hat darüber den Himmel vergessen. …. Heute hat er viel vor. Seit dem Morgen türmt er Wolken übereinander und wird nicht eher damit aufhören, bis die unterste platzt, damit die Menschen den Blick senken und er sich in Ruhe neue, wunderbare Farben ausdenken kann.“
Zitat aus Rosenhain von Claire Beyer
Streubomben werden völkerrechtlich geächtet. Zu recht. Sie richten unvorstellbares Unheil an und durch ihren Einsatz werden ganze Gegenden für die Zivilbevölkerung eigentlich unbewohnbar. Eigentlich. Denn wo sollen sie denn hin die Menschen? Die Soldaten gehen, die Streumunition bleibt und die Bevölkerung muss mit der Gefahr leben.
So weit, so schlecht. Jetzt stellt sich heraus, das mit den Riester-Fonds im großen Stil in Streubomben investiert wird. So unvorstellbar wie das Unheil, das diese Munition bringt, so unvorstellbar hoch sind die Gewinne, die mit den Bomben erzielt werden.
Mir scheint: Unsere Rente ist doch sicher. Jedenfalls die Riesterrente. Sie bringt ganz sicher ein schlechtes Karma.
Aber wen interessiert das?
Nicht der Tierhalter ist der Tierfreund, sondern der Nichttierhalter.
Da spricht Mely Kiyak in ihrer FR-Kolumne ein heißes Eisen an. Ich bin sicher, das wird eine Menge Ärger mit den Tierfreundinnen geben, denn die verstehen bei ihrer Tierliebe keinen Spaß.
Immer noch ist nicht klar, gegen welche Gesetze WikiLeaks verstoßen haben soll, aber das ist kein Grund nicht schon mal mit Ausdrücken zu operieren, die einen Bezug zu Terror und Gewalt herstellen. Es gibt jetzt also schon 16-jährige, gefährliche WikiLeaks-Sympathisanten.
Diese Ausdruck ist ja auch noch fast harmlos, gegen die üblen verbalen Ausfälle, die sonst so kursieren. Da ist von Krieg und Schlachten, die geführt werden die Rede. Auf mich wirkt das beängstigend.
Der grüne MdL Rasmus Andresen und der sozialdemokratische MdL Kai Dolgner twitterten heute beinahe zeitgleich, dass der federführende Innen- und Rechtsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages den #JMStV abgelehnt hat.
Ein Lichtlein. Ein verdammt kleines Lichtlein. Wo bleibt die Kompetenz?
in der Nacht
stecken manchmal
die Träume
fest
gehen verloren
im dunklen
Labyrinth
aber wenn du
aufmerksam
lauschst
hörst du
sie klappern
und rascheln
dann bring sie schnell in Sicherheit
Aus Fehlern lernen, nicht der schlechteste Ansatz. Das gilt für die Theorie ebensogut wie für die Praxis. Deshalb gefällt mir der Gedanke eines OpenLeaks auf Anhieb. Auf Netzpolitik wird er ausgeführt:
Wikileaks.org kann man ein paar Fehler nachsagen:
1. Das feste Verbinden mit einer Person, wodurch die Organisation sich angreifbar gemacht hat, und damit auch die Idee und die Ihalte
2. Überlastung durch Zentralität, die zu redaktioneller Auswahl zwang, womit eine politische Ausrichtung einher ging, Dinge unter den Tisch fielen
3. Angreifbarkeit durch Zentralität (DDoS-Attacken, DNS-Sperren)
von Linus Neumann